ZHdK

06. Juni 2018 21:46; Akt: 07.06.2018 07:53 Print

Gamedesigner müssen ihre Werkzeuge beherrschen

von Jan Graber - An der ZHdK sind ab heute die Bachelor- und Masterarbeiten der Fachrichtung Game Design zu sehen. Sie zeigen ein fundiertes Gameschaffen.

Next Level: Gamedesign-Studenten der ZHdK geben Einblick in ihre Abschlussarbeiten, der Leiter des Studiengangs blickt zurück.
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Ulrich Götz ist zufrieden. Der Leiter der Fachrichtung Game Design an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) hat zusammen mit Dozierenden, Mentorinnen und Mentoren soeben die 17 Master- und Bachelorarbeiten des Studienjahrgangs 2018 abgenommen. Götz steht der Gameausbildung der Kunstschule seit ihrer Gründung vor, er hat die Entwicklung von den Anfängen bis heute miterlebt. Er blickt auf ein qualitativ hochstehendes Jahr zurück.

«Je länger das Gamedesignstudium existiert, umso besser werden die Arbeiten der Studenten», resümiert er. Denn jeder neue Jahrgang könne jeweils von den Abschlüssen der früheren Studenten profitieren. Unter diesen befinden sich mittlerweile so erfolgreiche Games wie «FAR: Lone Sails» oder «Niche: A Genetics Survival Game».

Die Jobs warten

«Unter den diesjährigen Arbeiten ist zwar keine ähnliche Sensation wie in den letzten Jahren», sagt er und fügt an: «Dabei handelt es sich um sporadisch auftretende Spitzen und nicht die Normalität.» Die Arbeiten würden aber immer vertiefter und solider – etwas, was man erst auf den zweiten Blick bemerke.

«Die sehr hohe Grundqualität beeindruckt. Vor allem bei den Einzelarbeiten zeigt sich auch, wie breit abgestützt die Ausbildung ist», sagt Götz. Sprich: Studenten, die das Studium abschliessen, sind meist ebenso versiert im Programmieren, wie sie es im Gestalten und dem Leveldesign sind. Es handelt sich um Gameprofis, die breit eingesetzt werden können und denen viele Türen offenstehen.

In der Schweiz bieten sich mittlerweile auch einige Möglichkeiten, nach dem Studium unterzukommen. Ehemalige ZHdK-Gamedesign-Studenten haben nämlich so renommierte Designschmieden wie Okomotive, Stray Fawn Studios und Blindflug Studios gegründet. Gbanga, Strukd, N-Dream – die Liste liesse sich beliebig weiterführen – sind alles potenzielle Arbeitsplätze für die angehenden Gamedesigner. Oder sie gründen eigene Firmen und entwickeln Spiele, die zum Beispiel Fördergelder erhalten, bis sie selbsttragend oder lukrativ werden.

Gamelevel 2018

Die Entdeckung der Langsamkeit

An der Diplomausstellung an der ZHdK im Toni-Areal werden sieben Masterarbeiten und zehn Bachelorabschlüsse gezeigt, viele können auch ausprobiert werden. Unter den Spielen befinden sich zum Beispiel das innovative Wort-Puzzle-Game «Letters» von Martina Hotz, Aleksandra Iahusheva und Selina Capol oder das einnehmende Adventure «Northbound» von Arno Justus und Johannes Köberle – zwei Spiele, die von der Langsamkeit leben: Sie leben wie das Schweizer Vorzeigespiel «FAR: Lone Sails» von einem gemächlichen Tempo und schaffen es trotzdem, die Spieler bei der Stange zu halten. «Um solche Spiele zu entwickeln, muss man die Werkzeuge des Gamedesigns beherrschen», sagt Götz.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Paternoster Live us de Chnelle am 07.06.2018 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    mit Werkzeug ist vermutlich die Maus gemeint, auch Zeigegerät genannt

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  • Roland Bütler am 09.06.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere!

    Super, David! wünsche alles Gute für die Zukunft. Auch allen anderen, die den Master gemacht haben.

