Lokale Angebote

31. Januar 2011 11:24; Akt: 31.01.2011 12:27 Print

Noch keine Facebook-Deals in der Schweiz

Dank einer neuen Facebook-Funktion kann man unterwegs Rabatte und Gutscheine einlösen. Nach den USA wird das Angebot heute in Europa lanciert - doch hierzulande müssen sich die User gedulden.

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Trotz Werbeversprechen: Schnäppchenjäger in der Schweiz haben das Nachsehen, die mobilen Facebook-Spezialangebote locken vorläufig nur in Nachbarländern.

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An einer Pressekonferenz in London hat Facebook angekündigt, dass heute Montag der neue Dienst namens «Places Deals» in Europa lanciert wird. Dies berichtet der Blog The Next Web.

Mit Facebook Deals können die Nutzer Spezialangebote von Firmen in ihrer unmittelbaren Umgebung finden. Die neue Funktion richtet sich speziell an die wachsende Zahl der mobilen Facebook-Nutzer. Wer die Facebook-App auf seinem Smartphone installiert hat, soll von zahlreichen Gutscheinen, Rabatten und Werbegeschenken profitieren können. Dabei wird die Ortsbestimmung (Geolocation) des Handys genutzt. Wenn man beispielsweise das nächste Mal in seinem Lieblingsrestaurant weilt, erhält man ein Gratis-Getränk oder eine andere Ermässigung. Voraussetzung ist natürlich, dass das entsprechende Lokal bei Facebook Deals mitmacht.

Wann folgt die Schweiz?

In den USA ist Facebook Deals bereits im vergangenen November lanciert worden. Neben Kanada soll nun auch Europa erobert werden. Wie an der Pressekonferenz heute Morgen bekannt wurde, wird der neue Dienst zunächst in Grossbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien angeboten - die Schweiz ist also vorläufig nicht dabei. 20 Minuten Online hat bei Facebook Europa angefragt, wann es so weit sein soll. Die Antwort steht aus.

Facebook wird mit zahlreichen Unternehmen zusammenarbeiten. In Grossbritannien ist dies etwa Starbucks - die Facebook-User sollen demnach einen Gratiskaffee erhalten, wenn sie einchecken. Ein weiterer Partner soll der Autohersteller Mazda sein, der seine MX-5-Cabrios mit einem 20-Prozent-Rabatt anbietet und zudem mehrere Fahrzeuge über Facebook verlost.

Laut The Next Web können die Facebook-User vier verschiedene Typen von Gutscheinen online einlösen:

1. Charity Deals - das sind Angebote, die einen wohltätigen Zweck haben.

2. Individuelle Deals - das sind Geschenke/Zuwendungen von Retail-Geschäften bzw. Facebook-Partnern.

3. Loyalitäts-Deals - die User können Treuepunkte sammeln

4. Friend Deals - die User werden belohnt, wenn sie ihre Facebook-Freunde zu einem bestimmten Standort/Angebot lotsen.

360 Millionen Dollar dank Spam-Urteil

Mehr als 200 Millionen Menschen nutzen Facebook bereits über ein Mobiltelefon. Da liegt es nahe, dass das soziale Netzwerk das Geschäft mit den mobilen Schnäppchenjägern forcieren will. Facebook kann aber auch dank seiner Rechtsanwälte gewaltige Einnahmen verzeichnen. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt, hat ihm ein US-Gericht kürzlich eine Schadensersatzsumme von 360 Millionen Dollar gesprochen. Ein Bundesgericht in Kalifornien habe den notorischen Spammer Philip Porembski schuldig gesprochen, heisst es.

Es ist dies nicht das erste Mal, dass Facebook juristisch gegen die Spam-Drahtzieher vorgeht. Das Unternehmen hält laut eigenen Angaben den Rekord bezüglich zugesprochenem Schadenersatz. Im Guinness-Buch der Rekorde sind zwei Urteile festgehalten, eines mit 711 Millionen Dollar und ein weiteres mit 873 Millionen Dollar.

(dsc)