«CS:GO»-Skins

03. März 2020 12:15; Akt: 03.03.2020 12:15 Print

Dieses virtuelle Messer kostet 1750 Franken

von Marc Gerber - Ein rotes Maschinengewehr, Handschuhe und ein buntes Messer – Preis: 3000 Fr. In «Counter-Strike» wird legal Waffenschieberei betrieben.

«CS:GO»-Experte Michael Bieri (29) hat bereits mehrere Hundert Franken in virtuelle Gegenstände investiert. Er erklärt, wieso.
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Beim Waffenhändler schnell eine Kalaschnikow kaufen? Kein Problem. Der Skin-Markt im Taktik-Shooter «Counter-Strike: Global-Offensive» boomt seit Jahren und beschert Entwickler Valve Millionenumsätze. So viel, dass «CS:GO» zu einem Free-to-Play-Titel wurde.

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Hast du schon Geld für Skins ausgegeben?

Grundsätzlich bringen kosmetische Gegenstände wie Waffen, Handschuhe, Sticker oder virtuelle Bügelbilder keine Vorteile im Spiel. Trotzdem hat praktisch jeder Spieler in «CS:GO» irgendeine spezielle Waffe, auch wenn diese vielleicht nur ein paar wenige Franken gekostet hat.

Alles auf Rot

Die einfachste Methode, zu seinem Traummesser oder einer M4A1-S zu kommen, sind die offiziellen Waffenkisten, die der Spieler mit etwas Glück nach einem Match erhält. Die Kiste allein bringt allerdings nichts. Es braucht einen Schlüssel, um sie zu öffnen. Dieser kostet 2.50 Franken. In den Kisten sind meist eine Handvoll Waffen-Skins. Mit etwas Glück erhält man ein Messer oder, je nach Kiste, einen Handschuh. Die Chance dafür liegt aber bei weniger als einem Prozent.

Zeig mir deine AWP

Die momentan teuerste Waffe ist ein Survival-Messer für 1750 Schweizer Franken, aber auch die AWP «The Prince» gibt es für 1600 Franken im offiziellen Steam-Markt. Ausschlaggebend für den Preis ist vor allem die Rarität der Waffe. So wurde ein extrem rares Scharfschützengewehr, die AWP «Dragon Lore», auf einer inoffiziellen Tauschplattform für 60'000 Dollar verkauft. Bei solche Preisen wundert es nicht, dass es professionelle Skin-Trader gibt, die vom Tausch mit den Waffen leben.

Das sind die teuersten Skins

Wer risikofreudig ist, kann seine erspielten oder erkauften Skins auch als Währung einsetzen. Glücksspiel mit Skins boomt seit Jahren, und virtuelle Casinos locken Tausende «CS:GO»-Spieler an. Ob beim Roulette, bei Spielwetten oder beim klassischen Schere, Stein, Papier: Nicht selten werden Skins im Wert von über 1000 Franken verspielt. Wie ein richtiges Casino macht dieses bei jeder Transaktion Gewinn. Valve ist kein Fan dieser Online-Casinos und hat die AGB schon mehrfach angepasst, vielleicht auch deshalb, weil man damit kein Geld verdient.

Das Milliardengeschäft

Es gibt keine offiziellen Zahlen, aber mit dem Steam Market verdient Valve allein mit «CS:GO» Milliarden, da sind sich die Experten einig. So kann man seinen geliebten Skin auf dieser Plattform kaufen oder seine neu erspielte Waffe verkaufen. Das Geld bekommen die Verkäufer nach der Transaktion auf ihr Konto gutgeschrieben. Valve verdient bei jedem Verkauf einen kleinen Prozentsatz mit.

«CS:GO» ist kein Einzelfall

Der Handel mit virtuellen Gegenständen ist kein Phänomen, das ausschliesslich bei «CS:GO» auftritt. Auch in anderen Spielen wird getradet. Wie wäre es mit einer Schulmädchenuniform für 1800 Franken beim Battle-Royale-Shooter «PUBG»? Oder weisse Räder für dein Lieblingsauto in «Rocket League» im Wert von 400 Franken? Es sind keine Grenzen gesetzt, ausser denen im Portemonnaie.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Köbi am 03.03.2020 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    Solange es Leute gibt, die für ein Game soviel bezahlen... Ich find's lustig...

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  • Kalter Kaffee am 03.03.2020 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank

    Für News von vor- vorgestern. Das Thema ist bereits seit Jahren durchgekaut. Und ja auch im 2020 macht es keinen Sinn so viel Stutz für ein Skin auszugeben, auf der anderen Seite scheint es einen Markt dafür zu geben, sonst würde es nicht nach wie vor funktionieren.

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  • Fnord am 03.03.2020 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn nichts mehr bleibt...

    Wenn der Montior und der PC ausgeschalten und nichts mehr bleibt als die Erinnerung an Pixel ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lol am 04.03.2020 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Biba

    Wer kommt von bibanator xd

    • trollolo am 04.03.2020 19:49 Report Diesen Beitrag melden

      ich bin der coole junge

      Ich hehehehehehehee

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  • 3oo1 CaSip am 04.03.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Proud Guy

    Dann gibts auch welche, die in LoL Geld für Skins investieren.... ja bin stolz auf meine 5000 Franken ;)

    • Evil Grin am 04.03.2020 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @3oo1 CaSip

      Mein Beileid!

    • maoli am 04.03.2020 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Evil Grin

      er kann das in 1jahr. für 7000-8000fr verkaufen

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  • Anubis am 04.03.2020 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Geldanlage

    Es gibt im Moment keine bessere Wertanlage als CS:GO Waffenkisten. Die Kosten meist zwischen 0.03-0.05 Fr. im Steamstore und sind limitiert, da sie irgendwann nicht mehr droppen im Spiel. Kauft 1000 Kisten a .04 Fr. = 40Fr. Lasst die Kisten 2-4 Jahre auf dem Account liegen und verkauft dann auf einer Tradingsite (nicht Steammarkt!). Da bekommt man gerne 1.00 - 1.50 Fr. pro Kiste. = mind. 1000Fr. abzgl. 40 Invest gibt einen Reingewinn ohne Steuer von 960 Fr. Wo gibt's dass bei so kleinem Risiko (40Fr.)? Eben.

    • Antonov am 04.03.2020 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anubis

      Das Geld ist doch an Steam gebunden.

    • maoli am 04.03.2020 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Antonov

      es gibt externe märkte

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  • Cunt är Strike am 03.03.2020 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Und ich dachte immer die Fortnite Spieler sind die dümmsten;-)

    • ... am 04.03.2020 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Fork knife

      Wenigstens kann man seine items in cs weiterverkaufen.

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  • Phonseli am 03.03.2020 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Hahahahaha mehrere 100.- investiert und nennt sich Experte? Moment, muss nochmals lachen