Sexting

06. Dezember 2011 02:30; Akt: 06.12.2011 14:28 Print

Das Handy ist doch keine Porno-Schleuder

Wesentlich weniger Jugendliche als bislang vermutet verbreiten Nacktfotos über ihr Handy. Das behauptet eine neue Studie. Populärer sind hingegen Fotos der Sorte «was man auch in der Badi sehen kann».

storybild

Nacktbilder werde nur von einem Prozent der amerikanischen Jugendlichen verschickt. (Bild: Colourbox)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Einer repräsentativen Studie aus den USA zufolge ist es gerade einmal ein Prozent der 10- bis 17-Jährigen, die Nacktfotos per Handy oder per Computer weiterverbreiten. Die gleiche Zahl gab in der Umfrage an, weniger eindeutige als vielmehr suggestive Fotos verbreitet zu haben. Sieben Prozent erklärten, sie hätten den ein oder anderen Typus an Fotos schon erhalten. Die Studie wurde in der Zeitschrift «Pediatrics» veröffentlicht.

Es bestehe für Eltern also kein Grund zur Panik, erklärt Kimberly Mitchell, der Hauptautor der Studie, der eine Forschungsprofessur für Psychologie an der Universität von New Hampshire hat. Frühere Studien waren zu dem Ergebnis gekommen, dass sich bis zu 20 Prozent der jungen Menschen an der Weiterverbreitung von sexuell anstössigen Fotos beteiligen. Dabei habe es sich aber oft um Fotos gehandelt, die nicht mehr zeigten, als das, «was man am Strand sehen kann», heisst es in der Studie. Andere Vorfälle seien nichts anderes als das, was früher der verschämte Blick in den «Playboy» des Vaters war.

Das Handy wie die Höhlenwand

Es sei völlig normal, dass Jugendliche ihre Sexualität erforschen wollten, erklärt Michael Rich, Direktor des Zentrums für Medien und Kindergesundheit am Kinderkrankenhaus in Boston. «Das gab es schon, seit jemand das Bild einer nackten Frau auf eine Höhlenwand gemalt hat», sagt Rich. Das Weiterverbreiten von Nacktbildern, in den USA schlicht als «Sexting» bezeichnet, werde von vielen Erwachsenen nur deshalb nicht verstanden, weil es in einer neuen Umgebung stattfinde, die sie nicht so gut verstehen wie die Kinder.

Eltern, Schulen und Behörden müssten verstehen, dass «Jugendliche neurologisch programmiert sind, dumme Dinge zu tun», sagt der Mediziner Victor Strasburger von der Universität von New Mexico. Das Gehirn sei noch nicht so entwickelt, dass sie die ganzen Konsequenzen ihres Handels erkennen könnten. Das komme erst mit dem frühen Erwachsenensein.

(ap)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.w. am 06.12.2011 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Wollt ihr schlau werden dann vertraut niemals einer studie.

    einklappen einklappen
  • L.J. am 06.12.2011 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen!

    Heute sind diese Seiten extra fürs Smartphone angepasst. Fürs iPhone meist in der HTML 5 Version und für Android Flash oder auch HTML 5. Wer eine gute Verbindung oder einen WLAN hat, kann dies ohne Probleme anschauen.

    einklappen einklappen
  • Wilma Feuerstein am 06.12.2011 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Programmiert

    ..."neurologisch programmiert dumme Dinge zu tun...". Cooles statement. Ich denke, das ist locker auch auf manch Erwachsenen anwendbar :o)

Die neusten Leser-Kommentare

  • S.w. am 06.12.2011 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Wollt ihr schlau werden dann vertraut niemals einer studie.

    • Jan Helbling am 08.12.2011 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ...

      korrekt ;)

    einklappen einklappen
  • L.J. am 06.12.2011 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen!

    Heute sind diese Seiten extra fürs Smartphone angepasst. Fürs iPhone meist in der HTML 5 Version und für Android Flash oder auch HTML 5. Wer eine gute Verbindung oder einen WLAN hat, kann dies ohne Probleme anschauen.

    • a.n.n.y.m am 06.12.2011 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wrong topic

      Es geht in diesem Beitrag nicht um Seiten mit pornographischen Inhalten. Mit "sexting" ist das Verbreiten von selbstgeknipsten Portraits gemeint.

    • Erfahrener am 06.12.2011 20:09 Report Diesen Beitrag melden

      Illusion

      Und? Was ist daran schlimm? Ich meine, ich habe auch einmal Pornofilme gesehen und bin ich deshalb nicht ein schlechterer Mensch. Ich habe eine Freundin seit bald fünf Jahren (mein Alter: 20 - 25 Jahre) und übertrage pornographische Inhalte nicht auf mein Sexualleben. Hört auf, immer diese Filme zu verteufeln. Wer sie sehen will, der soll sie sehen. Dass Jugendliche nie ran kämen, das ist doch eine Illusion, von der wir uns doch langsam verabschieden sollten.

    einklappen einklappen
  • Wilma Feuerstein am 06.12.2011 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Programmiert

    ..."neurologisch programmiert dumme Dinge zu tun...". Cooles statement. Ich denke, das ist locker auch auf manch Erwachsenen anwendbar :o)