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20. Januar 2014 15:37; Akt: 20.01.2014 15:38 Print

Smartphone telefoniert per Festnetz

Panasonic verschmelzt das Handy mit dem Heimtelefon. Die Geräte-Kombination ist ganz praktisch, hat aber auch ihre Tücken.

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Wie angenehm wäre es, wenn auf dem Festnetztelefon zu Hause alle Kontakte verfügbar wären, die auch auf dem Smartphone gespeichert sind. Mit dem Panasonic KX-PRX150 ist dies möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Festnetzapparaten, die sich nicht mit bestehenden Adressbüchern und Telefonlisten synchronisieren lassen, greift das Panasonic-Gerät dank Android-Betriebssystem auf alle Kontakte, Kalender und andere Daten zu, die man in seinem Google-Konto gespeichert hat.

In das Zwitter-Gerät kann eine SIM-Karte eingelegt werden – es funktioniert also einerseits als voll funktionsfähiges Android-Smartphone, mit dem sämtliche Apps aus dem Google Play Store genutzt werden können. Ist man zu Hause, verbindet es sich aber auch mit der Panasonic-Basisstation, sodass man das Gerät auch als Festnetztelefon verwenden kann.

Verpasste Festnetz-Anrufe auf dem Display

Per App aktiviert man die Festnetz-Funktion. Sogleich verbindet sich das Gerät mit dem Netz der Basisstation. Wählt man eine Nummer, kann man auch den Mobilfunk als favorisiertes Netz auswählen. Praktisch: Kommt man mit dem Smartphone nach Hause, werden die verpassten Festnetzanrufe automatisch angezeigt. Um Energie zu sparen, lässt sich die Festnetz-Funktion unterwegs deaktivieren.

Für Einpersonenhaushalte erübrigt sich mit dem Panasonic KX-PRX150 also ein Zweitgerät fürs Festnetz. In einem Mehrpersonenhaushalt müssen entweder weitere Personen das gleiche Android-Smartphone-Modell benutzen, oder es werden andere Mobilteile hinzugekauft. Weil die Basisstation GAP-kompatibel ist, können auch Hörer anderer Hersteller verwendet werden. Es können bis zu sechs Mobilgeräte auf die Basisstation zugreifen. Ein Anrufbeantworter ist integriert. Weil sich das Smartphone auch per WLAN verbindet, kann es die entsprechenden Internet-Dienste nutzen. Dank der Frontkamera (0,3 Megapixel) lässt es sich beispielsweise auch zum Videotelefonieren per Skype benutzen.

Retro-Smartphone

Das Android-Gerät KX-PRX150 von Panasonic sieht aus wie ein Smartphone aus dem Jahr 2012. Der Bildschirm ist mit nur 3,5 Zoll recht klein und die Auflösung von 480 x 320 Pixeln ungewohnt tief, zudem ist die Android-Version 4.0.4 bereits veraltet. Auch die 2-Megapixel-Kamera lässt zu wünschen übrig. Als Smartphone hinkt das KX-PRX150 der Konkurrenz ganz schön hinterher, als Festnetztelefon hingegen ist es ein Top-Gerät mit vielen Zusatzfunktionen. Wer also unterwegs und zu Hause dasselbe Gerät nutzen möchte, findet im Panasonic KX- PRX150 die perfekte Lösung. Ähnliche Geräte gibt es zurzeit noch kaum. Legt man aber mehr Wert auf die mobile Nutzung mit einem modernen Smartphone, gibt es bessere Alternativen und man benutzt halt zwei verschiedene Geräte.

Das DECT-Telefon gibt es in zwei Ausführungen. Das KX-PRX150 ist mit 3G ausgestattet – es kann also mit einer SIM-Karte ausgestattet und auch unterwegs als normales Android-Smartphone verwendet werden. Das Modell KX-PRX120 ohne 3G ist lediglich für den Einsatz zuhause konzipiert, arbeitet aber ebenfalls mit dem Android-Betriebssystem und kann alle Android-Apps nutzen. Das KX-PRX150 kostet 269 Franken, das KX-PRX120 ohne 3G 229 Franken.

(ray)