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01. März 2011 10:08; Akt: 01.03.2011 10:49 Print

«Daily Deals» für Cannabis

Online-Schnäppchenjägern in den USA bietet sich ein neues Feld: Wo gibt es das günstigste Marihuana? Natürlich nur zu rein medizinischen Zwecken.

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Marijuana-Apotheke The Green Easy in Los Angeles: Mit einem ärztlichen Attest darf das berauschende Kraut bezogen werden. (Bild: Keystone)

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In nunmehr 14 US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Oregon, Alaska und Hawaii, hat sich ein ungewöhnlicher Industrie-Zweig entwickelt. Das Ziel der Hanf-Produzenten ist es, die Konsumenten mit legalem Cannabis zu versorgen. Wer beispielsweise ein vom Arzt bestätigtes Augenleiden hat, kann sein Heil in einem wohltuenden Hanf-Tee oder einem Joint suchen. Anstatt in dunklen Gassen einen Dealer suchen zu müssen, findet der Handel mit «Medical Marijuana» in der Öffentlichkeit statt. Im Internet können die User nun nach dem besten und günstigsten Angebot suchen. Analog zu den Schnäppchenjäger-Websites wie Groupon flattern einem jeden Tag die besten Deals in den Posteingang.

Kalifornien hat 1996 als erster US-Staat den Gebrauch von Marihuana zu medizinischen Zwecken erlaubt. Im November 2010 haben die Bürger des US-Westküstenstaats die allgemeine Legalisierung in einer Volksabstimmung abgelehnt. Als Freizeitdroge ist «Gras» also nach wie vor verboten. Und auch gemäss dem übergeordneten US-Bundesgesetz gilt Marihuana weiterhin als illegal. Das hindert allerdings eine wachsende Zahl von «Patienten» nicht daran, dank der uralten Nutzpflanze willkommene Linderung für ihre Gebrechen zu finden.

(dsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Silas A. am 06.03.2011 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag den Schwarzmarkt nicht

    Mich nervt vor allem, dass man heute leider auf zwielichtige Kreise angewiesen ist, wenn man etwas will. Man weiss nie was es ist, ein Grossteil behauptet die Ware sei aus Amsterdam um einen höheren Preis zu erzielen. Weiter kommt noch das Einstiegsdroge-Problem hinzu. Oft haben die Dealer auch härteres. Wäre Gras legal, dann wäre das Problem aus der Welt.

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  • Weltraumwiesel am 01.03.2011 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nicht bei uns?

    Welch Ironie, dass gerade die USA, die durch die Opiumkonferenzen gerade Gras illegal und für den Teufel erklärt haben, die Droge als Wirtschaftszweig entdecken und akzeptieren. Wieso auch nicht auch bei uns? Bei einer Legalisierung gäbe es höherer Jugendschutz, weniger Kriminalität, Dealerei und Geld für mafiöse Organisationen, keine Ausgrenzung von einfachen Kiffern (sind auch normale Menschen). Und wer gibt dem Menschen das Recht über die Existenz von diesem Kraut zu bestimmen? Wieso sollte man natürliche Pflanzen verbieten? Wir verbieten auch keine Tierarten oder Menschenrassen.

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  • Manuel P. am 10.07.2011 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Warum gibt es das hier noch nicht?

    Schade, das es das bei uns noch nicht gibt. Ich möchte anstatt der ewigen langweiligen Wellness u. Photosession Deals auch mal ein paar DROGENDEALS auf DEALKOMPASS.CH sehen. Bei uns ist Cannabis für medizinische Zwecke ja doch auch erlaubt?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Manuel P. am 10.07.2011 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Warum gibt es das hier noch nicht?

    Schade, das es das bei uns noch nicht gibt. Ich möchte anstatt der ewigen langweiligen Wellness u. Photosession Deals auch mal ein paar DROGENDEALS auf DEALKOMPASS.CH sehen. Bei uns ist Cannabis für medizinische Zwecke ja doch auch erlaubt?!

  • Sebastian R. am 09.03.2011 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wie auch immer.....

    Ich finde auch, das eine gewisse Menge legalisiert werden muss! WAS VERBOTEN IST IST DOCH ATRAKTIVER? ;-) sieht man doch bei den Kindern am besten! Meine 3 sehr Schönen Salvia Divinorum Pflanzen, musste ich letztes Jahr auf Qualvolle Weise Zerstören... Was soll das? ich Deale mit meinen Sachen nicht? Ich habe eine Eigengebrauch Menge...! Ich bin für eine Legalisierung.... Nur schon dadurch das Hanf auch sehr Positive Wirkungen hat..

  • Silas A. am 06.03.2011 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag den Schwarzmarkt nicht

    Mich nervt vor allem, dass man heute leider auf zwielichtige Kreise angewiesen ist, wenn man etwas will. Man weiss nie was es ist, ein Grossteil behauptet die Ware sei aus Amsterdam um einen höheren Preis zu erzielen. Weiter kommt noch das Einstiegsdroge-Problem hinzu. Oft haben die Dealer auch härteres. Wäre Gras legal, dann wäre das Problem aus der Welt.

