No-Kids

23. März 2011 10:21; Akt: 23.03.2011 11:28 Print

Facebook verbannt täglich 20 000 Kids

Mark Zuckerberg will kein «Kidsbook». Konten unter 13-Jähriger werden daher so rasch wie möglich gelöscht – was kein einfaches Unterfangen ist.

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Auf Facebook tummeln sich viele unter 13-Jährige, die bei der Altersangabe lügen. (Bild: Colourbox)

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Facebook verbannt täglich rund 20 000 Kinder, weil sie bei der Altersangabe geschwindelt haben, meldet der australische «Telegraph». Viele Kids eröffnen ein Facebook-Konto und schummeln sich bei der Registrierung etwas älter, als sie sind. Nicht wenige Eltern sind daher besorgt, dass ihre Spösslinge auf Facebook belästigt werden.

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Mozelle Thompson, Facebooks Verantwortlicher für Datenschutzfragen, nahm diesbezüglich Stellung gegenüber einem australischen Internet-Sicherheits-Komitee: «Es gibt Leute, die lügen. Es gibt unter 13-Jährige auf Facebook. Wir entfernen 20 000 Konten pro Tag.» Weiter erklärte Thompson, Facebook würde sich tagtäglich mit dem Thema minderjähriger Nutzer beschäftigen.

Unter-13-Jährige melden

Die Nutzungsbedingen des sozialen Netzwerks sprechen eine klare Sprache. Unter Punkt 4 ist zu lesen: «Du wirst Facebook nicht verwenden, wenn du unter 13 Jahre alt bist.» Facebook macht die Nutzer auch darauf aufmerksam, dass Konten von Unter-13-Jährigen so rasch wie möglich gelöscht werden. Ausserdem werden andere Nutzer gebeten, Konten von Unter-13-Jährigen zu melden. Konkret heisst es bei Facebook: «Falls du das Konto eines Kindes meldest, welches sich mit einem falschen Geburtsdatum registriert hat, und wir nachprüfen können, dass das Kind jünger als 13 Jahre ist, werden wir das Konto umgehend löschen. Wenn nicht bestätigt werden kann, dass das Kind jünger als 13 Jahre ist, dann können wir wahrscheinlich keine Massnahmen bezüglich dieses Kontos ergreifen.»

Thomson gibt zu, dass die Mechanismen, um Kinder von Facebook fernzuhalten, «nicht perfekt» sind. In Zukunft soll sich aber, vorerst zumindest in Australien, ein Internet-Sicherheitsexperte der Sicherheitsbedenken besorgter Eltern annehmen. Facebook hat bereits eine Hilfe-Seite eingerichtet, die sich explizit an Eltern richtet. Die Seite gibt Antworten auf Fragen wie: «Wie melde ich ein Kind, das unter 13 Jahre alt ist?», «Wie beantrage ich die Entfernung eines Bildes von meinem Kind?» oder «Wie kann ich Internet-Mobbing verhindern oder darauf aufmerksam machen?»

(owi)