Game-Trend

31. August 2019 20:35; Akt: 31.08.2019 20:35 Print

Das musst du über das Cloud-Gaming wissen

Nicht nur an der Gamescom war Cloud-Gaming das Thema der Stunde. Das sind die wichtigsten Aspekte, um beim neuen Game-Trend mitreden zu können.

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Was genau ist Cloud-Gaming?

Cloud-Gaming lässt sich analog zum Video-Streaming beschreiben. In beiden Fällen wird das Medium nicht direkt von der Festplatte oder vom Laufwerk auf Computer, Konsole oder Mobilgerät abgespielt, sondern läuft auf einem Server, der in einem Rechenzentrum steht. Beim Cloud-Gaming schliesst man ein Abo ab, installiert eine App oder Client-Programm, und los gehts. Der eigene PC oder die Konsole dient nur dazu, das vom virtuellen PC berechnete Signal auf dem Bildschirm darzustellen. Man empfängt das Game also als Stream aus dem Netz.

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Was brauche ich für Cloud-Gaming?

Eine ausreichend schnelle Internetverbindung ist ein Muss. Als Faustregel gilt: 10 Megabit pro Sekunde (MBit/s) für ruckelfreies Gamen in HD-Auflösung, 20 bis 50 MBit/s für das Spielen in Full HD und mindestens 50 MBit/s für 4K. Die 5G-Technologie dürfte den Durchbruch von Cloud-Gaming weiter vorantreiben.

Welche Anbieter gibt es?

In aller Munde ist zurzeit Google. Kein Wunder: Der IT-Gigant peilt mit seinem Cloud-Gaming-Dienst Stadia eine Milliardenkundschaft an und geht im November an den Start: In 14 Ländern, aber vorerst nicht in der Schweiz. Zudem drängen Anbieter wie der Cloud-Dienst Shadow auf den Markt. Nvidia ist mit GeForce Now derzeit für viele in der Poleposition, Sony wetteifert mit seinem Angebot PlayStation Now mit, Microsoft hat an der Gamescom XCloud präsentiert. Weitere Dienste gibt es von Parsec, Liquidsky, Telecom oder Vortex.

Welche Vorteile bietet Cloud-Gaming?

Wer die neusten Games in bester Auflösung spielen will, muss in neue Technik investieren. Cloud-Gaming macht das überflüssig. Dazu verschwinden Plattformgrenzen, man kann immer und überall spielen, wo es ein Internet hat, und nervige Updates mit Wartezeiten dürften künftig der Vergangenheit angehören. Im Optimalfall ist Cloud-Gaming schnell, praktisch, günstig und flexibel.

Welche Nachteile hat Cloud-Gaming?

Cloud-Gaming ist Online-Gaming. Das heisst: Das Spielvergnügen kann schnell vorüber sein, wenn das Internet ausfällt oder der Server streikt. Und: Ohne schnelles Internet wird Cloud-Gaming keinen Spass machen. Zudem werden Games künftig konstant weiterentwickelt werden können, was nicht allen passt. Modder werden erst recht einen schweren Stand haben, denn direkte Eingriffe in die Spieldaten sind nicht mehr möglich.

Sterben Konsolen bald aus?

Dass Konsolen aussterben, ist eher unwahrscheinlich. Künftige Konsolen-Generationen und Cloud-Gaming werden wohl eher voneinander profitieren. Doch soll man sich jetzt eine neue Xbox oder Playstation kaufen? Über Sonys und Microsofts neue Konsolen ist nicht viel bekannt. Was sicher sein dürfte: Auch die nächste Konsolengeneration wird stark auf Onlinedienste setzen.

Was kostet ein Abo?

Was Cloud-Gaming im Monat kosten soll, ist bei vielen noch «work in progress». Google weiss mehr: Wenn Stadia für alle startet, ist das Basisangebot kostenlos. Nutzer müssen aber einzelne Spiele kaufen. Wer mehr Auflösung, Raumklang oder kostenlosen Zugang zu ausgewählten Titeln will, soll 10 Euro im Monat zahlen. 10 Euro kostet auch das Angebot von Nvidia, 17 Euro verlangt Sony bei PlayStation Now.

