Trainingshelfer

22. Juli 2014 08:40; Akt: 22.07.2014 12:03 Print

Neue Sportuhr kommt ohne Brustgurt aus

Anders als andere Jogging-Uhren misst die Tomtom Runner Cardio den Puls erstmals direkt am Handgelenk. Sie informiert detailliert übers Training, taugt aber nicht zum Navigieren.

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Mit der Runner Cardio Sportuhr von Tomtom ist es nicht mehr nötig, beim Training einen lästigen, kneifenden Brustgurt für die Herzfrequenzmessung zu tragen. Auf der Unterseite der Uhr befinden sich zwei optische LED-Sensoren, die den Blutvolumenfluss unter der Haut messen und daraus den aktuellen Puls berechnen.

Im direkten Vergleich mit einer Uhr, die einen Messgurt verwendet, ist die Abweichung gering. Auch wenn Brustgurt-Messung vielleicht etwas genauer ist, reicht die optische Messung am Handgelenk fürs Training vollends aus. Allerdings ist es nötig, dass man das Armband sehr eng anliegend anzieht. Unterwegs informiert ein Vibrationsalarm, wenn man zu schnell oder zu langsam unterwegs ist. Auf diese Weise kann man stets in seinem geplanten Pulsbereich trainieren.

Streckenaufzeichnung und Trainingsdaten

Dank ihres GPS-Moduls speichert die Cardio Runner die Laufstrecke und zeigt sie entweder in der Tomtom-App auf dem Smartphone oder auf der MySports-Website an. Voraussetzung dafür ist, dass man die Uhr via Bluetooth mit der App auf dem Smartphone synchronisiert.

Neben der Laufstrecke auf der Tomtom-Karte liefern die App und das Online-Portal diverse Auswertungsdaten des Trainings. So können etwa die Höhe über Meer, der Verlauf der Herzfrequenz über die gesamte Strecke, die verbrauchten Kalorien oder das Tempo (Min/km) abgelesen werden.

Indoor-Training ohne GPS

Damit man Strecke und Geschwindigkeit auch beim Indoor-Training ohne GPS-Verbindung – beispielsweise auf dem Laufband – messen kann, ist die Uhr mit Sensoren ausgerüstet, die die entsprechenden Werte mittels Bewegungen berechnen.

Anders als man von Tomtom gewohnt ist, hat die Trainingsuhr kein eingebautes Navigationssystem. Dies ist zwar für eine reine Jogging-Uhr nicht nötig, doch kann eine solche zusätzliche Funktion, wie sie teilweise bei anderen Uhren vorhanden ist, beim Wandern oder beim Trail Running in unbekannter Gegend nützlich sein. Die Tomtom-Uhr ist nicht gedacht für mehrtägige Touren: Die Batterielaufzeit wird mit maximal acht Stunden angegeben, wenn GPS aktiviert ist.

Keine Alltagsuhr

Die Runner Cardio ist relativ leicht und liegt mit dem Kunststoff-Armband angenehm am Handgelenk. Sie ist auch weniger klobig als ähnliche Produkte. Doch ist sie nicht gerade eine Schönheit, sodass man sie nach dem Training kaum auch im Alltag anziehen möchte. Dafür ist das Display angenehm gross und auch beim Training gut ablesbar.

Dass die Uhr keinen zusätzlichen Brustgurt benötigt, scheint auch den Schweizer Marathonstar Viktor Röthlin zu beeindrucken. «Mit dem neuen Herzfrequenz-Sensor unter der Uhr fällt endlich der lästige Brustgurt weg», wird der neue Tomtom-Markenbotschafter in einer Mitteilung zitiert.

Die Einstellungen werden über einen Vier-Weg-Bedienungsknopf vorgenommen, mit dem sich die Uhr auch bei erhöhtem Puls noch relativ gut bedienen lässt. Die Tomtom Runner Cardio ist wasserdicht bis 50 Meter und kostet 329 Franken.

(ray)