19. April 2005 04:54; Akt: 18.04.2005 20:46 Print

«Camera/Iraq»: Bilder des Schreckens und der Hoffnung

Nie zuvor spielten Bilder in einem Krieg eine so zentrale Rolle wie bei der Invasion des Iraks. Eine Website geht dem Phänomen auf den Grund.

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Der Irak-Krieg wird in die Geschichtsbücher als der erste Krieg eingehen, den der Zuschauer live am Bildschirm verfolgen konnte. Möglich gemacht haben das die «eingebetteten» Journalisten, die die US-Truppen bei den Kampfhandlungen begleiteten und darüber berichten konnten.

Diese unmittelbare Nähe resultierte in einen Kampf um «nachwirkende Bilder»: Amerikanische und arabische Medien versuchten, das Kampfgeschehen über die Medien zu emotionalisieren.

Die Website Camera/Iraq hat sich zum Ziel gesetzt, die mediale Bilderflut des Irak-Kriegs im Rahmen einer Internet-Ausstellung zu dokumentieren. Dazu durchsucht sie das Web nach Aufnahmen, die mit dem Irak-Krieg in Zusammenhang stehen. Die Hauptkategorien umfassen jene Themen, welche damals die Medienlandschaft dominiert haben: Abu Ghraib, Saddams Söhne, Nick Berg.

Neben den unzähligen Fotos liefert die Site auch Analysen und Hintergrundinformationen: Welche Rolle spielte das Internet im Konflikt? Wie hat sich die Kriegsfotografie in den letzten Jahrzehnten verändert? Mehr über den hyperdokumentierten Krieg und seine Bilder unter www.camerairaq.com

(phz)