Darkday

24. Februar 2011 14:49; Akt: 24.02.2011 15:09 Print

Unheimliche Erlebnisse im Bernbiet

Am zweiten Darkday stellten die grossen Gamepublisher ihre kommenden Action-Highlights vor. Bevor die Games angezockt werden durften, mussten die Teilnehmer jedoch kräftig frieren und sich mit ihren eignen Ängsten konfrontieren. Ein Bericht von der Front.

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Darkday-Event: Zocken im Reduit.

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Es war eine bitterkalte, dunkle und fast schon unheimliche Nacht, am letzten Freitag, dem 18. Februar, als sich rund 80 Personen aus Handel und Medien und etwa 20 Actiongame-Fans in Bern Bolligen versammelten um – sie wussten selbst nicht, was auf sie zukommen sollte.

Plötzlich hiess es, einsteigen. Gruppen von fünf bis acht Personen wurden in Shuttle-Bussen ins Nichts in der Nähe von Geritstein gefahren, in dem bedrohliche Felsformationen im diffusen Vollmondlicht glänzten. Kaum ausgestiegen wurden ihnen Klettergurten, Seile, Karabiner und Feuerzeuge in die Hände gedrückt. «Dann begaben wir uns auf den Weg des Grauens», erklärte später einer der Teilnehmenden und fährt fort: «Leider konnten wir die Gruppen, die vor uns unterwegs waren, nicht fragen - wir hatten sie nämlich nicht mehr gesehen, seit sie abtransportiert worden war.»

Finstere Kreaturen

Sie marschierten los – ins ungewisse Dunkle. Plötzlich ein Licht, eine schemenhafte Gestalt: ein Mädchen mit einer Fackel in der Hand. Sie schreit, läuft davon. Die Gruppe folgt ihr, kann sie aber nicht finden, stösst jedoch auf eine Videobotschaft, in der eine gruselige Gestalt Anweisungen für den weiteren Weg gibt – ein mit Fackeln ausgesteckter Weg. Die Gruppe folgt ihm und stolpert fast über eine am Boden kriechende Gestalt – die um Feuer für eine Zigarette bittet. Sie stecke seit drei Wochen in diesem Level fest. Spätestens jetzt wird den Teilnehmenden klar, dass sie sich in einem real nachempfundenen Videospiel befinden und eine Mission zu erfüllen haben. Die Gestalt weist, nun mit brennendem Glimmstengel ausgestattet, den weiteren Weg. Und dieser führt direkt an den Abgrund. Oder besser, nah an diesem vorbei: Mit Karabinern und Seilen gesichert, hangelt sich die Gruppe Richtung Westen – und stösst auf eine weitere verwirrt wirkende Gestalt, die ihr Walkie-Talkie sucht.

Armee-Bunker als Spielhöhle

Aus Angst vor Dämonen wage sie sich nicht in die Dunkelheit. Die Teilnehmer hören verzerrte, fremdartige Stimmen und folgen diesen. Sie stossen auf das Funkgerät und erhalten die Anweisung, ein Feld zu überqueren. Plötzlich bricht die Hölle los: «Links und rechts stachen fünf Meter hohe Flammen aus dem Boden, lautes Hunde-Gebelle dröhnte aus überdimensionalen Boxen – wir rannten und rannten», erklärt später ein Mitglied der Gruppe. Schlussendlich kommen sie, ausser Atem und vollgepumpt mit Adrenalin ans Ziel: ein ausgehöhlter Berg, der früher der Schweizer Armee als Reduit gedient hatte.

Endlich können sie sich erholen und ihrer eigentlichen Mission widmen: Dem Zocken von «Killzone 3», «Dragon Age 2», «Bulletstorm» und weiteren Krachern. Manch einer dürfte dabei ein paar real anmutenden Deja-vus des soeben Erlebten gehabt haben. Als zum krönenden Abschluss bei einer exklusiven Präsentation der heiss erwartete Shooter «Crysis 2» vorgestellt wurde, war die Kälte definitiv vergessen. «Der Event hat trotz eisiger Kälte und Dunkelheit wahnsinnig Spass gemacht», verriet am Ende ein weiterer Actionfan.

(saa)

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