«Musiker» Kim Dotcom

13. Dezember 2013 14:25; Akt: 13.12.2013 15:29 Print

«Es ist schwierig, ein Album herauszubringen»

von S. Sigrist - Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat heute sein eigenes Musikalbum veröffentlicht. Er beschreibt seine Werke als «poppige Melodien, zu denen man in der Disco tanzen kann».

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Man mag von Kim Schmitz alias Kim Dotcom halten, was man will, doch dem deutsch-finnischen Doppelbürger kann nicht vorgeworfen werden, er habe auf der faulen Haut gelegen. In den 1990er-Jahren machte der heute 39-Jährige als Hacker weltweit Schlagzeilen, 2005 gründete er die Share-Plattform Megaupload, die im Januar 2012 vom FBI vom Netz genommen wurde. Seit der Schliessung des Sharehosters lieferte sich Dotcom zahlreiche Streitigkeiten mit US-Gerichten. Wegen mehrfachen Betrugs, Insiderhandel, Missbrauchs von Titeln und Bandenhehlerei wurde das geschäftstüchtige Genie zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. Im Januar 2013 folgte die Aufschaltung des neuen Daten-Hosters Mega.

Momentan lebt der prominente Hacker mit seiner Frau und fünf Kindern in einer Villa in Neuseeland. Laut «Promiflash» soll Dotcom nun einer der Teilnehmer der nächsten Staffel der Sendung «Ich bin ein Star - holt mich hier raus» sein. Damit noch nicht genug: Auf Twitter hat Kim Dotcom am heutigen Freitag die Veröffentlichung seines eigenen Musikalbums bekannt gegeben.

«Fast wie die Black Eyed Peas»

In einem Interview mit dem Blog «Wired» berichtete Dotcom, sein musikalisches Erstlingswerkwerk werde «Good Times» heissen. «Es handelt sich um elektronische Tanzmusik - eigentlich fast wie bei den Black Eyed Peas. Zu den poppigen Melodien kann man in der Disco tanzen.» Der Vergleich mit der weltberühmten Hip-Hop-Band kommt nicht von ungefähr. Der frischgebackene Musikmixer hat sich für sein Debütalbum den Produzenten der Black Eyed Peas an Bord geholt. Ganze sechs Monate verbrachte Printz Board in Neuseeland, um an «Good Times» zu arbeiten.

In der nächsten Aussage des Piraterie-Pioniers schwingt wohl eine kleine Spur von Ironie mit: «Es ist wirklich schwierig, ein Album herauszugeben. Ich habe grossen Respekt vor all den hart arbeitenden Künstlern.» Viele Menschen realisierten gar nicht, dass hinter einem drei bis vier Minuten dauernden Song manchmal bis zu zwei Monaten Arbeit stecken, so der in den USA als Internetkrimineller verurteilte Kim Dotcom. Zur Erinnerung: Als das FBI Schmitz' Sharehoster Megaupload schloss, wurde von rund einer halben Milliarde Dollar gesprochen, die der Musik- und Filmindustrie aufgrund der Piraterie entgangen war.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz am 13.12.2013 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mann ist unschuldig.

    Kim Dot Com hat der Entertainment Industrie die möglichkeit gegeben dinge von seiner Webseite zu löschen was sie auch in anspruch nahmen, dieses kleine aber wichtige Detail beweist das die Anschuldigungen gegen ihn unhaltbar sind, Youtube hat mehr Urheberrechtsverletzende inhalte als jede andere Webseite auf dieser Welt aber die schliesst man nicht mit FBI und Swat team,merkwürdig,ich dachte das Gesetz geltet für alle gleich.

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  • Chris am 13.12.2013 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Er war auch die Nummer 1 in COD Modern Warfare 3. Hat ein Video auf youtube wo er 24 Stunden durchspielt und schliesslich die Nummer 1 der Welt ist. Weiter so Kim du bist eine Bereicherung für das Internet.

  • mamo am 13.12.2013 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Kaufpreis?

    Wieviel kostet dieses Album denn? Nehme mal nicht an, dass es gratis auf einer Sharingsite zur Verfügung steht...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Samuel Stern am 15.12.2013 00:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KING

    Kim ist einfach eine Bereicherung für das Internet! Als Vater, Geschäftsmann und Ehemann ist er einfach Top! Ausserdem würde ich sofort mit Ihm tauschen, er ist ein richtiges Vorbild!

  • Ruedi am 14.12.2013 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach ein genialer Kerl

    Ich finde ihn einfach super... Würde ihn gern mal treffen.. Die einen halten ihn für kriminell aber da kann jeder denken was er will. Mann kann ja eh nicht nur Freunde haben... Die weniger guten Freunde machen einem erst recht Stark.. Weiter so,,,,,

  • Doti am 14.12.2013 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    lol der macht auch Musik haha =D gerade Mr President angehört, also falls er auch noch die Musik selbst produziert hat muss der Typ echt ein Genie sein

  • Rob1n PunktCH am 14.12.2013 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MEGA

    Seine Ideen Sind noch nicht ganz ausgereift. Trotzdem brauchen wir genau solche Menschen für unsere Internetfreicheit. Die momentane Lage ist verheerend. Unsere Politiker verbieten und zensieren immer mehr und das stubiede Volk begrüsst dies auch noch. (Wenn sie es überhaupt merken) Kim DotCOM kämpft für unsere (internet)freiheit. Klar kann man belächel dass er jetzt auch noch Musiker werden will doch dabei geht es um was ganz anderes. Wake up!

    • mike am 14.12.2013 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      was jetzt?

      ist im wort "internetfreicheit" ein i zuviel oder ein c zuviel? :-)

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  • John am 14.12.2013 01:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Ich finde, Kim ist ein genialer Typ der sich nicht alles gefallen lässt vom Staat. Weiter so und ich bin gespannt auf sein Album