Fazit

Noch steckt Cloud-Gaming in den Kinderschuhen. Es gibt viele verschiedene Konzepte, was das Angebot angeht, aber noch keinen fixen Fahrplan. Am besten selber ausprobieren, welcher Dienst für das eigene Bedürfnis Sinn macht – und die Entwicklung des Trends aufmerksam weiterverfolgen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daggett am 31.08.2019 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bloss nicht

    was man wirklich wissen muss, dass nei cloudgaming nichts dem konsumenten gehört. wenn der gameserver abgestellt wird, ist es vorbei. für den konsumenten eine absolute katastrophe dieses cloud gaming. zudem kommt ein abo für x chf/monat auch wenn man nur 1 spiel spielen will. online zwang, und und und.

  • marc am 31.08.2019 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nono

    cloud gaming ist wie games as a service ein krebsgeschwühr in der gamebranchr, dass entfernt werden muss

    einklappen einklappen
  • Gamer am 31.08.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Input lag

    Viel zu langsam das ganze. Selbst bei Steam Link via LAN merkt man deutlich eine Verzögerung. Wie soll das also noch via Internet funktionieren...

Die neusten Leser-Kommentare

  • gogg am 01.09.2019 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht die Zukunft.

    Egal, wie tief man die Latenz bringt, es ist immer ein zusätzlicher Knoten dazwischen. Cloud Gaming kann vielleicht was für Single-Player spiele werden. Regelmässig spielt der Gamer aber eher Online spiele, hat also eh einen PC oder ne Konsole zuhause stehen, welche die Leistung bringen muss. Gerade in Multiplayer spielen ist die Reaktionszeit mega wichtig. Da ist dieser zusätzliche Knoten immer ein Nachteil.

  • Ich bin Uber Alles - du bist die Sch* am 01.09.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Buzz Buzz - komm zu uns!

    Eine geniale Fliegenfalle für die jungen Fruchtfliegen.

  • Insider am 01.09.2019 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach ja, die ABOS!

    So ziemlich die perfideste Art von Abzockerei, sehr clever. Der Grund dafür ist, dass es keine echten Unternehmer mehr gibt und jede neue Firma mit einer Idee nicht wirklich ein Risiko eingehen will und mit ABOs Kunden bindet... eigentlich eine oekonomische Schweinerei!!

  • RiguRagu am 01.09.2019 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Yeah

    Yeah ich freue mich schon darauf spiele die ich nicht einmal wirklich besitze in 360p bei 24 FPS und 3 Sekunden lag zu spielen während das Abo und die Spiele mehr kosten im Jahr als mein Gaming PC der den Job viel besser macht. Ist die Zukunft nicht grossartig!

  • Simracer am 01.09.2019 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    720p/30fps

    Cloud Gaming auf der Nvidia Shield gibt es schon seit Jahren. So ganz neu ist das nicht mehr. Laags schlechte Pings und Artefakte hatten mich damals abgeschreckt, auch mit sehr schneller Internetverbindung. Cloudserver waren in Amerika. Je nach Bandbreite, Codierung und Serverstandort könnte Cloudgaming den Durchbruch schaffen.

    • gogg am 01.09.2019 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simracer

      Nein kann es nicht. Du wirst gegenüber einem Gegner mit nem brauchbaren PC immer im Nachteil sein. Weil du dein Bild streamst, geht deine Latenz sowieso erstmal hoch. Dazu gehts bei dir immer länger, bis du siehst was passiert. Dieses physikalische Hindernis lässt sich nicht umgehen. Und es wird garantiert immer Leute geben, die sich nen PC kaufen, auch wenns nur wegen dieses Vorteils wäre.

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