Mathieu «Maniac» Quiquerez

15. Oktober 2019 17:16; Akt: 16.10.2019 09:13 Print

«Counter-Strike» ist nicht nur ein simples Ballerspiel

Die Taktik-Shooter-Serie «Counter-Strike» begeistert seit bald 20 Jahren die Gaming-Welt. Ex-Profi-Gamer Maniac erklärt, was das Spiel ausmacht.

Das Highlight-Video der «CS:GO»-Qualifikationsspiele in der Swisscom Hero League. Kommentiert von Maniac. (Video: Swisscom)
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Zwei Teams, je fünf Spieler und ein Ziel: den Gegner überlisten. Was für Laien zunächst wie ein hirnloses Geballer aussieht, hat spielerische Tiefe, die den E-Sport im Shooterbereich bis heute prägt und beeinflusst. «Counter-Strike: Global Offensive», kurz «CS:GO», nimmt seit seiner Veröffentlichung 2012 eine wichtige Stellung im kompetitiven Gaming ein und gilt als König der Shooter-Games. Nun hat auch die Swisscom Hero League dem Spiel eine Liga gewidmet.

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Doch was steckt hinter dem Spiel und weshalb begeistert es seit Jahren die Gamer und Fans? Das weiss kaum einer besser als Mathieu «Maniac» Quiquerez. Er spielte mehrere Jahre professionell «Counter-Strike» und gehörte zu den Besten der Welt. Seit 2018 ist Maniac bei E-Sport-Spielen international als Analyst oder Berater tätig.

Mathieu, was hebt «CS:GO» von einem simplen Ballerspiel ab und macht es zu einem taktischen Shooter?
Es fängt bereits beim Spielprinzip an. Zwei Teams à fünf Spieler kämpfen gegeneinander in weitläufigen, verwinkelten Gebieten. Die Terroristen gegen die Anti-Terror-Einheiten. Es gibt Dutzende von Möglichkeiten, wie die Spieler vorgehen können. Jeder der fünf Spieler hat eine bestimmte Rolle, die er perfekt ausführen muss. Wer einfach reinrennt, hat bereits verloren.

Wie müssen Profi-Spieler also vorgehen?
Die Terroristen platzieren eine Bombe und verteidigen diese, die Anti-Terror-Einheiten müssen die Terroristen eliminieren oder die Bombe entschärfen. Das verteidigende Team muss clever entscheiden, wie und wo es sich und die Bombe platzieren will. Das angreifende Team muss strategisch festlegen, wie es durchbrechen will. Das Ganze verleiht dem Spiel eine taktische Tiefe.

Was macht den Unterschied zwischen einem Profi und einem Gelegenheitsspieler aus?
Grundsätzlich gibt es mehrere Punkte, bei dem die Profis die Nase vorn haben. So beherrschen sie die mechanischen Fähigkeiten, schnelles und präzises Zielen mit der Maus. Auch ihre Reflexe sind um einiges schneller.

Was noch?
Ein grosses Spielverständnis. Hier ist der grösste Unterschied ersichtlich. Profis wissen, wie und wann sie auf bestimmte Situationen zu reagieren haben. Sie antizipieren die Strategie der Gegner, schauen voraus. Schliesslich ist die Kommunikation zwischen den Spielern wichtig. Sie bestimmt, wie koordiniert ein Team vorgeht – besonders bei einem so schnellen Spiel.

Wie hält sich «CS:GO» denn als E-Sport?
«Counter-Strike» hat sich im kompetitiven Gamen bis heute bewährt. Die Spielerzahlen sind in einem Hoch. Das ist eine beachtliche Leistung für eine so alte Spieleserie.

Woran liegt das?
Die Jugend von heute ist immer noch begeistert von dem Spiel, es ist ein Shooter der sich gut gehalten hat. 15-Jährige spielen zusammen mit 30-jährigen Veteranen, für mich eine einzigartige Eigenschaft der Szene.

Wird sich das Spiel auch vermehrt in der Schweiz etablieren?
Auf jeden Fall. Immer mehr Leute kontaktieren mich, um sich über mögliche Ligen zu unterhalten. Mit der Swisscom Hero League haben wir nun einen finanzstarken Veranstalter hinter dem E-Sport. Die «CS:GO»-Szene ist so aktiv wie noch nie.

(rca)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JKufo am 15.10.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    i lov ittt

    Ich spiele selber bereits seit 4 Jahren aktiv csgo. Macht mega spass mit Kumpels zu zocken, sich taktiken zu überlegen usw. Besser als sich jeden Abend gelangweilt vor dem Fernsehr rumzuschauen. :)

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  • Benga am 16.10.2019 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1.6

    CS 1.6 mit low rates dass waren noch Zeiten.

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  • Martin am 16.10.2019 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Veteranen

    15-Jährige spielen zusammen mit 30-jährigen Veteranen :-) Ich bin 51 und spiele es auch noch ab und zu.

Die neusten Leser-Kommentare

  • PROLLTRASH am 16.10.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    spiele mehrheitlich alleine. und meine kollegen würden sowas leider nie zocken. daher fange ich mit cs wohl nicht mehr an. deshalb lieber battlefield bc2 oder 3 oder 4. die neueren teile sind nicht so meins. counter strike ist mir etwas zu trocken. da opfere ich lieber das teamplay zugunsten von vielfältigen möglichkeiten und ein bisschen optik muss schon sein. ausserdem mag ich den bulletdrop von bf.

  • Mensch am 16.10.2019 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    CS:GO

    Habe das Spiel gerne gespielt aber leider werden es immer mehr Hacker auf den Servern und das hat mir die Lust am Spiel genommen schade eigentlich. BF3/4 sind deutlich besser aber leider ist das Team Play überall nicht der Hammer.

  • Martin am 16.10.2019 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Veteranen

    15-Jährige spielen zusammen mit 30-jährigen Veteranen :-) Ich bin 51 und spiele es auch noch ab und zu.

  • Klick Klick am 16.10.2019 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Zielen mit der Maus

    Ist in etwa so als würde ich immer ein Word File oder sonst was anklicken. Einfach langweillig. Richtige Könner spielen mit einem Pad.

    • Reto am 16.10.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Hehe

      Mit dem Analog-Stick macht man ja zum Glück keine Roboter-Bewegungen. Kommt mir immer Robo-Dance in den Sinn.

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  • Rolando am 16.10.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ich liebe es

    CSGO macht einfach Spass und ich spiele es heute noch! Am meinsten Freude habe ich, wenn ich Amis abknalle.