Digitales Konterfei

16. Juli 2014 20:55; Akt: 16.07.2014 20:55 Print

Panamas Ex-Diktator verklagt Activision

Manuel Noriega, der ehemalige Dikator von Panama, sieht seine Persönlichkeitsrechte verletzt, weil sein Konterfei in einem Ego-Shooter auftaucht. Er hofft nun auf Schadensersatz.

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Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega hat diese Woche eine Klage gegen den Game-Publisher Activision eingereicht, berichtet die Website Courthouse News. Der Ex-Diktator wirft Activision vor, dass sein Konterfei im Spiel «Call of Duty: Black Ops 2» ohne seine Erlaubnis verwendet worden sei. Sein Gesicht soll dabei benutzt worden sein, um den Umsatz und die Bekanntheit des Shooters zu steigern. Noriega spricht von einem «eklatanten Missbrauch» und einer «rechtswidrigen Ausbeutung».

Der mutmasslich 80-jährige Noriega hofft nun auf Schadenersatz. Eine konkrete Summe nannte er nicht. Dabei dürfte es sich aber um einen grösseren Betrag handeln. «CoD: Black Ops 2» kam Ende 2012 auf den Markt und generierte in nur 14 Tagen einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Activision hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäussert. Noriega war von 1983 bis ins Jahr 1989 Machthaber von Panama, bis er nach einer US-Invasion abgesetzt wurde. Später wurde er unter anderem wegen Drogenhandels, Geldwäscherei und Mord verurteilt. Derzeit sitzt er in Panama hinter Gittern, wo er eine Haftstrafe von 20 Jahren absitzt.

Auch Lohan will Geld

Mit einer solchen Schadenersatz-Forderung ist Noriega nicht allein. Auch Lindsay Lohan hat eine Klage gegen den Softwareentwickler Take Two Interactive eingereicht. Laut Lohan haben die Macher von «Grand Theft Auto V» in der letzten Version ohne Erlaubnis eine Spielfigur kreiert, die sich auf sie beziehe.

(tob)

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