Indie-Hype

11. August 2016 18:11; Akt: 11.08.2016 18:11 Print

«No Man’s Sky» – verloren im Weltraum

von Philipp Stirnemann - Dem Game «No Man’s Sky» fieberten die Fans monatelang mit Hochspannung entgegen. Hier der erste Eindruck vom Hype-Spiel des Jahres.

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Basen bauen für freundlicheres Feedback: Das mit viel Vorschusslorbeeren gestartete «No Man's Sky» hat viele Spieler enttäuscht. Jetzt reagiert Entwickler Hello Games mit einem Update auf die Kritik. Unendliche Weiten, unendliche Möglichkeiten: Im Open-World- oder besser Open-Space-Game «No Man's Sky» macht man sich ohne Story auf ins All und entdeckt Planeten, Tiere, Pflanzen und natürlich Aliens. Der feuchte Traum eines jeden Science-Fiction-Fans? Das monatelang gehypte Spiel wurde nach der Veröffentlichung auch von Game-Redaktoren auf der ganzen Welt gespielt. Der «Spiegel» etwa schrieb, es sei kein einfaches Spiel, weil man sich eigene Ziele setzen müsse. Die Erkundung des Weltall begeistere, sei aber «nicht für jeden etwas». Das erste Fazit: «Nach einer langen Nacht ist No Man's Sky zumindest eines noch nicht geworden: Langweilig.» Auch wenn das Schlafbedürfnis irgendwann über den Wunsch siegt, noch einen weiteren Planeten entdecken zu wollen. Viele Gameportale liessen ihre User am Test mehr oder weniger live teilhaben, indem sie Tagebücher mit den Erlebnissen bei «No Man's Sky» veröffentlichten. Hier Gamesradar.com. Er habe noch nie «etwas Vergleichbares» gespielt, schrieb der Autor nach zwei Tagen. Er frage sich aber, ob ihn das Spiel weitere 30 Stunden fesseln werde. Und: Ob das Game irgendwann einen Sinn ergebe. Der Autor von Pcgames.de entdeckte an seinem zweiten Tag erste Mängel am Spiel: «Die einzelnen Gameplay-Mechaniken funktionieren zwar in sich gut, aber sie wiederholen sich endlos. Was fehlt, sind spielerische Highlights und Momente, die uns wieder nach vorne pushen.» Zum kompletten Liebesentzug ist es aber noch nicht gekommen: «Was uns bei der Stange hält, sind der Umgang mit den Alien-Sprachen und die Suche nach dem Hintergrundwissen des Universums. Auch wenn das im Prinzip ebenfalls nur ein repetitives Abklappern von Rätselorten, Ausserirdischen, Monolithen und Wissenssteinen darstellt, ist es dennoch motivierend, hier Erfolge zu verzeichnen.» Die Frage aller Fragen: «Lohnt sich No Man's Sky?», titelte das deutsche Portal Giga.de. Richtig beantworten kann man die Frage noch nicht. «No Man's Sky» sei ein spezielles Spiel, dessen Langzeitwirkung in Frage steht: «Das Whoa der ersten fünf Stunden ist meine Zeit wert gewesen. Aber reicht die anfängliche Motivation, um Stunden mit dem wenig ausgereiften Gameplay zu verbringen?» Inzwischen hat sich unter den Spielern vor allem Enttäuschung breitgemacht. Das neue Update «Foundation» soll nun Besserung bringen.

Zum Thema
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Eines vorweg: Ein abschliessendes Fazit zum neusten Open-Space-Game «No Man’s Sky» zu diesem frühen Zeitpunkt abzugeben, wäre vermessen. Das würde dem Spiel – einem der meisterwarteten Games des Jahres – nicht gerecht. Zu gross ist der Titel, in dem man theoretisch 18 Trillionen verschiedene Planeten besuchen kann. 18 Trillionen? So sieht diese Zahl ausgeschrieben aus: 18'000'000'000'000'000'000.

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Zu Beginn strandet man mit seinem Raumschiff auf einer vom Game zufällig generierten Welt und muss als Erstes seinen fliegenden Untersatz wieder flottmachen. Dazu müssen Ressourcen gesucht werden. Mit dieser ersten Aufgabe beginnt sich das riesige Universum von «No Man’s Sky» dem Spieler nach und nach zu erschliessen, beziehungsweise der Gamer erschliesst die unendlichen Weiten Stück für Stück.

Ab ins All

Das Spiel kommt ohne grosses Intro-Brimborium oder eine Hintergrundgeschichte aus. Vielmehr ist es der Spieler selber, der seine ganz persönliche Weltraum-Story schreibt. Es gilt, neue Planeten und die darauf befindlichen Lebensformen zu entdecken und Rohstoffe abzubauen. Und natürlich kommt man auch in Kontakt mit Aliens. Wie die Ausserirdischen auf den Spieler reagieren, hängt davon ab, wie er sich ihnen gegenüber verhält.

Die ersten Stunden des Games verbringt man vornehmlich mit dem Sammeln verschiedener Gegenstände und Ingredienzien und kommt aus dem Staunen ob des riesigen Spieluniversums kaum noch heraus. Dies, obwohl die grafische Umsetzung von «No Man’s Sky» alles andere als über jeden Zweifel erhaben ist.

