Datenschutz

12. Februar 2010 09:04; Akt: 12.02.2010 10:50 Print

Handarbeit in der Öffentlichkeit

Dumm gelaufen: In Finnland hat ein Kamerafahrzeug, das für Google Street View unterwegs war, anscheinend einen Mann bei seinem Privatvergnügen gestört.

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Street View entblösst Ahnungslosen. Bild: geekologie.com

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Der weltgrösste Suchmachinenanbieter schickt Autos mit Kameras durch die Welt, welche Fotos schiessen, die zu 360-Grad-Panoramen zusammengefügt werden. Mit Street View, einem Teil von Google Maps, können Nutzer dann virtuelle Stadtspaziergänge am PC unternehmen. Allerdings bekommt nicht jeder mit, dass er fotografiert wird und so tauchen immer wieder peinliche Schnappschüsse im Panorama-Dienst auf. Jüngstes Beispiel ist ein Mann aus dem finnischen Rahe, der in eindeutig zweideutiger Pose abgelichtet worden sein soll, wie geekologie.com schreibt. Mittlerweile hat Google das Bild entfernt.

Weitere peinliche Schnappschüsse von Googles Kamerafahrzeugen sind in der obigen Bilderstrecke zusammengestellt. Die meisten davon sind allerdings mittlerweile gelöscht worden. In der Schweiz befürchtet der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür, dass unter anderem wegen solcher Schnappschüsse, die Privatsphäre der Bürger nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb liegt er mit Google seit Lancierung von Street View in der Schweiz im Streit und hat das US-Internet-Unternehmen mittels einer Klage vors Bundesverwaltungsgericht gebracht. Bis ein Urteil gefällt wird, darf Google zwar weiterhin Kamerafahrten unternehmen, muss darüber aber mindestens eine Woche vorher informieren und darf die Bilder noch nicht verwenden, wie 20 Minuten Online berichtete.

(hst)