Der Bettelroboter

23. April 2010 15:28; Akt: 26.04.2010 09:16 Print

«Hoi, häschmer en Stutz?»

Ein bettelnder Obdachloser mag nichts Neues sein. Doch was ist, wenn er aus Elektroschrott statt Fleisch und Blut ist? Sind die Passanten spendierfreudiger?

(Video: ZHdK CAST)
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Im Rahmen des «tweakfest 10» hat Sašo Sedlaček, der Erbauer des «Beggar Robots», den Bettelroboter nach Zürich gebracht. Sogar am Paradeplatz fand die Maschine Anklang.

Sind Roboter die besseres Bettler?

Das Projekt baut auf der Hypothese, dass sich Teile der Gesellschaft nur aus der Ferne für Randständige einsetzen – am liebsten über eine technische Abgrenzung. Das Projekt versucht die Vorteile einer elektronischen Bettel-Schnittstelle zu testen, indem die Passanten für einmal durch einen Roboter angesprochen und gebeten werden, für die Armen zu spenden. Der grosse Vorteil: Der komplett aus Elektroschrott konstruierte Bettler darf sich sogar in Gegenden blicken lassen, wo Randständige sonst umgehend des Platzes verwiesen würden.

Die Bettelmaschine ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten, die es am «tweakfest», dem «Festival for Digital Culture & Lifestyle», in der Alten Börse in Zürich (23. bis 25. April) zu sehen gibt. Das Motto des diesjährigen Festivals lautet passenderweise «Handel».

(mgi)