Schlachtfeld E-Sport

13. Februar 2020 15:17; Akt: 13.02.2020 15:17 Print

Der Streit um Superstars und Millionen eskaliert

Jede Liga will sie: Die besten E-Sport-Teams im «CS:GO». Aus dem Kampf ist in diesem Monat ein Krieg geworden. Auch wegen der neuen Flashpoint-Liga.

Eine neue Liga mischt die «CS:GO»-Szene auf. (Quelle: Flashpoint)
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Flashpoint ist eine sogenannte Franchise-Liga. Die Idee ist nicht neu: Statt dass sich ein Team für eine Liga qualifiziert, kauft es sich in diese ein. Ein Blick in die USA zeigt, dass dies funktioniert – und das seit Jahrzehnten, sonst würde ein Superbowl-Ticket nicht mehrere tausend Dollar Kosten. Auch im europäischen Fussball haben Topteams wie Real Madrid oder Bayern München schon mit der Idee einer grenzüberschreitenden Superliga, die den Clubs gehört, geflirtet.

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Die «Counter-Strike»-Liga Flashpoint nimmt sich die US-Profiligen NHL und Co. als Vorbild und macht das Gleiche in der Shooter-Szene. Eine Handvoll Teams haben letzte Woche die erste «Counter-Strike: Global Offensive»-Franchise-Liga gegründet und sind damit vertraglich auch an diese gebunden. Zehn Teams können sich einkaufen, nur zwei können sich gratis qualifizieren.

Überfluss an Ligen

Was fest steht ist, dass es unvermeidlich zu Terminkollisionen mit den anderen Ligen Eleague, ESL Pro League und Blast Series kommen wird. Und bei den zehn «Franchise»-Teams dürfte die eigene Liga Vorrang haben. Die Teams verdienen ja schliesslich mit. Unklar ist bis jetzt, ob sie überhaupt noch irgendwo anders spielen dürfen.

Aufregung in den anderen Teams

Die älteste und grösste Liga im Feld, die ESL Pro League, hat angekündigt, sie wolle attraktiver werden. In einem neuen System hat sie das Teilnehmerfeld ohne Vorankündigung auf 24 Teams gekürzt – zum Unmut der Teams. Diese dürfen nun nicht mehr teilnehmen, obwohl sie sich eigentlich qualifziert hätten. Nach einem Shitstorm entschuldigte sich der ESL-Geschäftsführer Ulrich Schulze in einem Tweet.

Das ist aber nicht der einzige Skandal. Die Blast Premiere League hat ein Urgestein in Sachen Counter-Strike verärgert. Nämlich Fnatic, das in vielen E-Sport-Titeln zu den absoluten Topteams gehört. Das Team um Jesper «JW» Wecksell wurde von der Liga schlicht nicht eingeladen. Die Begründung: Die Blast Premiere League plane langfristig.

Neben Fnatic wurde auch Mousesports vergessen. Eine Organisation die immerhin schon seit den Nullerjahren zum Besten gehört, was Deutschland in Sachen «Counter-Strike» zu bieten hat. Die Pros müssen sich in Zukunft entscheiden, welche Liga für sie am interessantesten ist.

(mag)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fireheart01 am 13.02.2020 22:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da geht es nur noch um Geld

    Und wo bleibt die liebe zum Gamen und der Spass am Gamen! Wenn es nur noch ums Geschäft geht, nenne ich dies nicht mehr Gamen und es ist ein Hohn gegen alle die das Gamen lieben und es als Hobby betreiben!

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  • TB am 14.02.2020 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verständnislos

    Verstehe die Kommentare hier zum Teil nicht. Ein E sports Spiel anzuschauen ist im Prinzip das Selbe wie sich ein Fussballspiel anzuschauen. Mein Sohn schaut regelmässig League of Legends. Und ich sitze jetzt teilweise mit ihm vor dem TV und wir schuen die Spiele zu zweit anstatt dass er die Spiele aleine im Zimmen anschaut.

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  • Tie-Break am 14.02.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball/Tennis sind

    Brot und Spiele für den Pöbel, gesponsert vom den Mächtigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • bananana am 20.02.2020 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Sport

    traurig, wird immer mehr wie bei den körperlichen sportarten, nur noch geld geld geld

  • Sven O am 16.02.2020 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wind

    süd-wind 7km/h, böen 8 km/h

  • Herr Monte Signore am 14.02.2020 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    gwnau

    die Knaben solle zu Mami!

  • Tie-Break am 14.02.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball/Tennis sind

    Brot und Spiele für den Pöbel, gesponsert vom den Mächtigen.

  • TB am 14.02.2020 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verständnislos

    Verstehe die Kommentare hier zum Teil nicht. Ein E sports Spiel anzuschauen ist im Prinzip das Selbe wie sich ein Fussballspiel anzuschauen. Mein Sohn schaut regelmässig League of Legends. Und ich sitze jetzt teilweise mit ihm vor dem TV und wir schuen die Spiele zu zweit anstatt dass er die Spiele aleine im Zimmen anschaut.

    • Dan am 15.02.2020 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @TB

      Dasselbe? Das ist doch Mumpitz, anderen beim gamen zuzuschauen. Das wäre etwa zu vergleichen wie wenn ich statt am Fluss im PC-Game Goldwaschen würde. Aber eben, modern times.

    • m.h am 15.02.2020 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dan

      Du hast vermutlich nie selbst gespielt. Probier mal einige runden CSGO und vergleich dein gameplay mit den Profis, dann weisst du wieso es durchaus interssant ist ein Turnier zu schauen.

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