Hardware-Test

16. Mai 2015 14:28; Akt: 16.05.2015 18:49 Print

Macbook – die Suche nach dem Anschluss

Es hat nur einen Anschluss, kommt dafür auch in Gold. Mit dem neuen Macbook muss man Kompromisse eingehen. Ist Apple damit zu weit gegangen?

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Das Motto «Cut the Cord» hat Apple mit dem Macbook umgesetzt. Das Mini-Notebook hat – abgesehen von der Kopfhörerbuchse – nur noch einen einzigen Anschluss für ein Kabel. Auf der linken Seite befindet sich der USB-Anschluss Typ C. Spätestens in zwei bis drei Jahren soll sich dieser Standard durchsetzen.

Das sind gute Neuigkeiten. Denn der Stecker ist reversibel, kann also nicht mehr falsch herum eingesteckt werden. Die Durchsatzrate von Daten ist gross: Bis zu zehn Gb/s liegen drin. Und: Der USB-Typ C ist ein offener Standard. Das heisst, ein Ladekabel wird in Zukunft ausreichen, um Notebook, Smartphone und weitere Gadgets mit Strom zu versorgen. Doch so weit ist es noch nicht.

Adapter gefällig?

Zurück in die Gegenwart. Kann man mit dem Notebook, das einen einzigen Anschluss verbaut hat, überhaupt arbeiten? Das Fazit nach einer Woche: absolut – wenn man sich vor dem Kauf darüber im Klaren ist, was das bedeutet. Die Bedingung ist nämlich, dass man mit dem Gerät so viele Tasks wie möglich drahtlos erledigt. Will man etwa seinen Drucker mit einem herkömmlichen USB-Anschluss betreiben, wird ein Adapter fällig.

Auch um Monitore an das Gerät anzuschliessen, gibt es Adapter. Bei Apple kosten diese zwischen 20 und 90 Franken. Günstigere Alternativen werden folgen. Derzeit läuft etwa auf der Crowdfunding-Plattform eine Finanzierungsrunde für den Hub+, der alle bekannten Anschlüsse zurück ans Macbook bringt. Kostenpunkt: 79 Franken.

Klick und Klack

Aufgrund der dünnen Bauweise musste Apple Tastatur und Trackpad überarbeiten. Die Tasten haben etwas weniger Spielraum als etwa beim Macbook Air und der Anschlag ist härter. Dies, weil neue eine Technik eingesetzt wird. Apple nennt es Schmetterlings-Mechanik. Ist das Tippen anfangs auf der (Full-size-)Tastatur noch etwas ungewohnt, hat man sich innerhalb kurzer Zeit daran gewöhnt.

Neu ist auch das Trackpad: Dieses funktioniert nicht mehr mechanisch, sondern mit einem kleinen Elektromagneten. Das ermöglicht das Klicken – egal wo auf dem Trackpad – mit exakt gleich viel Widerstand. Zudem kann man sich durch verschiedene Klick-Ebenen durchklicken, was neue Arten der Bedienung zulässt.

So funktionert das Force-Touch-Trackpad. (Video: Youtube/Thetechnologicals)

Prozessor und Display

Den Takt gibt ein Intel-M-Prozessor an. Das ist zwar kein ultimativer Kraftprotz, wer aber keine Games zockt oder aufwändige Renderings betreiben will, stösst damit kaum an Grenzen. Der verbaute Chip bringt die Leistung, ohne zu viel Wärme zu produzieren. Darum ist das Macbook das erste Apple-Notebook, das ganz ohne Lüfter auskommt.

Beeindruckend ist das Diplay: Mit einer Auflösung von 2304 x 1440 Pixeln lassen sich die mehr als drei Millionen Pixel von Auge einzeln nicht erkennen. Der Umstieg nach dem Test auf ein Non-Retina-Screen fiel schwer.

Neben dem klassischen Silber gibt es das Gerät auch in dunklem Grau und Gold. Letztere Variante ist laut einem Apple-Mitarbeiter vor allem in Russland, aber auch in der Schweiz beliebt. Abzielen dürfte die Gold-Version vor allem auf den chinesischen Markt, wo Geräte in Gold reissenden Absatz finden.

