Vernetztes Spielzeug

26. Mai 2015 23:46; Akt: 26.05.2015 23:46 Print

Der Google-Teddy soll das Kinderzimmer überwachen

Ausgestattet mit Kameras und Mikrofonen soll ein vernetzter Plüschhase oder ein Teddybär von Google das Kinderzimmer im Auge behalten.

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Das vernetzte Spielzeug soll als eine Art Fernbedienung im Kinderzimmer dienen und mit Kamera-Augen die Umgebung überwachen. (Bild: US Patent Office)

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Es ist ein ungewöhnliches Patent, das der Suchmaschinenkonzern Google bei der amerikanischen Patentbehörde angemeldet hat. Es zeigt einen Teddybären und einen Plüschhasen, die als Schaltzentrale im Kinderzimmer dienen sollen. Laut dem Patent soll das Spielzeug antropomorphe, also dem Menschen ähnliche Fähigkeiten haben. In den Augen des Teddys oder des Häschens sollen Kameras verbaut sein, die bemerken, wenn ein Mensch es ansieht. Zudem soll das Spielzeug einzelne Personen voneinander unterscheiden können und auf Sprachbefehle reagieren.

Angedacht ist das vernetzte Spielzeug als Schaltzentrale, einer Art universelle Fernbedienung für das Kinderzimmer. Es soll Gesten und Sprache erkennen und so verschiedenste Geräte steuern können, etwa die Musik auf der Stereoanlage. In den US-Medien wird der Google-Teddy derzeit heiss diskutiert. Leute, die sich Gedanken über ihre Privatsphäre machen, finden diese Idee wohl «gruselig», resümiert die Plattform qz.com. Das «Time Magazine» bezeichnet die Pläne für den Science-Fiction-Teddy als «Furcht einflössend».

Die Idee für das Google-Spielzeug kommt aus dem hauseigenen Forschungslabor X. Ob die Idee jemals umgesetzt wird, ist ungewiss. «Nur weil wir etwas als Patent anmelden, heisst das nicht, dass es als reales Produkt oder als Dienstleistung umgesetzt wird», zitiert die BBC eine Sprecherin des Unternehmens.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ademi am 26.05.2015 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nwo

    wenn wir unsere freiheit für die sicherheit aufgeben, werden wir am ende beides verlieren;)

    einklappen einklappen
  • freddy's am 27.05.2015 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    five nights at

    Tönt ganz wie in einem Horrorfilm. Teddys welche in der Nacht aufwachen und die Kinder terrorisieren. Als Kind würd ich kein halbroboterteddy im zimmer haben wollen...

  • lieber Freiheit als "Sicherheit"! am 27.05.2015 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    früh übt sich

    Damit schon die ganz Kleinen an den Überwachungsstaat gewöhnt werden, derweil sich Wirtschaft und Politik auf dem ganzen Globus wie in einem Selbstbedienungsladen am jeweils eigenen Volk und dessen Vermögen vergreifen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • God am 28.05.2015 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir von Google sind alle super drauf

    Denn unser Motto ist : "Don't be evil" - Sei nicht böse! Was aber keiner so richtig kapiert ist, dass Negierungen intern ausgeblendet werden, hab das schon mal Larry gemailt, aber bis jetzt noch keine Antwort erhalten. Viel Spass am Teddy, habe ich an einem Freitag Nachmittag erfunden.

  • Lilalu am 27.05.2015 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie

    Nein Danke. Will meinem Kind das nicht antun. Es soll doch nicht rund um die Uhr beobachtet werden.

  • schwangere am 27.05.2015 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    gehts noch?

    und dann wundern sich eltern wieso ihre kinder schon so früh unter Stess, Depresssionen und Burnout Symptomen leiden. Würde ich auch wenn ich ständig überwacht würde....

  • 1984 am 27.05.2015 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Solche Kinder werden später bei anderen Leuten ganz ungeniert ins Schlafzimmer schauen und nicht einmal merken, was sie falsch machen. Ich gehe davon aus, dass diese verdeckte Überwachung bei uns strafbar ist, wenn es sich nicht um Kleinkinder im Vorschulalter handelt.

  • Mami am 27.05.2015 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlt da nicht das Kuscheln?

    Und Mutternähe? Ein Teddy mit "Remote-Control" schafft eher Distanz als kuschelige Nähe. Wesentliches kommt wo möglich für das spätere Leben zu kurz. Brave neue Welt?