Grosser Auftritt

17. März 2019 19:37; Akt: 17.03.2019 19:37 Print

Schweizer Gamedesigner erobern US-Konferenz

von Jan Graber - Auszeichnungen, Nominierungen, zwei Plätze als Speaker: Der Besuch der Schweizer an der Game Developers Conference ist schon vor Beginn des Events ein Erfolg.

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Irrwitzig: «Morphies Law» von Cosmoscope wurde mit der Auszeichnung «Honorable Mention» an der GDC Best in Play bedacht. Wörtlich: «Letters – a written adventure» gehört zu den Games, die für Aufmerksamkeit sorgen. Das Spiel hat die Auszeichnung «Honorable Mention» der GDC Best in Play erhalten und ist für den Game Development Award der Game Connection America nominiert. Sterben hilft: Das Puzzlegame «Persephone» von Momo-pi. Nordisches Abenteuer: «Arafinn – Return to Nangrim» von Sycoforge aus Zürich. Das Abenteuer «AVA» von Stardust ist für den Game Development Award an der Games Connection America nominiert. Dreidimensional Zeichnen: Moka Studio zeigt die 3-D-Zeichnungssoftware «Mosketsch». VR-Spacefight: «Anshar Online» ist für den International Mobile Gaming Award nominiert. Dunkel: «Mundaun» von Hidden Fields wurde ebenfalls als «Honorable Mention» an der GDC Best in Play ausgezeichnet. Bombig: Blindflug Studios stellt mit «First Strike Armageddon» an der GDC 2019 die Fortsetzung des erfolgreichen Atombomben-Games vor. Mit der Gameplattform «Airconsole» ist das Zürcher Studio N-Dream vor Ort. Auf gutem Weg: «Unrailed!» von Indoor Astronauts hat mit Daedalic einen renommierten Publisher gefunden und wird auch am Microsoft-Stand gezeigt. Im Fischtank: Vom Zürcher Lilou Studio ist die Aquariumssimulation «Fishery» zu sehen. VR-Geschichten: «Spatial Stories» des Genfer Studios Apelab. Piratenrolle: Das taktische RPG «Soup Raiders» von Team KwaKwa. Charlotte Broccard zeigt das Spiel «TET». Knaller: Mit «Nimbatus» ist das Stray Fawn Studio vertreten. Von vbrn AG ist die digitale Städtebau-Technologie «Custom 3D urban environment for games» zu sehen. Die Technologiefirma Sensoryx will mit «VR Free» Virtual-Reality-Spieler von der lästigen Verkabelung befreien. Nifty Productions zeigt das Dating-Game «Moment Square».

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Dass die Schweizer Gamedesigner international wahrgenommen werden, Preise abholen, erfolgreiche Deals mit Publishern, der amerikanischen Filmindustrie und Tech-Firmen abschliessen, gehört mittlerweile schon fast zum Alltag. Von einer eingeschworenen Szene mit kleinen, unbeachteten Studios haben sich die Schweizer Gameentwickler zu einem Industriezweig entwickelt, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgt.

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Kaum irgendwo zeigt sich das so sehr wie an der Games Developer Conference (GDC), die vom 18. bis 22. März in San Francisco stattfindet. Unter dem Label «SwissGames – Exporting Fun & Innovation Worldwide» reist eine Delegation von 19 Schweizer Gamestudios und Techfirmen an. Laut einer Mitteilung der Kulturstiftung Pro Helvetia handelt es sich neben Kanada und Frankreich um die grösste Länderdelegation an der diesjährigen Convention. Seit mehreren Jahren betreibt die Kulturstiftung Pro Helvetia zusammen mit Swissnex an der GDC einen eigenen Schweizer Stand.

Mehrfach ausgezeichnet

Die Grösse der Delegation sagt indessen wenig aus über den Ruf, den die Schweizer international geniessen. Vielmehr tun dies die Auszeichnungen und Nominierungen, die die Schweizer bereits im Vorfeld erhalten haben. So wurden die Spiele «Letters – a written adventure» von 5am Games, «Mundaun» von Hidden Fields und «Morphies Law» von Cosmoscope mit einer «Honorable Mention» für die Ausstellung GDC Best in Play ausgezeichnet. Das Lausanner Studio OZWE Games ist mit dem VR-Multiplayer-Space-Shooter «Anshar Online» für den 15. International Mobile Gaming Award nominiert.