Das Fazit

Mit dem Macbook hat Apple ein schickes Stückchen Zukunft gebaut. Wer ein portables Notebook mit hochauflösendem Display sucht, um im Internet zu surfen und E-Mails zu verschicken, wird mit dem Gerät glücklich – ein dickes Portemonnaie vorausgesetzt (ab 1399 Franken). Wer auf Anschlüsse für Peripherie angewiesen ist oder mobil Videos schneiden will, sollte sich nach einer Alternative umsehen. So gibt es etwa das leistungsfähigere Macbook Pro (13“) zum gleichen Preis.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • moin moin am 16.05.2015 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    kindergarten tag für tag...

    wem's nicht passt solls einfach nicht kaufen, nicht den artikel lesen, nicht die werbung schauen, nicht beim kollegen damit spielen, nicht die wertvolle zeit mit hass-tiraden verplämpern, ... . es wurde noch nie jemand gezwungen diese oder jene marke zu kaufen. kauft euch was ihr mögt, und lasst den anderen ihren frieden und ihre freude mit den produkten die sie mögen.

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  • Patric Flück am 16.05.2015 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein blick in die Zukunft.

    Jeder Informatiker träumt von "einem Kabel für alles". Es ist die einzig wahre alternative zum Kabelwahn der letzten 30 Jahre. Der Massenmarkt ist noch nicht bereit für diesen Schritt, aber Apple zeigt uns zumindest einen Blick in die Zukunft.

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  • Robi am 16.05.2015 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das Seine

    Also bin kein Applefan! Ja habe auch kein iPhone! Aber vor 6 Jahren habe ich mich für einen Macbook Pro entschieden und habe ihn immer noch! Läuft noch gut und ist gut in Schuss!! Vorher mit Acer und HP Probleme gehabt! Aber eben jedem das Seine :)) Hauptsach, alle sind glücklich:))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ni13 am 17.05.2015 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple keine Neuheiten mehr!!

    Apple ist nicht mehr so gut wie früher!Es gibt keine Neuheiten mehr, alles immer sehr ähndlich. Eines der besten Notebooks ist das Dell xps 13!Mit Windows 10 wird dies die beste Alternative zum Mac book sein.

  • N. G. am 17.05.2015 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt zweierlei Apple-Kunden

    Ich denke es gibt zwei Zielgruppen von Apple-Kunden. Designaffine, spielorientierte, die vor allem das modische Gadget suchen, vorwiegend Surfen und sich unterhalten möchten. Dann gibt es die traditionellen Apple-Kunden, die vor allem mit den nach wie vor hervorragenden Apple-Computern ernsthaft arbeiten möchten. Auch Profis. Für letztere taugen die neuesten flundernhaften Notebooks mit immer weniger Anschlussmöglichkeiten wenig. Apple müsste sich gut überlegen, ob sie sich vom professionellen und semiprofessionellen Kundenkreis verabschieden möchte.

  • dani am 17.05.2015 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frage an alle informatiker

    Habe einen mac-mini läuft einwandfrei und stabil, sowie einen laptop von hp der immer schlechter läuft. warum? kann mir das mal jemand erklären? benutze beide hauptsächlich für musik produktion, nur der hp taugt immer weniger dazu. an all die ip-spezialisten die grosse frage wieso? sind beide geräte gleich alt. der hp braucht nur schon ca. 10min bis er in die gänge kommt. warum? was mache ich falsch bzw. warum das? auf dem mini läuft einfach alles reibungslos. beide haben ein alter von ca. 3 jahren. danke für alle konstruktiven antworten im voraus.

  • fritz am 17.05.2015 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu truer

    Bin zwar alter Mäcianer aber das neue Zeug gefällt mir nicht mehr. Zu Teuer.

  • Peter Mayer am 17.05.2015 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Tablet zum Preis eines Notebooks

    Das ist technisch gesehen nicht viel mehr als ein Tablet mit eingebauter Tastatur. Sehr langsam und selbst für Apple Verhältnisse viel zu teuer.