Die Bibel – jetzt auch als Game

09. Januar 2014 17:45; Akt: 09.01.2014 19:06 Print

100'000 Dollar für ein Halleluja

von Philipp Stirnemann - Phoenix Interactive hat eine Crowdfunding-Kampagne für das Action-Spiel «Bible Chronicles: Call of Abraham» lanciert.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bis Anfang Februar wollen die Entwickler von Phoenix Interactive Studios mindestens 100'000 US-Dollar via Crowdfunding einnehmen. Damit soll die Fertigstellung des Bibel-Rollenspiels «Call of Abraham» gewährleistet werden.

Umfrage
Würden Sie «Bible Chronicles: Call of Abraham» spielen?
42 %
21 %
7 %
30 %
Insgesamt 1130 Teilnehmer

Göttliches Gameplay

Im Game schlüpft der Spieler in die Rolle eines fiktiven Mitglieds der Karawane des Stammvaters Israels. Die abenteuerliche Reise Abrahams und seiner Gefährten führt den Gamer an original biblische Schauplätze wie Hebron, Ur, Sodom oder Gomorrha. Die Story des Games spielt zu der Zeit, als Abraham von Gott aufgetragen wird, seinen Sohn Isaak zu töten.

Die Bibel, vor allem das Alte Testament, ist nicht gerade gewaltfrei. Im Gegenteil. Wer sich jetzt allerdings freut, in «Call of Abraham» die harte Hand Gottes spielen und quasi für den Herrn über Leben und Tod anderer Charaktere entscheiden zu dürfen, wird enttäuscht. Gewalt darf gemäss den Entwicklern nur dann angewendet werden, wenn sie ehrenhaft ist. Mehr noch: Bietet sich in einer Situation eine Alternative zur Anwendung von Gewalt, wird der Spieler belohnt, falls er sich für die friedliche Lösung des Problems entscheidet.


Das von Phoenix Interactive veröffentlichte Gameplay-Video zeigt erste In-Game-Szenen von «Call of Abraham».

Das Team um die beiden Phoenix-Gründer Martin Bertram und Richard Gaeta verspricht Hunderte Charaktere, historische Städte und packende Sub-Plots in einer umfangreichen Spielewelt. Für Langzeit-Spielmotivation sollen die stete Weiterentwicklung des Spielercharakters sowie fesselnde Missionen sorgen. Schliesslich wird auch der Wissenshorizont des Spielers bezüglich historisch-kultureller Einbettung von Abrahams legendärer Reise erweitert.

Obwohl sich die Game-Designer als «überzeugte Christen» bezeichnen, vertrauen sie bei der Entwicklung von «Call of Abraham» auf geistliche Unterstützung. Dem Phoenix-Team stehen mehrere Theologen zur Seite, die über die biblisch-akkurate Umsetzung des Spiels wachen.

Hehre Ziele

Mit ihren «biblischen Chroniken» wollen Bertram und Gaeta bei den Usern nicht nur den «Hunger nach Gottes Wort schüren». Die Kickstarter-Kampagne soll der Realisierung ihrer ambitiösen Vision dienen, jeden christlichen Haushalt mit einer Kopie des Games zu versehen. Bei 2,2 Milliarden Christen weltweit sollte eine allfällige Finanzierung von «Call of Abraham 2» deshalb kein allzu grosses Problem darstellen. Weiteres Crowdfunding wäre wohl überflüssig.


In einem Developer-Video äussern sich Martin Bertram und Richard Gaeta von Phoenix Interactive zu ihrem Projekt.

Bevor aber an einen Nachfolgetitel zu denken ist, muss erst einmal die aktuelle Kickstarter-Kampagne erfolgreich sein. Haben die Entwickler bis am 5. Februar mindestens 100’000 US-Dollar eingenommen, soll das Spiel an Thanksgiving Ende November pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheinen. Doch damit nicht genug: Spielt die Kampagne 250'000 Dollar ein, dürfen auch Xbox- und Playstation-Missionare die Abenteuer Abrahams nachspielen. Für 300'000 Dollar wird der Titel auch in einer spanischen Version spielbar sein, was Papst Franziskus freuen dürfte. Sollte man gar die 450’000-Dollar-Marke knacken, wird das Spiel mit erweiterten Videosequenzen, einem umfangreicheren Soundtrack sowie zusätzlichen Städten versehen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Die Kickstarter-Kampagne hat bis jetzt rund 1400 US-Dollar eingenommen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tommy am 10.01.2014 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Wieso muss man sich in der Umfrage zwischen "Ich bin Atheist" und "Ja ich würde es spielen" entscheiden? Sollte das Spiel tatsächlich zustande kommen und gute Bewertungen kriegen, könnte ich mir durchaus vorstellen es zu spielen, obwohl ich Atheist bin. Ich würde ja auch ein gutes Harry Potter oder Herr der Ringe Game spielen, ohne zu glauben, dass die Story wahr ist.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tommy am 10.01.2014 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Wieso muss man sich in der Umfrage zwischen "Ich bin Atheist" und "Ja ich würde es spielen" entscheiden? Sollte das Spiel tatsächlich zustande kommen und gute Bewertungen kriegen, könnte ich mir durchaus vorstellen es zu spielen, obwohl ich Atheist bin. Ich würde ja auch ein gutes Harry Potter oder Herr der Ringe Game spielen, ohne zu glauben, dass die Story wahr ist.

    • Sam Sam am 10.01.2014 09:15 Report Diesen Beitrag melden

      Atheisten

      Weil die meisten Atheisten das Spiel sich gar nicht erst anschauen werden. "Schliesslich wird auch der Wissenshorizont des Spielers bezüglich historisch-kultureller Einbettung von Abrahams legendärer Reise erweitert." - Langweilig...

    einklappen einklappen
Sudoku
Kreuzwortraetsel
Bubble Shooter