«Clash of Clans»

01. Juli 2014 16:11; Akt: 01.07.2014 16:25 Print

Kleine Barbaren scheffeln 5 Millionen am Tag

Was als kostenlos angepriesen wird, kann für Spieler teuer werden: Das Free-to-play-Modell ist bei Mobile-Games auf dem Vormarsch und spült Millionen in die Kassen der Entwickler.

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Rund 40 Prozent aller Apps, die im ersten Quartal 2014 im Play Store von Google heruntergeladen wurden, waren Games. Dies geht aus einer neuen Statistik der Website Appannie.com hervor. Besonders lukrativ für die Entwickler sind sogenannte Free-to-Play-Spiele (F2P). Die Anwendung ist dabei kostenlos. Geld scheffeln die Entwickler mit zusätzlichen Inhalten: Outfits, Waffen, Karten oder bei Aufbauspielen auch mit der Möglichkeit, die Zeit bis zur nächsten Handlung schneller verstreichen zu lassen. Während beim Strategiespiel «Clash of Clans» am Anfang alles recht flott läuft, werden die Bauzeiten immer länger. Schnell wartet man zwei oder drei Tage, bis ein Gebäude steht – wem die Geduld fehlt, der zahlt.

F2P ist ein Erfolgsmodell – für die Entwickler. Denn: Mittlerweile werden 98 Prozent aller Einnahmen im Play Store über In-App-Käufe generiert. Der Medienwissenschaftler Jeffrey Wimmer beobachtet den Trend mit Sorge und hält solche Games für einen Rückschritt. «Meiner Meinung nach steht bei diesen Spielen weniger die Unterhaltung im Vordergrund als vielmehr der Profit», sagt der Professor in einem Interview mit dem «Spiegel». Es gehe darum, «den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen» – und das reichlich.

5 Millionen Dollar am Tag

Das Facebook- und Smartphone-Game «Candy Crush Saga» zieht Spielern jeden Tag rund 800'000 Franken aus der Tasche. Noch mehr Umsatz generiert das besonders bei jungen Zockern beliebte «Clash of Clans». Die Facebook-Seite des Entwicklerstudios Supercell wurde Anfang Jahr von einem Hacker gekapert. Dieser teilte darauf einen Screenshot der Umsatzzahlen des finnischen Unternehmens.

Demnach sollen beim Online-Strategiespiel täglich rund 30 Millionen Spieler aktiv sein, die einen Umsatz von mehr als 5 Millionen US-Dollar generieren – pro Tag. Sowohl «Clash of Clans» als auch «Hay Day» (ebenfalls von Supercell) belegen seit Monaten die vordersten Plätze von Apples Rangliste mit den umsatzstärksten Apps. Im letzten Jahr hatte der finnische Entwickler seinen Umsatz mit den Games auf 650 Millionen Euro verachtfacht.

F2P ist auf dem Radar

Auch in der Schweiz wird Free-to-Play immer mehr zum Thema: «Wir bekommen immer wieder Rückmeldungen von verärgerten Eltern, da solche in-App-Käufe intransparent sind und schnell aus dem Ruder laufen können», sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz. Das F2P-Modell habe man auf dem Radar, da es für viele Konsumenten ein Ärgernis sein könne. Einzelfälle, bei welchen es bereits zu grossen finanziellen Schäden geführt habe, wurden ihr aber bisher keine gemeldet.

Auf einem iPhone oder iPad können In-App-Käufe mit dem Punkt «Einschränkungen» in den Einstellungen gesperrt werden. Eine ähnliche Funktion existiert auch in Googles Play Store. Mit der Option PIN festlegen wird ein Code erstellt, der bei jedem Kauf verifiziert werden muss.

Anfang Jahr machte auch die EU-Kommission mobil gegen In-App-Käufe: Sie will die Bezeichnung «Free» aus Spielen verbannen, deren Zugang zum Game zwar kostenlos ist, die aber den Kauf teurer Zusatzinhalte nach sich ziehen. Die Bezeichnung sei irreführend. Derzeit würden mehr als 50 Prozent der Online-Spiele auf dem EU-Markt als «kostenlos» angepriesen, obwohl sie häufig – teilweise teure – In-App-Käufe nach sich zögen.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sunny Day am 01.07.2014 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Elterliche Sorgfaltspflicht?

    Grundsätzlich finde ich tatsächlich, dass Spiele als digitales Unterhaltungsmedium unter den vielen qualitativ schlechten Free 2 Play Titeln leiden. Was das Bezahlen betrifft muss man aber ehrlich sein: Will man auf einem Apple Gerät etwas kaufen, steht da der Preis und anschliessend muss man sein persönliches Kennwort eingeben. Dass da empörte Eltern sich dann beschweren wenn sie erst mit der Apple-Rechnung merken, dass ihr Kind mit IHRER Kreditkarte und IHREM Kennwort Einkäufe tätigt, zeigt aber mehr, wie sorglos und uninteressiert Eltern ihre Kindern mit dem Gedöns herumspielen lassen.

    einklappen einklappen
  • anti deppenvolk am 01.07.2014 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    schade, dass jemand auch daführ zahlt!?!

    ist schon gut so, in zukunft gibts nur noch dämliche f2p games für deppen!

  • ste am 01.07.2014 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schleecht! 

    Schwachsinnigstes Spiel auf dieser Welt! Man wartet sich zu Tode und irgendwann ist jedem der Geduldsfaden gerissen und dann nimmt man das Geld in die Hand!... Traurig wer auf so öde P2W Spiele reinfällt, welche übrigens aus sehr wenig Entwicklerkosten entstehen, da vieles abgekupfert wird. nie mehr werd ich ein ähnliches Spiel runterladen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Helder Gomes am 01.07.2014 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Xlash of clans

    Spele clash of clan am 30 oktober seit 3 jahren und bin sehr zufrieden! Ich finde das spiel super und habe "nur" 15franken ausgegeben..:) habe bis jetzt kein einziges spiel so lange gespielt und wenn man vergleicht wv ich gezahlt habe ist es spot billig..:) Das spielt macht echt spass find ich, und es gibt immer tricks schneller voran zu kommen ohne geld zu investieren! :) Aber ich fände das super das diese spiele einen andere bezeichnung haben würde wie free to play..;) aber das wären nun fast alle spiele so..:/ sogar gta5..

  • motz am 01.07.2014 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wischfinger Generation

    ...bin mit meinem finger nicht gut im rumwischen. muss mehr punkte haben.... wozu üben? kanns ja kaufen. vermisse etwas die Spielsalons der 80er. da gabs noch Helden welche sich ein spiel einverleibt haben :-)

  • Schüler am 01.07.2014 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man gibt mehr Geld aus

    Nur eine Anmerkung: Mir ist vor allem bei PC Spielen aufgefallen, dass man bei F2P spielen als richtiger Spieler viel mehr ausgibt. Es kommt nur den Casual Spielern zugute, die den Titel einige Stunden gratis spielen können.

  • ste am 01.07.2014 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schleecht! 

    Schwachsinnigstes Spiel auf dieser Welt! Man wartet sich zu Tode und irgendwann ist jedem der Geduldsfaden gerissen und dann nimmt man das Geld in die Hand!... Traurig wer auf so öde P2W Spiele reinfällt, welche übrigens aus sehr wenig Entwicklerkosten entstehen, da vieles abgekupfert wird. nie mehr werd ich ein ähnliches Spiel runterladen.

  • anti deppenvolk am 01.07.2014 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    schade, dass jemand auch daführ zahlt!?!

    ist schon gut so, in zukunft gibts nur noch dämliche f2p games für deppen!

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