E-Sport im Hoch

01. Juni 2016 23:13; Akt: 01.06.2016 23:13 Print

Jeder 10. Schweizer schaut Gamern beim Gamen zu

Gamen ist zum Multi-Millionengeschäft geworden. E-Sport ist auch in der Schweiz auf dem Vormarsch. Sechs Grafiken zeigen die rasante Entwicklung auf.

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E-Sport, also das professionelle Gamen, ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. Die Zuschauerzahlen explodieren: Hatte das Finale der «League of Legends»-Weltmeisterschaft im Jahr 2012 noch 8,2 Millionen Zuschauer, zog der Event im letzten Jahr insgesamt 36 Millionen Online-Zuschauer an. Als Vergleich: Das NBA-Finale in den USA verfolgten 28 Millionen Zuschauer.

In acht Ländern, darunter China, Südkorea oder die USA, gehört das Gamen als Wettkampf zu den offiziellen Sportarten. Einige Stars der Szene fordern gar, dass E-Sport zur olympischen Disziplin werden soll. E-Sport als Hype zu bezeichnen, wird dem Trend nicht gerecht. Das professionelle Gamen füllt schon längst Stadien der Superlative mit Fans.

Preisgelder haben sich verzehnfacht

Denn die Szene – und auch die Preisgelder – wachsen rasant. Beim «Dota 2»-Turnier wurden letztes Jahr insgesamt 18,54 Millionen Franken ausbezahlt. In den letzten vier Jahren hat sich das Preisgeld des Turniers verzehnfacht. Zum Vergleich: Das Preisgeld des US-Open betrug im letzten Jahr 42 Millionen Franken.

Der bestbezahlte E-Sportler ist derzeit Peter «ppd» Dager. Der 24-jährige «Dota 2»-Spieler hat bereits mehr als zwei Millionen Franken an Preisgeldern eingesteckt. Um ein so hohes Niveau zu erreichen, trainieren die Profis mehrere Stunden am Tag.

Jeder zehnte Schweizer schaut zu

Auch in der Schweiz ist die E-Sport-Szene gewachsen. Einerseits sind Teams wie MyInsanity oder Dead Pixels in Turnieren aktiv. Andererseits ist die Zahl der Fans, die Gamern beim Gamen zuschauen, in den letzten Jahren rasant angestiegen. Bei Twitch, dem weltweit grössten Live-Streaming-Videoportal, haben im Mai 2015 monatlich 870'400 Nutzer Game-Streams verfolgt. Das entspricht in etwa jedem zehnten Schweizer. Im Mai 2014 waren es lediglich 204'620 monatliche Zuschauer.

Die Nutzerzahlen von Twitch stammen vom Streaminganbieter selbst. Alle anderen Fakten zum E-Sport (siehe Infografik unten), hat der Internet- und TV-Anbieter UPC zusammengestellt. Dieser hat vor kurzem die E-Sport-Weeks lanciert. «Das Ziel ist es, auf diesen noch jungen Sport aufmerksam zu machen und ihn zu unterstützen», sagt Bernard Strapp, Mediensprecher von UPC.

Über die nächsten sechs Wochen werden die beliebtesten E-Sport-Games und Schweizer Profispieler vorgestellt. Jeweils Ende Woche gibt es zudem einen moderierten Showmatch, der via Twitch übertragen wird. Weitere Informationen gibt es auf dieser Website.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gugggu am 01.06.2016 23:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Twitcher

    Vielen Dank fur diesen Beitrag!! Die E-Sport Szene wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen und an Bedeutung gewinnen. Auch in der Schweiz.

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  • GeT_RiGhT am 02.06.2016 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    e-sport ist tolle unterhaltung.

    ich habe die letzten paar counter-strike majors mitverfolgt, und muss sagen dass die ganze geschichte weitaus spannender ist zum zusehen als die meisten anderen sportarten. taktische tiefe, glänzende einzelleistungen, und jeder spielstand kann noch gedreht werden. und selber lernt man auch etwas dazu.

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  • Tobias Z am 01.06.2016 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Esport als Sport

    Zu den Ländern in denen ESport ein richtiger Sport gehört auch Australien. Es sind soweit ich weiss auch noch mehr Länder in der Liste.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Innerschwyz am 02.06.2016 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahn

    ...also ein tennis-match mit federer ist für mich todlangweilig..aber wenn meine grossen jungs gilden-kämpfe im WOW veranstalten oder eben auch zugucken.. dann läuft garantiert was! Mit spielern aus aller welt lernt man was, und manchmal hats solche drunter, die nah beim wahnsinn sind, wenns nicht so läuft, wie sie wollen...echt unterhaltsam!

  • t. Kirk am 02.06.2016 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    on und off

    Esport ist kein richtiger Sport, wird es auch nie sein. Es eine größer werdende sesselpläuschler Generation die immer mehr in online Welt vorsichhin dämmert und den Hang zur Realität verliert. Oder einfach Konsumgesellschaft

  • Zockimczock am 02.06.2016 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Der Grundstein ist gelegt

    Hach ja vor 2,3 Jahren hätten die Kommentare und Likes noch ganz anders ausgesehen. Habe selbst viele zum zocken gebracht und freue mich über die Entwicklung. E-Sport wird Fussball in absehbarer Zeit als lukrativstes Geschäft ablösen und sich verbreiten wie ein Flächenbrand. Wir müssen aber dranbleiben den international sind wir ausnahmsweise kaum ein Begriff.

  • GamingFan am 02.06.2016 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zocken

    Ich finde es immer wieder schön, wie Menschen andere verurteilen können, lediglich anhand ihrer Hobbys. Wenn die Leute Spass daran haben, lasst sie doch. Und es ist definitiv ein Sport. Ich will euch mal sehen, wie ihr in LoL alles bedenkt und eine gute Leistung erzielt (Items kaufen, Positionen, Placement etc.). Taktisch gesehen kann man gewisse Spiele mit Schach vergleichen. (Starcraft 2, LOL, Counter Strike) Bei CS gibt es natürlich noch den wichtigen Punkt: Aiming-Skill

  • Sebastian am 02.06.2016 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Suchtproblematik

    Ich kämpfe auch dafür, dass Gamen als Hobby & Sport akzeptiert wird. Aber die Suchtproblematik muss thematisiert werden. Das Suchtpotential ist bei Games deutlich höher, als bei gängigen Sportarten. Dies muss einem bewusst sein. Die Games sind ja designt, um den Spieler möglichst lange zu fesseln, und sind zudem nicht anstrengend. Wenn uns dann vorgelebt wird, dass es ok ist, 10h am Tag zu zocken, schau ich mir das ab. Somit verprassle ich meine Ausbildung, während mein Twitch & Youtube Kanal trotzdem nur mich selbst als Zuschauer hat. Dann ist dann wirklich gg.

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