Apples Software-Chef

31. Mai 2019 21:34; Akt: 31.05.2019 21:34 Print

«Ich muss nicht die Fotos unserer Kunden nutzen»

In einem Interview äusserte sich Apples Software-Chef Craig Federighi zum Thema Privatsphäre. Und dazu, wie man verhindern will, dass Hacker Passwörter klauen.

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Am kommenden Montag wird Apple in Kalifornien seine alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC eröffnen. Neben einer Vorschau auf die nächsten Betriebssysteme für Mac, iPhone, iPad und Apple Watch dürfte dabei auch das Thema Privatsphäre eine wichtige Rolle spielen.

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Denn der amerikanische Konzern wirbt schon seit einiger Zeit mit Aussagen wie dieser für seine Produkte: «Wenn Privatsphäre in deinem Leben wichtig ist, sollte es auch auf dem Smartphone wichtig sein, wo dein Leben drauf ist.» Auch Apple-CEO Tim Cook äusserte sich mehrfach zur Wichtigkeit des Themas.

Kein Zugriff auf private Daten

In einem Interview mit Stern.de sprach nun Software-Chef Craig Federighi über den Datenschutz und darüber, wie Hackern das Leben schwergemacht werden soll. Apple sei in dieser Hinsicht speziell, da der grösste Teil des Umsatzes mit dem Verkauf von Geräten wie dem iPhone und nicht mit angepasster Werbung erzielt werde.

Beispielsweise verzichte das Unternehmen auch darauf, die privaten Daten der Nutzer anzuzapfen, um Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu verbessern: «Es gibt so viele öffentlich zugängliche Datenbanken mit Bildern von Gesichtern, Hunden, Bäumen, Bergen. Ich muss nicht die Bibliotheken unserer Kunden nutzen, um Bilder von Hunden und Bergen zu bekommen.»

Mehr Transparenz

Bei Programmen aus dem App-Store könne es aber manchmal Probleme mit der Privatsphäre geben, so Federighi: «Einige Apps wurden nur entwickelt, um möglichst viele sensible Daten der Nutzer abzufischen.» Das Problem gebe es jedoch nicht nur auf Apple-, sondern auch auf Android-Geräten. Apple müsse deshalb die Entwickler teilweise einschränken und daran arbeiten, die Transparenz für die Nutzer zu erhöhen.

Zudem achte das Unternehmen darauf, seine Geräte möglichst gut zu sichern. «Wir wissen, dass es sehr viele motivierte Hacker gibt, die in die wertvollen Informationsspeicher auf unseren Geräten eindringen wollen», so der Software-Chef. Deshalb werde Apple auch keine Hintertüren einbauen, damit Regierungen oder andere Behörden auf die Daten zugreifen können.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Märchen am 31.05.2019 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spieglein an der Wand

    Nach dem Boykott gegen Huawei, das eigene Projekt mit süssem Gerede von wegen, wieder zur klaren nummer eins machen. Datenschutz im digitalen Zeitalter, unmöglich. Was zählt ist, wo sie landen.

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  • Autoexperte am 31.05.2019 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    müssen sie ja

    die USA nützen ja auch Apple, Google, Facebook, Cisco etc zum Abhören. darum die Ablenkung mit Huawei. was sollen sie anderes sagen

  • Lisa Newton am 01.06.2019 01:20 Report Diesen Beitrag melden

    Upgrades auch für die Alten bitte.

    ... ausser dass tonnenweise etwas ältere Geräte aus der Supportmatrix fallen, ohne dass dies den BenutzerInnen mitgeteilt würde. Entweder verantwortungslos gegenüber der IT Sicherheit oder aber gegenüber der Umwelt ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marketing am 03.06.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    gelaber

    Wie werden die Stories in der Foto App gemacht. Genau mit einer Gesichtserkennung. Für mich ist Apple Geschichte. Ich kann mit meinen Mate 10 Pro genau so viel machen. Der Akku ist der Hammer(bei normaler Nutzung 2 volle Tage). Haben sie beim iPhone immer noch nicht hingekriegt. Softwaremässig ist Android auch schon deutlich weiter.

    • Patrick am 03.06.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Marketing

      Ja aber die Gesichtserkennung läuft lokal nicht über die Cloud. Der kleine aber feine Unterschied.

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  • Hzwo am 02.06.2019 01:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    99%

    Bei der Umfrage fehlt: "Ich hab den Artikel gar nicht angeklickt"

    • Robert1987 am 03.06.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hzwo

      Wieso angeklickt hast du den Artikel ja, sonst hättest die Umfrage ja nicht gesehen...

    • Hzwo am 12.06.2019 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Robert1987

      ich ja aber der Grossteil nicht und dann würde man nämlich sehen wie abgrundtief belanglos das thema ist.

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  • Schnee am 02.06.2019 00:12 Report Diesen Beitrag melden

    Unlauterer Wettbewerb

    Unlauterer Wettbewerb kann man das nennen, Apple versucht mit Strohargumenten seine Produkte an die Kunden zu bringen. Man bedient sich des unlauteren Wettbewerbs in dem man HUAWEI Spionage vorwirft ohne Beweise. Hier nun ein paar Fakten die man bedenken sollte ob das Wahr sein kann was man uns über HUAWEI verkaufen will: 1. Hart- und Software aus Westlichen Ländern. 2. Internet und Netzwerk in Westlichen Ländern. Leute denkt mal darüber nach, das einzige was den US Boys ein Dorn im Auge ist, das es in HUAWEI vmtl kein BACKDOOR gibt! Gefährdung der nat. Sicherheit f.d. USA !

  • sam am 01.06.2019 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr zufrieden.

    Und mein dunkles Mac Book aus dem Jahre 1997 läuft auch heute noch.!

    • Neumann am 01.06.2019 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @sam

      Auch sehr zufrieden und mein Macbook von 2019 läuft auch immer noch. Da sieht man mal was echte Qualität bedeutet!

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  • Fredo am 01.06.2019 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verstehen lernen

    Wenn der Software he von Apple nicht versteht wie machine learning un AI funktionieren, dann muss man sich auch nicht wundern wenn die Qualität der Produkte in diesem Bereich nicht mehr konkurrenzfähig sind.