Schweizer Gamedesigner stehen aber auch anderweitig im Rampenlicht: Philomena Schwab, Studiochefin des Stray Fawn Studios, und Attila Szanter des Westschweizer Techunternehmens MMOS (Massively Multiplayer Online Science) werden an der GDC als Redner vor einem internationalen Publikum sprechen. Parallel zur GDC findet in San Francisco zudem die Games Connection America statt, eine Art Marktplatz für Entwickler. Neben den neun Schweizer Studios, die hier vertreten sind, wurden auch zwei Schweizer Spiele für den Game Development Award nominiert: «AVA» von Tabea Iseli und ebenfalls «Letters – a written adventure».

Frauenpower im Geschäft

Auf Kurs ist nicht zuletzt auch das Game «Unrailed!» aus der ETH-Spielschmiede: Das Simulationsspiel hat mit Daedalic einen renommierten Vertrieb gefunden und wird zusätzlich neben dem Schweizer Stand am Microsoft-Stand zu sehen sein.

Vorbildlich unterwegs sind die Schweizer nicht nur im Bereich der Games. Die Schweizer Delegation gehört zu denjenigen mit dem höchsten Frauenanteil – über die Hälfte der Schweizer Anwesenden sind Gameentwicklerinnen. Die Schweiz zählt generell zu den Ländern mit den meisten Frauen im Gamedesign. Kurz: Schritt für Schritt schaffen die Schweizer Gameentwickler an einem sich stetig verbessernden Ruf, dank dem sie in der internationalen Game-Gemeinde immer deutlicher wahrgenommen werden.

Gametrailer: «Letters – a written adventure»

Gametrailer: «Morphies Law»

Gametrailer: «Mundaun»

Gametrailer: «Unrailed!»

Gametrailer: «Anshar Online»

Gametrailer: «AVA»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gamer am 18.03.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Standort Schweiz für Games

    Kleines Land, viele Spiele! Ich freue mich über die Vielfalt der Ideen und werde sicher das eine oder andere Game testen.

  • Suter Fridel am 17.03.2019 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Frauenquote

    Ich weiss nicht ob das wirklich nötig ist in der Game Entwicklung. Diese Frauenquote. Wäre es nicht vielleicht doch besser wenn sie sich um die Kinder kümmern würden? Weniger Kriminelle, weniger Drogentote und weniger Looser die auf Allgemeinkosten durchgefüttert werden müssen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gamer am 18.03.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Standort Schweiz für Games

    Kleines Land, viele Spiele! Ich freue mich über die Vielfalt der Ideen und werde sicher das eine oder andere Game testen.

  • Suter Fridel am 17.03.2019 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Frauenquote

    Ich weiss nicht ob das wirklich nötig ist in der Game Entwicklung. Diese Frauenquote. Wäre es nicht vielleicht doch besser wenn sie sich um die Kinder kümmern würden? Weniger Kriminelle, weniger Drogentote und weniger Looser die auf Allgemeinkosten durchgefüttert werden müssen?

    • Futer Sridel am 17.03.2019 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Suter Fridel

      Da bist du aber etwas falsch gewickelt. Im Jahr 2019 kann - oh wunder - auch ein Mann für die Kinder sorgen. Gibt Millionen Beispiele wo das sogar sehr gut funktioniert. Ich glaube zudem es gibt viel mehr Männer, die ihre Vaterrolle nicht richtig wahrnehmen als Frauen, die ihre Mutterrolle vernachlässigen. Mit etwas recherche würde aus diesem Glauben ein Wissen werden. ;) Dann könnten Kinder ihren Vater als Vorbild nehmen und nocht eine Film oder Gamefigur^^

    • Christoph Meier am 18.03.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

      Komm mal von deinem hohen Ross runter

      Wow, was ist das für eine Aussage!? Ich bin zwar auch gegen Quoten aber hier gibt es ja keine Quote. Ihre Aussage ist völlig daneben. Sie geben quasi den Frauen die Schuld das es kriminelle usw. gibt. Das ist billig und entspricht nicht annähernd der Wahrheit. Ist schon traurig das Sie das auf die Frauen abschieben.

    • J.D am 18.03.2019 23:26 Report Diesen Beitrag melden

      oder...

      wie wärs, wenn väter,die ihrem Gedankengut folgen, den Dtock aus dem A....ziehen und selbst etwas dür die erziehung tun würden? möglicherweise würden die Kinder dann lernen, was eine gesunde Beziehung ausmacht, und das wäre viel wert. mal ganz abgesehen davon: es braucht gute softwareentwickler...und die sind eben auch unter den Frauen zu finden.

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