Mobile World Congress

16. Februar 2011 10:46; Akt: 16.02.2011 14:15 Print

Google enttäuscht von Nokia

Google-CEO Eric Schmidt ist über Nokias Entscheidung, künftig mit Microsoft zusammenzuarbeiten, nicht erfreut. Die Tür für die Finnen bleibe aber trotzdem offen.

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Eric Schmidt bei seinem gestrigen Auftritt am Mobile World Congress.

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Vergangene Woche hatte Nokia-CEO Stephen Elop die Notbremse gezogen und angekündigt, dass das eigene mobile Betriebssystem Smybian nicht mehr weiterentwickelt wird. Stattdessen setzt Nokia auf eine Allianz mit Microsoft. Das Betriebssystem Windows Phone 7 (WP7) soll künftig die Plattform für Nokia-Smartphones sein.

Im Rahmen des zurzeit in Barcelona stattfindenden Mobile World Congress äusserte sich der Google-CEO Eric Schmidt zur strategischen Partnerschaft seiner Konkurrenten: «Uns hätte es besser gefallen, wenn sie sich für Android entschieden hätten.» Im Vorfeld sei es zu vertraulichen Verhandlungen gekommen, die sehr intensiv gewesen seien. Schmidt betonte aber, dass trotz geplatzter Kooperation die Türen für Nokia weiterhin offen stehen würden.

Zudem kündigte Schmidt in einem Gastbeitrag auf «Morgenpost Online» an, dass Google in Berlin ein wissenschaftliches Institut für Internet und Gesellschaft aufbauen werde. Dafür werden Kooperationen mit akademischen Institutionen eingegangen. In gemeinsamen Forschungsprojekten sollen so «internetbasierte Innovationen, politische Rahmenbedingungen und die damit verbundenen rechtlichen Aspekte» untersucht werden.

(mbu)