Outlaws und Revolver

29. Oktober 2018 17:48; Akt: 29.10.2018 17:48 Print

Verloren im Wilden Westen

von Jan Graber - «Red Dead Redemption 2» bietet Spielern eine enorme Vielfalt, sich in den Weiten des Wilden Westens zu vertun. Ist es zu viel des Guten?

Noch herrschen raue Sitten im Wilden Westen, doch die Zivilisation drängt: «Red Dead Redemption 2» erzählt eine intelligente Geschichte um Outlaws und Verlorene. (Video: Rockstar Games)
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Natürlich beginnt die Geschichte dramatisch: ein Schneesturm. Eisige Kristalle beissen sich in die Haut, die Kälte schleicht in die Knochen. Mitten im Sturm eine Gruppe Outlaws mit einer Handvoll leichter Mädchen. Ein Überfall ist schiefgelaufen. Näheres weiss man zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie sind auf der Flucht, dem Tode nahe. Ich friere mit ihnen. Aber die Bande findet eine verlassene Minenstadt, um zu überwintern. Der Spielheld Arthur Morgan, in dessen Boots ich stecke, macht sich auf, Tiere zu erlegen, und bald schon gilt es, einer feindlichen Gang den Garaus zu machen und einen Zug zu überfallen.

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Willkommen in «Red Dead Redemption 2» («RDR2»). Mit dem Spiel bringt Rockstar («GTA V») die langersehnte Fortsetzung des Westernepos aus dem Jahr 2010 heraus. Die Geschichte spielt zeitlich vor dem ersten Teil, doch am Ende einer Epoche, die von Pionieren, Revolverhelden und der Wildheit des Westens geprägt war. Von Osten her rückt die Zivilisation näher. Die Bande, zu der Morgan zählt, ist im Grunde auch auf der Flucht vor der Moderne. Mit Überfällen versucht sie sich über Wasser zu halten und ein Stück ihrer alten Welt zu bewahren.

Riesige Spielwelt

Die Episode im gedrängten Winterlager dient indessen nur dazu, die ersten grundlegenden Schritte des Spiels zu lernen: jagen, die richtigen Waffen wählen, mit Hilfe des Dead Eye in verlangsamter Zeit die Gegner abknallen, sie ausplündern und mehr. Als die Gang im Frühling ihre Reise fortsetzt, tun sich vor einem aber nicht nur die Weiten Amerikas, sondern auch die immense Tiefe des Games auf – und man wird überwältigt von der Vielzahl an Möglichkeiten, das Spiel zu erleben.

Gehe ich auf die Jagd oder überfalle ich eine Kutsche? Verkomme ich in den Saloons oder pflege ich mein Pferd? Ich besuche Shops für bessere Waffen, den Detailhändler für Esswaren und Utensilien, unterhalte mich mit den Menschen im weiten Land und helfe ihnen bei ihren Problemen – oder schiesse sie über den Haufen und raube sie aus. Ziehe ich den Revolver zu schnell, habe ich im Nu das Gesetz am Hals. Arrangiere ich mich mit diesem, lebt es sich leichter.

Fast zu real

«Red Dead Remption 2» zeigt eine lebende und atmende Spielwelt, wie man sie in Games so noch nie gesehen hat. 200 Tierarten bevölkern die Welt, eine riesige Anzahl Pflanzen wartet darauf, von mir gepflückt und weiterverarbeitet zu werden. Wo Feuer ist, steigen Rauch und Funken auf, im Wind wehen Blätter von den Bäumen, die Wiesen wiegen sich, die Rehe sprinten davon, wenn sie mich riechen. Man kommt nicht umhin, bisweilen einfach stehen zu bleiben, um zu staunen.

