App Store

19. Februar 2010 14:02; Akt: 31.03.2010 13:51 Print

Endgültiges Aus für Erotik-Apps

Apple hat die Richtlinien für die Zulassung von Apps verschärft. Mehrere Programme, die mittlerweile aus Apples Sicht zu freizügige Bilder zeigen, wurden nachträglich wieder rausgeschmissen.

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«Wooble iBoobs» ist eine der Apps, die nach Monaten aus dem App Store gelöscht wurde.

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Apple duldet seit Start des App Stores keine nackten Tatsachen. Applikationen, die Frauen knapp bekleidet zeigen, waren bislang für die Zensoren kein Problem. Offenbar sind auch Bikinibilder und andere Applikationen, die in Richtung Erotik gehen, den Store-Verantwortlichen inzwischen aber nicht mehr genehm. So wurde Jon Atherton, Entwickler der App «Wobble iBoobs», schriftlich informiert, dass sein Programm entfernt wurde, obwohl es zuvor monatelang im Angebot gestanden und insgesamt 970'000 runtergeladen worden war.

«Der App Store entwickelt sich weiter und somit auch unsere Richtlinien. Ihre App enthält Inhalte, die wir ursprünglich für konform gehalten hatten. Da wir aber wegen solcher Angebote zahlreiche Beschwerden von Usern erhalten haben, wurden die Richtlinien nun angepasst. Davon betroffen ist auch Ihre App. Danke für Ihr Verständnis», ist in der Mitteilung zu lesen.

Atherton leitete das Schreiben an das IT-Newsportal TechCrunch weiter, wo der Fall publik gemacht wurde.

Update 22.02.: ZDNet-Blogger Adrian Kingsley-Hughes schreibt unter Berufung auf chilifresh.com, dass Apple etwa 5000 Apps mit erotischen Inhalten aus dem App Store entfernt haben soll. Die Entwickler seien nicht informiert worden.

Gegenüber der «New York Times» sagte Apples Marketing Chef Phil Schiller, dass sie sich aufgrund sich mehrender Beschwerden zahlreicher Frauen und Eltern zu diesem Schritt entschieden haben. Die ganze Aktion kommt allerdings ein bisschen heuchlerisch daher. Denn weder die Playboy-App, noch die mit Bikini-Girls gespickte App von Sport Illustrated wurden bislang aus dem Angebot genommen.

(mbu)