Andere Plattformen

20. August 2019 09:35; Akt: 20.08.2019 10:27 Print

«Hier meint jeder, er könne Influencer werden»

Weniger Likes: Influencer verlieren weltweit ihre Reichweite auf Instagram. Sie setzen nun vermehrt auf andere Plattformen, auch in der Schweiz.

Wie schätzen Schweizer Influencer die Situation ein? Was sind ihre nächsten Schritte? (Video: Valentina Winkler)
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Eine neue Studie der Marketingagentur InfluencerDB besagt, dass Influencer weltweit mit sinkendem Engagement, also mit immer weniger Likes, Comments und Shares konfrontiert sind, da der Markt zunehmend gesättigt sei. Wie aber sieht es in der Schweiz aus?

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Wenn Instagram einbricht, was kommt als Nächstes?

Laut Daniel Koss, CEO der Influencer-Marketingagentur Yxterix, ist die Situation hierzulande eine gänzlich andere: «Der internationale Markt an Content-Creators ist überfüllt, ja. Der Schweizer Markt aber ist nicht gesättigt – im Gegenteil.» Die Schweiz habe einen riesigen Mangel an Talenten, aktuell gebe es nur wenig erfolgreiche Schweizer Influencer.

Noch kein Ende in Sicht

Und auch Fabian Plüss, CCO und Co-Founder von Kingfluencers AG sagt: «Der Markt hierzulande wächst weiterhin stark. Die Zahlen und Resultate der Kampagnen sprechen eine komplett andere Sprache.» Für Plüss ist es erst der Beginn vom Influencer-Marketing, von einem Ende kann nicht die Rede sein: «Es wird immer Influencer und Opinion Leaders geben, solange es Social Media gibt.» Schliesslich habe es auch schon vor 50 Jahren Offline-Influencer (Testimonials) mit ähnlichen Wirkungen gegeben.

Doch wenn Instagram erst der Anfang ist, was kommt als Nächstes? «Instagram ist lediglich eine Plattform, nicht die ganze Influencer-Szene», meint Koss. Youtube etwa laufe besser als jemals zuvor und Tiktok sei gerade angelaufen. Deshalb empfehle er Content-Creators längst den Wechsel von Instagram auf andere Plattformen, vor allem Youtube.

Adieu Instagram, hallo Youtube?

Das Ende von Instagram sieht auch Michèl Krüsi. Die 27-jährige Influencerin aus Winterthur gibt der Plattform noch zwei Jahre.

Und auch Gabirano, Rash Junior oder Antonella Patitucci sehen die Zukunft der Fotoplattform kritisch. Was ihre Erfahrungen sind, wie sie die Situation einschätzen und wie sie weitermachen werden, erfährst du im Video oben.

(vhu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ires Meier am 20.08.2019 05:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich..

    Hoffentlich ists bald vorbei. Dieser, durch instagram völlig akzeptierte, gelebte Narzissmus ist unerträglich. Gefakte Fotos, billig platzierte Werbeprodukte und dazu ein total falsch vermitteltes Bild der Realität (immer glücklich, immer hübsch, immer interessant). Ich freue mich auf den Tag, an welchem die Realität wieder mehr Gewicht bekommt..uns allen zuliebe.

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  • s.bartlome am 20.08.2019 05:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    influencer

    ich finde die Influencer Zene total naiv und gibt der Volksverdummung mächtig Auftrieb.

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  • Kritiker am 20.08.2019 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beinflussen

    Influenzare bedeutet auf Italienisch beeinflussen. Und ich lasse mich gerne belehren sicher aber nicht beeinflussen. Die Meisten solcher "Influencer" tragen viel zur Volksverdummung bei.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • S.Box am 07.09.2019 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer wie was?

    Was ich wissen will, weiß ich! Was Ifluencer tun, oder sind? Keine Ahnung! Geht an mir vorbei, wie so viel Unwichtiges!

  • Kurt am 26.08.2019 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Echt ?

    Ach dann müssen ja all die Dumpfbacken arbeiten gehn ? Das wird voll krass !

  • Marion am 23.08.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    billige Werbeträger

    Dass die Influencer Geld verdienen ist ok. Ich verstehe einfach die follower nicht. Wie kann mann diesen Selbstverliebten nur nacheifern? Alles wozu die Influecer nützlich sind ist, euch folowern Geld abzuzocken. Kauft, kauft, kauft ... nur das ist von Interesse. Das Genze ist äusserst Umweltunverträglich.

  • Sven O am 22.08.2019 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    greta das influencer- monster

    klima-greta ist auch ein influencer und sahnt dabei kräftig ab! die masse rafft nicht was für ein geschäft abgeht und fällt darauf rein

    • Gurkensalat am 23.08.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      Faulheit, Egoismus und Unsicherheit

      Eher: die Masse ist zu bequem und zu egoistisch, ihre unnötigen, umweltschädigenden Gewohnheiten (fetten SUV fahren, regelmässig in die Ferien fliegen, etc.) zu ändern. Alle Arten von Appellen wurden schon versucht, nichts hat sich geändert, also muss die aktuelle Generation auftreten wie Greta. Da können noch so viele Daumen runter kommen  die Wahrheit schmerzt eben, besonders für diejenigen, die sich ihres Tuns theoretisch bewusst sind.

    • User79 am 30.08.2019 07:03 Report Diesen Beitrag melden

      Greta

      @Gurkensalat: Ich frage mich, ob Greta wieder mit dem Boot nach hause fährt oder doch lieber den Flieger nimmt. :)

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  • Feline X am 21.08.2019 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wünsche jedem Glück

    Kann mir mal jemand sagen, was man gegen Influencer haben kann? Ist doch völlig in Ordnung wenn diese Leute so Ihr Geld verdienen und teilweise sehr gute Inhalte produzieren.

    • Default am 04.09.2019 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      Das kann ich nur bestätigen!

      Das Argument, die Menschen würden durch die Influencer verdummen, finde ich völlig absurd, sobald ich diese Kommentare lesen. Menschen, die nicht das Geringste der multimedialen Welt und dessen Vorteile (natürlich auch Nachteile) verstanden haben und in konservativster Repräsentation und eingeschränktestem Weltbild nicht zu übertreffen sind. Kurz: Menschen, die sich nicht mit dem Thema befassen und auskennen, sollten keine Möglichkeit haben, hier zu "urteilen". Skurril!

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