Google Ara

16. April 2014 11:06; Akt: 16.04.2014 11:06 Print

Der erste Prototyp des Baukasten-Handys

An einer Entwicklerkonferenz hat Google erstmals einen Prototyp seines Smartphones zum Selberbauen vorgestellt. Im nächsten Jahr soll das Projekt Ara Realität werden.

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Das Wunschhandy-Projekt von Google ist ambitioniert: Mit dem modularen Smartphone soll sich einst jeder sein Gerät selber zusammenstellen können. Display, Speicherplatz oder Kamera, Prozessor oder Akku – jedes Bauteil des Handys soll austauschbar sein. An einer Entwicklerkonferenz in Kalifornien hat Google nun eine Basis-Version des revolutionären Handys mit dem Namen Ara präsentiert.

Das Smartphone basiert auf einem Grundgerüst, das von Google produziert und in drei Grössen geliefert werden soll. Die einzelnen Elemente werden von Drittherstellern entwickelt und produziert. Diese bestimmen auch den Preis. Mit einem Konfigurator sollen die Benutzer von Ara ihr Wunschmodell mit wenigen Klicks zusammenstellen können. Neben dem Neukauf einzelner Bauteile, wie zum Beispiel einer besseren Kamera, könnte es auch einen florierenden Occasionsmarkt geben, hiess es an der Konferenz.

Ganz ohne Probleme verlief die Präsentation allerdings nicht: Ein Teilnehmer liess den Prototyp fallen und zerstörte damit den Bildschirm. Auch weigerte sich das Gerät, richtig aufzustarten. Viel gesehen hätten die Teilnehmer ohnehin nicht. Denn noch ist der Prototyp nicht vollständig funktionstüchtig. Das soll sich aber bald ändern.

Von Künstler inspirieren lassen

Inspiriert wurde Ara vom Konzept eines holländischen Designers, der Ende 2013 mit Phonebloks für Aufsehen gesorgt hatte. Hersteller Motorola nahm sich der Idee an und versuchte den Gedanken eines modularen Smartphones voranzutreiben. Kurz darauf ging das Projekt an Google über. 2015 soll das Baukasten-Handy auf den Markt kommen.

Und der Suchmaschinen-Riese hat grosse Pläne: Das Ara-Smartphone soll all die Menschen ansprechen, die kein besonderes Augenmerk auf die neusten Gadgets legen, ein günstiges Gerät suchen oder sich teurere Smartphones schlicht nicht leisten können. Ara richtet sich demnach an eine potenzielle Zielgruppe von fünf Milliarden Menschen – so viele besitzen weltweit noch kein Smartphone. Die Grundversion des Baukasten-Handys will Google zum Kampfpreis von 50 Dollar anbieten.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ragnarök am 16.04.2014 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Ich verstehe überhaupt nicht, wie einige Leute diese Idee nicht mögen können. Sind wir etwa alle Pessimisten geworden?

  • Hinterfrager am 16.04.2014 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was passiert wenn...

    ...dieses Ding mal auf den Boden klatscht?

    einklappen einklappen
  • Franz von der Leine am 16.04.2014 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eins ist schon mal sicher...

    Diese modularen Handys werden kommen denn das ist die erste richtige Innovation seit das erste Smartphone auf den Markt kam. Über machbarkeit zu diskutieren ist sinnlos, alles ist machbar... früher oder später... und ich freue mich schon jetzt über das erste Handy das man sich wirklich so zurecht basteln kann wie man will denn wer würde das nicht wollen? Sie wollen eine bessere Kamera oder mehr Speicher? kein Problem, kaufen und in 10sek austauschen Bäm!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Janina am 17.04.2014 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mäh google...

    Wär cool, wenns von Phoneblocks rausgekommen wäre, hätt ich eher gekauft als was von Google... Google seid doch mal optimistischer und tut euch mit anderen zusammen!

  • Ragnarök am 16.04.2014 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Ich verstehe überhaupt nicht, wie einige Leute diese Idee nicht mögen können. Sind wir etwa alle Pessimisten geworden?

  • Benni am 16.04.2014 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Habe auch schon die ursprüngliche Idee (Phonebloks) unterstützt, finde das ganze sehr innovativ. So kann jeder sein Gerät nach seinen Wünschen entsprechend gestalten (Leistung, Akku, Kameras etc..) und dabei kann mann über die Jahre sehr viele Reparaturkosten sparen, bzw mann muss nicht für einzelne Fortschritte der technologie ein ganzes Gerät neu beschaffen.

  • Fritz am 16.04.2014 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mobilfunkbetreiber

    Ich befürchte heftigsten Widerstand der Mobilfunkbetreiber. Der regelmässige Wechsel ihrer Kunden auf neue Mobiltelefone ist ein wichtiger Faktor für die Netzbetreiber: Einerseits verkaufen sie selber viele Geräte und verdienen direkt mit, andererseits kann mit dem Rabatt auf ein neues Gerät bei Vertragsabschluss oder - verlängerung der Kunde auf ein grösseres Abonement gelockt werden. Wenn die nicht mitspielen wird eine Markteinführung schwierig.

    • Davaid am 17.04.2014 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      lass dich nicht abbringen

      Dann kaufst du dir dein Smartphone einfach übers Internet, im Ausland oder bei einem anderen Anbieter, lass dich nicht von denen da oben diktieren was du dir gönnen willst, es gibt weit ab vom Apfel und Samsung so viele geile (günstige) Smartphones

    einklappen einklappen
  • Joffrey Baratheon am 16.04.2014 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Langsame Redaktion

    Enttäuschend, dass ihr von einem Projekt, welches bereits seit letztem Jahr bekannt ist erst jetzt berichtet. Ich habe bereits vor Monaten ein Präsentationsvideo gesehen. Ich selbst werde mir so eins besorgen.