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02. März 2011 22:30; Akt: 02.03.2011 22:16 Print

Codecheck: Firmenschreck

von Désirée Pomper - Umweltschutz dank Codecheck-App: Dank einem Strichcode-Scan mit der Handy-Kamera können Konsumenten jetzt umweltfreundlich einkaufen.

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Nach einem Strichcode-Scan erscheinen die Informationen zum Produkt auf dem Handy.

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Ob im Lippenstift auch Palmöl steckt oder der gewünschte Fisch vom Aussterben bedroht ist – das weiss ab heute jeder, der eine Codecheck-App besitzt. Ein Strichcode-Scan mit der Handy-Kamera genügt und auf dem Display erscheinen alle Informationen zum gewünschten Produkt. «Meere werden überfischt und zugunsten von Ölpalm-Plantagen werden riesige Flächen des indonesischen Urwaldes gerodet. Das können wir zwar nicht verhindern, aber mit unserer App können Konsumenten wenigstens umweltbewusst einkaufen», sagt Codecheck-Chef Roman Bleichenbacher. Die Produkteinformationen stammen von Greenpeace.

Bisher konnten über die App bereits Gesundheitsinformationen wie Kalorien- oder Zuckergehalt von Lebensmitteln abgerufen werden. Und neue Ideen hat der 35-jährige Jungunternehmer auch schon im Kopf: «Ob Kinderarbeit oder Tierversuche hinter einem Produkt stecken, dürfte die Konsumenten ebenfalls interessieren.» Bereits 650 000-mal wurde die Codecheck-App heruntergeladen. Zum Vergleich: Die extrem populäre SBB-App verzeichnet rund 800 000 Downloads. So mausert sich die Codecheck-App immer mehr zum Firmenschreck: «Gewisse Firmen dürften sich jetzt warm anziehen», sagt Konsumentenschützerin Sarah Stalder. Schweizer seien kritische Konsumenten. «Finden sie die gewünschten Informationen auf den Verpackungen nicht, ist es jetzt ein Leichtes, sich diese selber zu besorgen.»