Gamen als Schulsport

18. Februar 2020 20:44; Akt: 19.02.2020 11:25 Print

«Der E-Sport wird im Unterricht thematisiert»

In den USA und in Asien ist E-Sport bereits ein Bestandteil des Bildungsangebots. Und wie sieht es eigentlich an Schweizer Schulen aus?

Eindrücke aus dem E-Sport-Alltag an Highschools in den USA. (Video: playVS)
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Während 14-jährige US-Schüler «Fortnite»-Wettkämpfe bestreiten, rätseln Lehrer hierzulande immer noch über die Bedeutung des Begriffs E-Sport. An den Highschools bilden die Schüler Teams, bestimmen Spiele und treten mit- und gegeneinander an – sei es im Schulsport, an einem Event oder durch externe Organisatoren. Letztere sind Instanzen wie PlayVS und die High School Esports League, die Tausenden US-Schulen unter die Arme greifen.

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Auch Spielentwickler Epic Games unterstützt mit seinem Battle-Royale-Shooter «Fortnite» den offiziellen Highschool- und College-Sport. Zusammen mit dem E-Sport-Veranstalter PlayVS organisieren sie für die Jugendlichen Turniere. So gibt es auch Wettkämpfe zwischen einzelnen Schulen.

Und bei uns?

In den Schweizer Schulen steckt der E-Sport hingegen noch in den Kinderschuhen. «Unseres Wissens ist E-Sport an den Schulen noch kein Thema», sagt Tatjana Stocker von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich. Man könne sich aber vorstellen, dass das Thema in der Informatikausbildung behandelt werden könnte.

Der St. Galler Schulleiter Marco Käppeli organisierte 2018 am Digitaltag einen E-Sport-Tag für alle städtischen Oberstufenschulen. Seitdem habe man aber den E-Sport in keiner Form in den Schulalltag integriert. «Ein grosses Thema ist aber der Umgang mit digitalen Medien», sagt Käppeli. «Wir haben dafür das Fach Medien und Informatik, wo auch der E-Sport thematisiert wird.»

Für die nationale Plattform Jugend und Medien ist der E-Sport ein Thema, das sich auch hierzulande weiterentwickeln wird. Auch für sie ist kontrollierte Aufklärung in der Schule aber von Bedeutung: «Es ist wichtig, dass die Eltern und Schulen den Schülern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen verhelfen.»

Was hältst du von E-Sport an Schulen? Wären Gaming-Wettkämpfe zwischen Schweizer Schulen ein zeitgemässes Format oder zu viel des Guten? Schreib uns deine Meinung in den Kommentaren!

(rca)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • vorfeudiger am 18.02.2020 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    popcorn

    scrollt nur weiter, ich lese nur die kommentare.

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  • Tom am 18.02.2020 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinderschuhe...

    Seit wann gibt es an schweizer Schulen Informatikunterricht, der den Namen verdient? Eine Lektion pro Woche während eines Jahres zählt übrigens nicht.

  • Fibo am 18.02.2020 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt verblödet

    Lernt besser wie man so ein Game programmiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dä Jesus am 20.02.2020 23:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schulsport war Horror

    Gamen als Schulsport? Warum hat es das nicht schon früher gegeben! Wir mussten jeden Mittwoch zwei Lektionenl Fussball spielen, ausnahmslos jeden Mittwoch, 90 Minuten dieses grässliche Spiel, nur weil die hälfte der Klasse im FC war und der Sportlehrer nicht in der Lage war ein eigenes Programm aufzustellen.

  • DT am 20.02.2020 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Biereweich

    Schule ist zum lernen da und für nichts anderes. Was kommt als nächstes?! Die vorbereitung wie man am besten Influencer wird, oder wie man am besten Staatsschmarotzer wird. Echt so ein Schwachsinn, sollte man alle freistellen die sowas gut finden und umsetzen wollen.

  • Lara am 20.02.2020 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Sport

    E-Sport ist kein richtiger Sport! Da könnt ihr es drehen und wenden wie ihr wollt.

  • Lea B. am 20.02.2020 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werde ich nicht mitansehen

    Geht es eigentlich noch?! Mein kind soll gefälligst in der Schule was lernen, damit er einen anständigen beruf in seinem späteren leben nach gehen kann. Ich bezahle kein Schuluntericht dafür das sie dann gamen. Gamen können sie zuhause sofern die Erziehungsberechtigen Eltern das möchten und erlauben. Die Schule ist auch nicht mehr das was es einmal war. Gamen ist kein Untericht und auch keine Erziehung, also Lehrer macht das wofür ihr bezahlt werdet.

    • Solothurner am 20.02.2020 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      Bezahlen

      Wenn du wüsstes, was man als E-Sportler verdienen kann, würdest du wohl auch anderst reden.

    • Karli Inux am 22.02.2020 06:31 Report Diesen Beitrag melden

      Lea B.

      Ist Ihnen klar wie viel ich als Informatiker verdiene. Das ist dreist mein Beruf als nicht anständiger Beruf zu bezeichnen. In welchem Zeitalter leben Sie den. Aber lassen Sie Ihr Kind nur im glauben, es wird ein Kunde meines Kindes in zukunft sein. Danke für diese Investition in meine Familie.

    • Mike am 25.02.2020 15:15 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      Das ist echt peinlich, was Sie hier schreiben. Traurig wie verschlossen und konservativ Schweizer bei diesem Thema sind... und übrigens: Seit wann bezahlt man in der Schweiz für die staatliche Bildung? Selten sooo was dummes gelesen...

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  • Peter Panther am 19.02.2020 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Irren im Cyberspace

    Den Schülerinnen und Schülern anständiges soziales Verhalten und den Umgang mit alltäglichen Dingen sowie Situationen verbunden mit Einsatz in der Praxis beizubringen, wäre sinnvoller und würde sie in ihrer Reife weiterbringen als dieses auf die irren Amerikaner zugeschnittene Wetteifern im Cyberspace.