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05. Januar 2016 23:19; Akt: 05.01.2016 23:19 Print

Games – was kommt, was bleibt, was geht

von Jan Graber - Wird sich Virtual Reality in Games durchsetzen? Nein. Kommt die Steambox? Eventuell. Ein gewagter Blick in die Kristallkugel des Spieluniversums.

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Das vergangene Jahr ist seziert, analysiert und verstaut, jetzt möchte man wissen, wie es weitergeht. «Wohin des Wegs?», lautet denn auch die Frage in der Videospielwelt.

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Werden Sie sich eine VR-Brille zum Gamen zulegen?
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2016 wird für die Gameindustrie entscheidend. Vorbei sind die Tage, in denen die grossen Studios Gamern das stets selbe Gericht vorsetzen konnten. Bereits 2015 zeigten die ersten Hersteller von Blockbuster-Spielen Mut zur Erneuerung, dieses Jahr wird sich der Trend fortsetzen. Eine grosse Nachfrage besteht derzeit nach Open-World-Games, wie dem bald erscheinenden «Far Cry Primal». Wenn «GTA»-Hersteller Rockstar den Zug nicht verpassen will, erscheint dieses Jahr deshalb eine Fortsetzung von «Red Dead Redemption». Als lukrativ hat sich das Geschäft mit Download-Erweiterung erwiesen; wir werden deshalb noch mehr Add-ons zu grossen Spielen sehen. Ausgebaut werden zudem die Marketingkampagnen und man wird uns Spiele wie «Doom» bis zum Abwinken um die Ohren hauen.

VR ist ein Strohfeuer

Vielversprechend sind Games wie «The Division», «Quantum Break» oder «ReCore»: Sie bieten Charaktertiefe, einnehmende Stories und neue Spielmechaniken. Dies allein genügt jedoch nicht. Es müssen auch neue Spielideen her, die als Motivationsspritze dienen. Gespannt darf man deshalb auf Games wie «Adr1ft» und «Edge of Nowhere» sein: Beide Spiele unterstützen die VR-Brille Oculus Rift. An der heiss gehandelten Virtual-Reality-Technologie entzünden sich derzeit viele Fantasien.

Sie werden sich indessen als Strohfeuer erweisen. Laut BBC sind weltweit weniger als ein Prozent der PCs stark genug, um die VR-Technologie überhaupt zu gewährleisten. Zudem fehlt das Über-Game, das den Kauf einer VR-Brille unvermeidlich macht. VR wird sich jedoch im professionellen Einsatz im Bereich Lehre, Marketing und Wissenschaft etablieren. Den Weg in die Spielwelt wird VR in nächster Zeit aber nicht finden.

Skandale und Hürden für Indies

Apropos Verglühen: Der Dampf scheint derzeit auch aus der Steambox raus zu sein, das Momentum des letztjährigen Hypes wurde nicht genutzt. Es ist mehr als fraglich, ob die Konsole wieder Fahrt aufnimmt. Wenn wir schon beim Sterben sind: Sony wird dieses Jahr wohl auch die PS Vita begraben. Mit dem Erfolg der Smartphones ist ihre Zeit abgelaufen. Bleiben wird die N3DS, weil sie für ein Publikum ist, das nicht immer Zugang zu Smartphones hat – Kinder. Apropos Nintendo: Über die neue Konsole NX wurde bereits spekuliert. Sie dürfte an der diesjährigen Gamemesse E3 angekündigt werden, wird aber erst 2017 erschienen. Nintendo kündigt neue Geräte oft über ein Jahr vor Erscheinen an.

Zusätzliche Zuschauer wird dieses Jahr der E-Sport anziehen. Die wachsenden Preisgelder im Pro-Gaming werden aber auch weitere Probleme im Bereich Doping und Frauenfeindlichkeit mit sich bringen. Die generelle Frauenphobie bei Gamern dürfte hingegen eher in Vergessenheit geraten. Die Akzeptanz des weiblichen Geschlechts im Videospiel-Biotop nimmt zu, weil die Bereitschaft der grossen Gamehersteller steigt, weiblichen Charakteren Hauptrollen zu geben.

