Crowdfunding-Erfolg

22. März 2013 15:12; Akt: 18.03.2015 15:25 Print

Geldregen für Schweizer Game «Train Fever»

von Jan Graber - Die Transportsimulation «Train Fever» hats geschafft: Auf der Crowdfunding-Plattform Gambitious sammelten die Schaffhauser Game-Entwickler 250'000 Euro. Nun soll das Spiel 2014 erscheinen.

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Um 20 Uhr am Mittwochabend des 20. März war es soweit. Der 29-jährige Basil Weber und seine Teammitglieder von Urban Games konnten aufatmen: Elf Tage vor Ablauf der Crowdfunding-Kampagne für die Transport-Simulation «Train Fever» auf Gambitious.com stand fest, dass die 250'000 Euro für die Fertigentwicklung des Spiels zusammengekommen sind.

«Die Erleichterung ist enorm», sagt Basil Weber. Während eines halben Jahres hätten sie sieben Tage die Woche dafür gearbeitet. Weber ahnte bereits im Laufe des Mittwochs, dass es klappen würde: Er wusste, dass per Banktransfer noch Geld unterwegs war – über 650 Unterstützer hatten bereits zuvor Geld für die Entwicklung gespendet. Als am Abend endgültig feststand, dass das Ziel erreicht war, liessen sie die Champagnerkorken knallen.

20 Minuten Online hatte Anfang Februar über das Crowdfunding-Projekt der Schaffhauser berichet: «Der Online-Artikel hat uns sehr viele kleinere Investoren gebracht», sagt Weber. Nach dem Print-Artikel hätten einige Leser Urban Games per Mail kontaktiert und grössere Beträge investiert. «Das Maximum lag bei 20'000 Euro», freut sich Weber.

«Als nächstes gründen wir eine Firma

Nun geht es für die jungen Schaffhauser Game-Entwickler an Eingemachte: «Als nächstes gründen wir eine Firma», sagt Weber. Bereits jetzt seien sie in den Abschlussverhandlungen mit einem amerikanischen und einem deutschen Publisher. Während des kommenden Jahres wird mit Hochdruck am Spiel gearbeitet, erscheinen soll «Train Fever» im Mai 2014.

Mit «Train Fever» ist auch die erste Crowdfunding-Kampagne, bei der die Geldgeber am Erfolg des Spiels beteiligt werden, zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden: «Wir sind überzeugt, dass Gambitious eine grossartige Möglichkeit für unabhängige Spielentwickler ist, das notwendige Kapital zu erhalten», liess Weber mittels Pressemitteilung verlauten. Das Team sei begeistert, dass «Train Fever» das erste erfolgreiche Spiel auf der noch jungen Crowdfunding-Plattform ist.

Gameplay-Video «Train Fever

Gametrailer «Train Fever»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.M. am 23.03.2013 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Schweizer Qualität kann man dem nur sagen!! Werd mir das Spiel sofort kaufen!

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  • Kevin am 23.03.2013 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anschauen

    Wirkt sehr interessant. Werde ich mir sicher genauer abschauen, wenn s in die Läden kommt.

  • game3d bern am 22.03.2013 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    sehr gut

    Gratulation!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Indieee am 24.03.2013 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine neue Erfindung.

    ... dieses Spiel gibt es schon und das bereits sehr lange. "Transport Tycoon" heisst es und war damals nur als singleplayer ausgelegt aber es hat viel spass gemacht.

  • mike am 24.03.2013 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hammer

    crowdfunding ist die zukunft! toll was so alles entwickelt wird... von gamer für gamer

  • BrotMuetter am 23.03.2013 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nice nice!

    Klingt nach einer Hammer Engine. Bin gespannt wie gut die Simulationen in grossen Maps funktionieren, sollte dies denn überhaupt der Plan sein. Gogo Swiss-Dev! :D

  • Ich am 23.03.2013 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fader Beigeschmack...

    Entwicklerteam sind ETH Absolventen, die eine Software nutzen, die an der ETH entwickelt wurde. Finanziert mit zum Teil öffentlichen Geldern. Würde mich mal interessieren was die Entwicklung gekostet hat und was für die Software bezahlt wurde. "Geldgeber" werden am Gewinn beteiligt... auch indirekte? Gute Idee, hoffentlich klappt's...

    • Pierre Lang am 24.03.2013 03:31 Report Diesen Beitrag melden

      Ist aber nichts Neues ...

      ... aber gut, dass Sie das wieder mal erwähnen. Hier müsste mal ein Riegel geschoben werden. Das passiert ja schon fast täglich, dass private das Wissen von den Unis für viel Geld verscherbeln oder noch tragischer, wie die Erfindung von der elektrischen Herstellung von Treibstoff einfach öffentlich machen, damit die Chinesen das dann produzieren und an uns verkaufen können ... einfach nur tragisch ....

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  • Kevin am 23.03.2013 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anschauen

    Wirkt sehr interessant. Werde ich mir sicher genauer abschauen, wenn s in die Läden kommt.

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