Die Weiten des Wilden Westens

Darin liegt indessen auch die Schwierigkeit des Games: Es ist fast zu real. Rockstar schafft episches, interaktives Kino – und überfordert einen damit oft. Im Game wird endlos geplaudert, die Dialoge brechen kaum ab. Durchsuche ich gefallene Gegner, drängen mich die Gangkumpels, ich solle vorwärtsmachen; manchmal würde ich ihnen am liebsten das Maul stopfen. Die Wege, die auf dem Pferd zurückgelegt werden, sind zudem lang, und ich frage mich, ob es nicht auch kürzer gegangen wäre.

Kurz: «RDR 2» ist ein Monster von einem Spiel. Es bietet eine immense Spieltiefe und eine extrem lebendige Welt, begräbt den Spielspass aber bisweilen unter seinem eigenen Gewicht. Doch schafft es «RDR 2» auf brillante Weise, mich laufend weiterzuziehen, um mich stundenlang in der vergangenen Welt des Wilden Westens zu verlieren.

«Let's Play» der Videoredaktion

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Django am 29.10.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Das absolut beste Spiel das ich je gezockt habe.

  • Adla am 29.10.2018 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Naaja

    Naaaja, der bericht ist ok, was fehlt: MUST HAVE!! Endlich wieder mal ein spiel, dass man stundenlang zocken kann.. da bekommt man was fürs geld, nicht nur ne kopie mit neuer Hülle(FIFA). Ausserdem ist das lange reiten entspannend (kinomodus) und an jeder ecke passiert was, so dass ich selten von a nach b gehe, ohne das was spannendes passiert.. auch wenn wenig negatives steht, bleibt nach dem lesen das gefühl, dass der Bericht dem spiel nicht gerecht wird.

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  • Mara Jade am 29.10.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Girls Night:-)

    Mein Mann liebt das Spiel und ist stundenlang beschäftigt. Ich kann meine Freundinnen treffen:-) top!!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jay jay am 07.11.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Story

    Mit abstand die schlechteste Story die ich bisher erlebt habe. Spielerisch als auch erzählerisch sehr unbefriedigen.

  • CoffeeDude am 03.11.2018 02:17 Report Diesen Beitrag melden

    mimimi

    Der Redakteur scheint mir einfach kein richtiger Gamer zu sein. Mit irgendwas ist er immer überfordert. Erinnere mich immer wieder gern an den Batman-Report, als er von "Marvel-Held" und "Killer" geredet hat und die Steuerung zu kompliziert fand.

  • TomR am 02.11.2018 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gameredaktion

    Die Gameredaktion bei euch findet schon immer was rumzumeckern. Das geht mir gehörig auf den Kecks. Ist der Weg zu lange? Nein. Ist es fast zu viel? NEIEN! Dieses Game ist was vom Besten auf dem Markt. Hier gibt es nichts zu meckern. LG eurer treuster Leser

    • Schnäbedehämbrä am 03.11.2018 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @TomR

      Habe es nun durch gespielt. Es ist wirklich ein gutes Spiel. Wurde gut unterhalten. Gute geschichte usw... hat jedoch auch seine Makel. Es wird einem zum Zeil immer nur der eine Lösungsweg aufgezwungen obwohl mir njoch 5 andere Lösungswege in den Sinn gekommen war. Oder die vielen schusswechsel die sich doch nach dem 100x immer gleich vorkommen. Die K.I versteckt sich hinter einem Baum und kuckt alle 5 sek immer gleich hervor. Bei MGS5 z.B versuchen sie dich ein zu kesseln oder aus deinem Versteck zu räuchern aber hier ist sie nur dumm...also man sieht es geht immer besser

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  • Alumdria841 am 30.10.2018 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lokomotiven zu langsam

    Die Züge sind mir zu langsam. Als der Kollege mir sagte man kann die Loks selbst fahren, habe ich mich schon aufs entgleisen wie in GTA San Andreas gefreut xD Klar sind die Loks damals vielleicht so langsam gefahren. Trotzdem hätte man hier nicht so realistisch sein müssen:D

  • André am 30.10.2018 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erweitere meinen Englischwortschatz

    Das Spiel ist definitiv gut um Englisch zu lernen.

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