Cortana

08. Dezember 2014 15:59; Akt: 08.12.2014 16:01 Print

Windows-Computer lernen sprechen

Microsoft bringt mit dem neusten Windows-Betriebssystem die Sprachassistentin Cortana auf den Desktop-PC. Tastatur und Maus werden aber noch lange nicht überflüssig.

Microsoft zeigt bereits, wie die Sprachassistentin Cortana auf dem Desktop-PC aussehen wird. (Quelle: YouTube/Winbeta)
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Bis Windows 10 erhältlich sein wird, dauert es noch mindestens bis zum Spätsommer 2015. Microsoft führt mit dem Launch des neuen Systems auch die Sprachsteuerung Cortana für Windows-PCs ein, wie der Windows-Blog Winbeta berichtet.

Bisher kam Cortana nur in der mobilen Version von Windows zum Einsatz. Auf Smartphones und Tablets kann man Cortana Fragen stellen und bekommt eine von der Computerstimme gesprochene Antwort – wenn auch nicht immer mit dem gewünschten Resultat, weil das System noch nicht fehlerfrei funktioniert.

PC-Befehle per Sprache

Cortana für PCs befindet sich noch im Entwicklungsstadium und soll bis zur Veröffentlichung noch wesentlich mehr Funktionen erhalten als zum momentanen Zeitpunkt. So sollen per Sprachbefehle unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden können wie zum Beispiel Programme öffnen, Skype-Anrufe starten, Kalendereinträge verwalten, den Musikplayer starten oder Notizen und SMS diktieren.

Weil gerade die Diktierfunktion sowohl bei Cortana als auch bei Apples Siri oder Google Now noch nicht fehlerfrei funktioniert, bleibt man für die Texteingabe auch weiterhin auf eine Tastatur angewiesen. Und da durch manuelles Klicken wahrscheinlich schneller ein Programm geöffnet werden kann als per Sprachbefehl, wird auch die Maus weiterhin auf dem Schreibtisch liegen bleiben. Insbesondere Menschen mit einer Behinderung könnten aber von der PC-Sprachsteuerung profitieren.

In der aktuellen Demo-Version wird Cortana auf dem PC aufgerufen, indem in der Taskleiste unten Links auf den Such-Button geklickt wird. Für Windows Phone gibt es Cortana seit letzter Woche auch auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Künftig soll die Sprachassistentin sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop-PC dieselben Dienste leisten können wie Siri oder Google Now.

(ray)