  • Phil am 11.06.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausbildungsfrage

    Die ZHdK und HSLU hab ich mir angeschaut, klingt eher nach Generalistenausbildung, also was für Indies. Dann habe ich mir auch die SAE angeschaut und dies scheint mir mehr spezifisch und Branchenorientiert. Ich hab kein Plan wo ich mich bewerben soll nur die SAE scheint mir etwas teuer, Dann doch lieber ZHdK oder HSLU? Kann wer mit Erfahrung schreiben bitte. Möchte Richtung Spieleprogrammieren, eher weniger Kunst und Design.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 11.06.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausbildungsfrage

    Die ZHdK und HSLU hab ich mir angeschaut, klingt eher nach Generalistenausbildung, also was für Indies. Dann habe ich mir auch die SAE angeschaut und dies scheint mir mehr spezifisch und Branchenorientiert. Ich hab kein Plan wo ich mich bewerben soll nur die SAE scheint mir etwas teuer, Dann doch lieber ZHdK oder HSLU? Kann wer mit Erfahrung schreiben bitte. Möchte Richtung Spieleprogrammieren, eher weniger Kunst und Design.

  • Ivan am 11.06.2018 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kürsli Master

    Toll wieder eine überflüssige Schweizer Schule die keiner will. Wo bitte befindent sich die Gameindustrie in der Schweiz?Die besten Game designer habe so eine Selbstfindungsschule nie besucht weil es sie nirgends sonst gibt. Das Diplom kann man, ich sag lieber nicht wo, aufhängen.

    • Andi am 11.06.2018 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ivan

      Bis vor ein paar Jahren gabs diese Ausbildungen auch noch nicht, da gabs nur den Weg als Quereinsteiger als klassischer Informatiker oder Künstler.

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  • Roland Bütler am 09.06.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere!

    Super, David! wünsche alles Gute für die Zukunft. Auch allen anderen, die den Master gemacht haben.

  • Herr Paternoster Live us de Chnelle am 07.06.2018 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    mit Werkzeug ist vermutlich die Maus gemeint, auch Zeigegerät genannt

    • Dr Scheff am 08.06.2018 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Herr Paternoster Live us de Chnelle

      Versuchen sie es nochmals. Wie wärs mit Programmen wie zB. 3D Modellierung, Musik & Sound Design, Grafikbearbeitung, Motion Capturing und Animationssoftware, etc... Im Gegensatz zur Filmwelt muss bei Games erst einmal alles erschaffen werden. Die Komplexität ist somit massiv grösser...

    • fabian am 08.06.2018 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      umfang

      haben sie eine ahnung was das gamedesign überhaupt alles beinhaktet ?

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  • Megan N. am 07.06.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Creative Computing sollte mal in der Schweiz angeboten werden. In England und auch in Irland ist das schon lange im Angebot. Wenn man in Game studios arbeiten will muss man programmieren können und auch Kenntnisse in Computer Graphics und Animation sollten vorhanden sein. Und zweitens so hat man eine generalistische Ausbildung und man ist besser für den Arbeitsmarkt gerüstet als mit einem simplen Game design Abschluss.

    • Data - 55 am 07.06.2018 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      Echt?

      Was zur Hölle sollte bitteschön "simpel" in diesem Gamedesign Studium sein? Ist mir echt schleierhaft...

    • Tommy am 07.06.2018 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Gamedesign

      Ein Abschluss in Gamedesign ist in etwa mit einem Kunstabschluss vergleichbar. In der Industrie interessiert sich genau niemand dafür, da dort Spezialisten und keine Generalisten benötigt werden. Alles in allem ist der Studiengang ziemlich überflüssig, dies sieht man ja auch an der Qualität der Games.

    • Silvank am 08.06.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      Alles bestens abgedeckt

      Exakt dies alles und noch einiges mehr ist vom Game Design-Studium vollumfänglich abgedeckt. Sie haben zudem storytelling als wichtigen Aspekt vergessen aufzuzählen. Ebenfalls etwas, was in diesem Studium nicht zu kurz kommt.

    • Leonie Gerber am 08.06.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

      Genauso funktionert Gamedesign an der ZHdK

      Genauso funktioniert das Gamedesign Studium an der ZHdK ;) Die Studenten lernen von programmieren bis zu Animation alles.

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