29. Mai 2007 16:23; Akt: 29.05.2007 16:34 Print

Handy schützt Fussgänger vor Unfällen

Handys sollen künftig Fussgänger vor Kollisionen mit Autos warnen. Eine Kombination aus GPS und DSRC macht dies möglich.

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Das japanische Unternehmen Oki Electric Industry hat den Prototypen eines Handys vorgestellt, das die Verkehrssicherheit für Fussgänger erhöhen soll. Ermöglicht wird dies durch die Verbindung von GPS und DSRC (Dedicated Short Range Communication) im Mobilfelefon. Die DSRC-Technologie kommt in Fahrzeugen zum Einsatz und dient unter anderem der Unfallvermeidung. Das Sicherheits-Handy soll nun den Fussgänger warnen, falls ihm ein Auto zu nahe kommt.

Über das DSRC-Modul registriert das Telefon alle Fahrzeuge in der Umgebung, die ebenfalls mit einem DSRC-Chip ausgerüstet sind. Dazu senden die Chips in regelmässigen Intervallen Signale aus. Kommt ein Auto in einen zuvor um das Telefon festgelegten Bereich, so wird die Position beider und deren Abstand laufend überwacht. Mithilfe von GPS-Daten wird die Geschwindigkeit gemessen, mit der sich der Handybesitzer und die erfassten Autos aufeinander zubewegen und eine Unfallwahrscheinlichkeit errechnet. Sobald der Fussgänger einem Wagen zu nahe kommt, wird er durch einen Vibrationsalarm beziehungsweise durch Meldungen gewarnt.

«80 Prozent der Bevölkerung in Japan besitzen ein Mobiltelefon. Unser Ziel ist es, mit Handys die Sicherheit von besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern wie Fussgänger oder Radfahrer zu erhöhen», sagt Masao Miyashita, Verantwortlicher für System Solutions im Oki-Konzern. «Wir werden unsere Produkte in enger Kooperation mit den Automobilherstellern entwickeln.» Derzeit arbeitet der Konzern daran, die Chips kleiner und sparsamer zu machen, um sie in herkömmliche Mobiltelefone verbauen zu können. (pte)