Transmediales Spiel

15. Oktober 2013 10:53; Akt: 15.10.2013 10:53 Print

«Der Polder» verwandelt Zürich in eine Game-City

von Tobias Bolzern - «Der Polder» vermischt Realität mit virtueller Welt. Ab 24. Oktober können Spieler mit einer App in der Stadt Zürich in die düsteren Szenarien eintauchen.

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Eine holzige App, goldene Bohnen, süchtige Gamer: Die Geschichte des Games dreht sich um das fiktive Startup Neuro-X, das Gamer-Gehirne mit neuster Technologie ausspioniert. Im Geheimen arbeitet die Firma mit Militär, Geheimdiensten und Hirnforschungs-Zentren zusammen. Der neuste Wurf der Firma, das Spiel «Der Polder», ist ein Erfolg, verwandelt die Zocker aber in digitale Junkies. Einzig der Chefentwickler Marcus könnte die Probleme lösen, doch dieser ist spurlos verschwunden.

Hier kommen die realen Spieler zum Zug: Ab dem 24. Oktober können sie ins interaktive und transmediale Polder-Universum eintauchen. «An verschiedenen Standorten im Zürcher Kreis 5 müssen sie Hinweise zum Verschwinden von Marcus sammeln und Rätsel und Aufgaben lösen», sagt Kaja Eggenschwiler, Presseprecherin des Projekts. Eine Smartphone-App mit Holzoptik führt die Spieler mit gekritzelten Karten und Audioschnipseln zu den Stationen. «Dabei trifft man unter anderem mythologische Figuren, Avatare und süchtige Gamer», sagt Eggenschwiler.

Goldene Bohnen als Handicap

Gemimt werden diese von Schauspielern, die sich auch mal in Hyänen verwandeln oder gegen die man als Digi-Junkies Kegeln kann. So werden bekannte Theaterelemente und andere Erzähltechniken mit dem interaktiven Spielprinzip zu einer neuen Form verbunden. «Der Zuschauer steuert dabei selbst, wie aktiv er Teil des Projekts werden will», so Eggenschwiler.

Während des Spiels sammelt man sogenannte goldene Bohnen. Diese bekommt man als Belohnung für erfüllte Aufgaben. Mit den Bohnen können auch Figuren bestochen werden, um schneller Informationen zum Aufenthaltsort von Marcus zu erhalten. Mit den Bohnen sollte man allerdings sparsam umgehen. Denn wie bei einem virtuellen Spiel gibt es auch bei «Der Polder» einen Boss, hier in Form des Oberzockers Fritz, der weiss, wo Marcus steckt. Am Schluss des Spiels tritt man gegen ihn an, und ob man ihn besiegt, hängt davon ab, wie viele goldene Bohnen noch übrig sind.

2015 soll ein Film folgen

Gespielt werden kann «Der Polder» bis am 2. November (Final am 10. November). Start ist jeweils 18.30 Uhr im Basislager an der Aargauerstrasse 70 in Zürich. Voraussetzungen für das Spiel: «Warme Kleider und gute Schuhe, da einzelne Aufgaben draussen gelöst werden müssen», so Eggenschwiler. Tickets à 20 Franken können auf www.derpolder.com reserviert werden.

Entwickelt wurde das Spiel vom Künstler-Kollektiv 400asa, der Kamm(m)acher GmbH und «Neuro-X» in Zusammenarbeit mit Digital Brainstorming, Invisible Playground Berlin und anderen. Gespielt wurde schon in Bern und in Sils Maria. Neben dem Game ist auch ein Film mit einer Story aus dem «Polder»-Universum geplant. Die Dreharbeiten dazu fangen nächsten Frühling an. In den Kinos soll er voraussichtlich 2015 anlaufen.

Trailerpremiere zum interaktiven Spiel «Der Polder»
(Ausgabe Zürich)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Radkappenfrieda am 15.10.2013 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Cyberpunk Live-Rollenspiel

    Aha aha, ein Cyberpunk Live-Rollenspiel, wo man noch eine Aepp dazu braucht. Naja.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Radkappenfrieda am 15.10.2013 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Cyberpunk Live-Rollenspiel

    Aha aha, ein Cyberpunk Live-Rollenspiel, wo man noch eine Aepp dazu braucht. Naja.

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