    • Karl Atze am 08.03.2011 01:35 Report Diesen Beitrag melden

      wer braucht den Schwarzmarkt

      erstens kann man durch Kollegen (garantiert jeder kennt mindestens einen der kifft) die zwielichtigen Kreise meiden. zweitens ist jeder in der lage, das zeug selbst anzubauen und zum selbstversorger werden. eine legalisierung ist nicht unbedingt vonnöten und würde bloss die SVP unnötig mobilisieren. was aber unbedingt gemacht werden muss, ist den konsum, besitz und anbau von mengen, die man plausibel als eigenverbrauch sehen kann, zu entkriminalisieren. die definition der menge ist nicht ganz einfach und muss meiner meinung nach situationsabhängig eingeschätzt werden. fortsetzung folgt

    • Karl Atze am 08.03.2011 01:41 Report Diesen Beitrag melden

      Fortsetzung

      wer 100 gramm in der innenstadt spazieren trägt (womöglich gar säuberlich in 5g-tütchen aufgeteilt) ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein dealer und sollte auch hart bestraft werden. wer sich mit einer mülltüte voll mit frisch geschnittenem gras erwischen lässt, transportiert wahrscheinlich gerade seine jahresernte nach hause. au wenn dies durchaus meist mehrere 100 gramm (in trockenmasse gerechnet) sind, muss man bedenken, dass dies wohl auch einem jahresverbrauch entspricht. fortsetzung folgt

    • Karl Atze am 08.03.2011 01:50 Report Diesen Beitrag melden

      Fortsetzung

      die aktuelle (meines wissens inoffizielle) 5-gramm regelung, geht zwar in die richtige richtung, schafft es in der praxis nicht, zwischen dealer und konsument zu unterscheiden, da schon eine ernte einer pflanze vor gericht als beweis für verkaufsabsicht ausgelegt wird. meines erachtens sollte die menge die bei eigenanbau (sowie auffinden in haus/wohnung) straffrei bleibt auf etwa 5-10 pflanzen gesetzt werden. das ist durchaus glaubhaft als jahreskonsum zu sehen (ich kenne durchaus personen die 10 pflanzen pro jahr wegbringen, ohne zu dealen, nicht dass ich das besonders gut finde)

    • Karl Atze am 08.03.2011 01:57 Report Diesen Beitrag melden

      Fortsetzung

      mit einer solchen regelung könnte man den schwarzmarkt effektiv unterbinden, womit auch die gesundheitlichen probleme durch streckmittel verschwinden würden. dem dealer ist es im endeffekt ziemlich egal, ob seine kunden wegen streckmitteln krank werden (vor einigen jahren gab es in deutschland gar eine welle von todesfällen wegen bleistaub im gras) er will einfach seine ware so teuer wie möglich loswerden.

    • Karl Atze am 08.03.2011 02:02 Report Diesen Beitrag melden

      schlusssatz

      meines erachtens könnte man auch eine steuer auf den eigenanbau erheben. etwa 100.- pro pflanze wären wohl realistisch. so haben nämlich alle gewonnen, der konsument hat ein qualitatives produkt bei dem er weiss was er bekommt (und was mit sicherheit nicht dabei ist) zu einem vernünftigen preis, die krankenkassen würden sparen weil weniger leute sich an fragwürdigen streckmitteln vergiften würden, und der staat könnte davon auch profitieren.

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  • jay am 01.03.2011 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    pro 10 - contra 0

    huch? 10 kommentare, alle tönen nach pro-hanf.. ich bin etwas erstaunt.. es ist ja noch nicht sonderlich lange her, haben wir darüber abgestimmt. und obwohl hanf in vielen belangen deutlich ungefährlicher ist als alkohol, hätte man denken können, man hätte darüber anbgestimmt ob wir unsere erstgeborenen töten sollen. ich persönlich fände eine KONTROLLIERTE legalisierung durchaus wünschenswert, habe jedoch mittlerwile jegliche hoffnung verloren..

    • Denker am 03.03.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      @jay

      Ich sehe im Gegenteil für die Zukunft grosse Chancen für die kontrollierte Hanflegalisierung. Denn die jungen haben vermehrt dafür gestimmt und würden dies laut Umfragen und auch eigener Erfahrung wieder tun. Das heisst, die Für-Stimmen werden stetig wachsen.

    • Luca Petrecca am 04.03.2011 08:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Denker

      Bin genau deiner Meingung. Die "Pro-Cannabis"-Seite wächst und wächst. Ich denke, dass unsere Kinder bereits in einer Schweiz leben werde, in welcher Cannabis legal ist. (:

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  • Mathias Krueger am 01.03.2011 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Legalize Hemp

    Ich denke auch, dass Alkohol die schlimmste Droge ist. Das zeigen ja auch natio0nale und internatinale Statistiken. Legalisierung in ganz Europa würde auch die Beschaffungskriminalität senken und den Jugendschutz verbessern. Also auf zur nächsten Abstimmung :-)

    • Rolf Raess am 06.03.2011 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      der Steuerzahler zahlt - diesmal nicht für Asylant

      richtig Herr Krueger, wir haben in der Schweiz 300'000 Alkoholiker, die samt Familie unterstützt werden müssen Das stört die SVP, FDB & CVP nicht, denn sie verdienen wahrscheinlich am Alkohol. Hierzulande muss eine Partei ja nicht sagen, woher sie das Geld bekommt - Demokratie? hahaa

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