Neue Hürden müssen hingegen Indie-Entwickler nehmen: Der Hype der vergangenen zwei Jahre hat zur Überflutung des wichtigsten Vertriebswegs – des App Store von Apple – mit Games geführt. Viele Indies wenden sich vom App Store ab und suchen Alternativen wie die Steam-Downloadplattform oder die Shops der PS4- und Xbox-One-Konsolen. Nichtsdestotrotz werden auch dieses Jahr wieder spannende und überraschende Werke aus den unabhängigen Spielschmieden zu erwarten sein.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mister360 am 06.01.2016 00:08 Report Diesen Beitrag melden

    vr zukunft

    hat wiedermal der praktikant einen artikel schreiben dürfen? vor zwei jahren konnte er sehr wahrscheinlich nicht mal vr buchstabieren und heute schon spezialist. ist ja klar das nicht jeder gleich nach der cs eine vr brille und den dazugehörenden leitstunsstarken rechner besitzt, aber sprechen wir mal in einem oder zwei jahren nochmal darüber wie das mit dem einen prozent war. ps4 wird vr gaming definitiv den weg ebnen.

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  • Technokrat am 05.01.2016 23:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger als 1%...

    Nur bei 1% der PCs WELTWEIT wird die BESTE Performace im 2016 gehen... also für Gamer die sich eine neue Maschine hier leisten können wirds gehen... würde das also nicht beerdigen! Und Frauenphobie da zu wenig weibliche Hauptcharakter? Gibts schon lange und immer mehr... und immer mehr Frauen sind Gamer...

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  • Chris am 06.01.2016 00:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steam...

    Ich spiele fast ausschließlich über Steam es ist fast alles möglich über diese Plattform egal ob am TV/PC mit Maus Tastatur X-Box Controller oder Lenkrad etc... Alles möglich der Steam Controller ist auch Erwerb ar der beste Controller meines Erachtens. Steam kämpft einzig und alleine an der Bekanntheit. Die Hardware ist etwas teurer dafür die Games umso billiger... Auch nicht Steam Games können über die Plattform gespielt werden.... Was soweit ich weiss weder PS noch X-Box Zustande bringt... Aber wie gesagt eine meiner und von vielen ich hab meine Plattform und werde ihr treu bleiben

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Die neusten Leser-Kommentare

  • VaultDweller am 06.01.2016 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gabe Newell will mehr von allem...

    Die Steam-Machine ist ein eher leistungsschwacher PC, der zuviel kostet für das, was er kann. Gabe Newell bzw. Valve will mit dem Linux basierten Ding und OpenGL primär mal Microsoft bzw. Windows und DirectX etwas das Wasser abgraben. Schön und gut, aber da kann ich mir auch zusätzlich ein Linux auf dem PC installieren. Um Steam als "Kopierschutz-Funktion" für Games kommt man ja leider nicht mehr herum, mehr will ich mit dem Dingens aber nicht zu tun haben. Da läuft zu viel komisches ab auf Steam, u.a. wegen mangelnder Kontrolle seitens Valve.

  • Unlocky Palm am 06.01.2016 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Schweiz

    Leider nicht für die Schweiz vorbestellbar. Dafür aber Länder wie:Polen, Norwegen, Finnland, Taiwan...

  • pcgamer am 06.01.2016 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klar für VR

    VR wird sich klar für einige spielkategorien durchsetzen, ich denke da vorallem an simulatoren... rennspiele, spacesims usw. jedenfalls klar da, wo es von vorteil ist mit dem kopf das geschehen zu verfolgen... bei arma 3 gehts z.B auch, die immersion ist einfach atemberaubend, nur das problem, dass man z.B die tastatur nicht sehen kann, muss noch mit irgend welchen handcontrollern gelöst werden... hab ocoulus erst kürzlich mit einem spacesim getestet und bin, bis auf die auflösung des bildes, restlos begeistert!

  • K. Ritiker am 06.01.2016 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Da sagte doch auch mal wer:

    Ich bin überzeugt die Zukunft gehört den Pferden, das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.

  • Lukas am 06.01.2016 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auswahl in der unfrage

    In der umfrage fehlt noch der punkt: habe ich schon...

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