Ein weiterer Nachteil des Open-World-Games könnte zudem sein, dass das Spiel mit der Zeit trotz der enormen Grösse redundant wird. Ob dem so ist, das steht derzeit – nun ja – noch in den Sternen. Wie das schwer gehypte Game in der internationalen Presse abschneidet, erfahren Sie in der Bildstrecke.

«No Man’s Sky», Hello Games, für PS4 und PC, jetzt erschienen

Entwickler Sean Murray über das Spiel «No Man's Sky» (Video: Reuters)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Neo Cortex am 11.08.2016 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon viele Spiele wurden in den Himmel gelobt.

    Ich warte lieber 1x ab. Hätte lieber den Schwerpunkt auf Story & Dogfight's als auf looten & crafting. Von Hypes lass ich mich nicht verblenden. Battlefront, Destiny, the Division, AC alles wurde gehypt und ist gnadenlos abgestunken. No Man's Sky ist jedoch erfrischend anders. Ein Spiel das es so noch nicht gegeben hat. Kann mir jedoch vorstellen, dass die ständige Sucherei nach Resourcen ( was übrigens den Hauptteil des Spiels ausmacht ) auch 1x langweilen könnte

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  • Timo Grey am 11.08.2016 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Abwarten. Ich freue mich aufs Spiel. Ist mal was anderes. Die Zeit wird zeigen, wie lange das Spiel motivieren kann. Bin auf jeden Fall immer für neue Ideen zu haben.

  • vitalij am 11.08.2016 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habs, ist grossartig

    Das interessanteste ist dass durch eine "Zufallsrechnung" 18 trillionen Planeten erschaffetn wurden und jede kann man besuchen. Ist kein COD, finde das Spiel supper.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Psycho Mantis am 12.08.2016 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blender???

    Die ersten test Ergebnisse der Fachpresse sind ja ziemlich ernüchternd. Play3 62% 4players 64% eurogamer auch nicht begeistert. Alle bemängeln die Monotonie der Spielerfahrung.

    • patrick h. am 12.08.2016 21:24 Report Diesen Beitrag melden

      auch zu teuer

      tja, ich hab das spiel dauernd kritisiert vor dem release. so viele daumen gingen runter... prozedural generierter content ist zu oft langweilig, vorallem in diesem schon fast perversen ausmass. sogar die musik kommt vom algorithmus. technisch sicher hoch interessant aber als spiel? Spore war langweilig, Elite Dangerous ist langweilig. Gäbs das spiel für den halben preis hätte ich nie etwas gesagt. jedes spiel hat seine audienz. aber 69.90 auf steam, nein danke.

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  • fladi am 12.08.2016 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich mag das spiel

    der grund weshal sich viele planeten nun noch im gameplay ändeln ist unteranderem die entfernung zum zentrum , im zentrum werden die planeten immer komplexer . Und ausserdem ist es einmal ein gemütliches spiel. Und weshalb einfache spielprinzipien schlecht reden auf den handys spielen wir ja nur solche . ich mag das spiel und ich finde es schade wird auch der ganze hintergrund nicht gesehem. 15 Mann haben nur an diesem spiel gearbeitet

  • Dani B. am 12.08.2016 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es dort auch Kreationisten?

    Ob die Wesen dort wohl an einen Programmierer, einen Algorithmus oder an Zufall glauben?

    • Angezockt am 12.08.2016 20:10 Report Diesen Beitrag melden

      Gar nicht mal so abwegig

      Eine der Alienrassen, die ich angetroffen habe, hat Artefakte, welche von "Erstgebrüteten" sprechen. Was es damit auf sich hat, muss ich noch herausfinden. :)

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  • Mara Storm am 12.08.2016 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts für jederman

    Ich hab das Spiel und ich liebe es, aber es ist nichts für jemande der auf Story lastige Spiele steht. Man verbringt manchmal Stunden damit alle ressourcen zu sammel, die man für das Upgraten des Schiff/Multiwerkzeug braucht.

  • Mdust am 12.08.2016 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Ziele setzen

    Wie auch in "Elite Dangerous" muss man sich auch bei "No man's sky" eigene Ziele setzen. Wer das nicht kann, oder will, der sollte das Spiel nicht kaufen, denn es kann ohne eigene Ziele schnell langweilig werden. Ich finde das Spiel vor allem wegen dem Entdecken spannend, auch wenn einiges vielleicht ähnlich ausschaut. Was ich au toll finde ist, dass man Planeten und Lebewesen benennen kann, auch wenn einige kaum Phantasie haben und diese dann nach Geschlechtsteilen benennen. PC-Download sollte leider so zwischen 18 und 19 Uhr zur Verfügung stehen.

    • tomtom am 12.08.2016 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Elite

      Elite "Gääähn" Dangerous. Ich könnt jetzt einen Aufsatz darüber schreiben, wie langweilig das Spiel ist. Der Anfang ist absolut genial, Flugmodell top, sieht super aus...aber nach paar Tagen merkt man, dass man eigentlich schon alles gesehen hat. Die eigene Story zu schreiben funktioniert auch nicht, weil alles gleich aussieht (z.B immer selbe Raumschiffe bei jeder Fraktion) und leer ist. Und jetzt soll man brav DLCs kaufen...

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