Uhr explodiert

06. November 2019 20:26; Akt: 07.11.2019 10:06 Print

«Mein Arm fühlte sich an, als ob er gerade schmilzt»

Schmerzhafte Erfahrung: Die Fitbit-Uhr eines Amerikaners soll im Schlaf am Handgelenk explodiert sein. Der Hersteller will den Fall nun untersuchen.

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«Ich wurde aus dem Schlaf gerissen und realisierte in Panik, dass etwas an meinem Handgelenk brannte», schreibt der Amerikaner Ethan Landers in einem Facebook-Beitrag. Es sei seine Fitbit-Uhr gewesen, die er dann abzuziehen versucht habe – erfolglos. Erst seine Frau habe das Armband der Uhr öffnen können, sagt er. Welches Uhrmodell er trug, ist nicht bekannt.

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«Es hat sich angefühlt, als ob etwas durch meinen Arm schmilzt», beschreibt Landers den Vorfall weiter. Aus dem Gadget sei Rauch ausgetreten und ein beissender Geruch habe das Schlafzimmer erfüllt. Die Wunde am Handgelenk sei ganz weiss gewesen und es hätten sich bereits Blasen gebildet. Zur Abklärung begab sich der Amerikaner nach eigenen Angaben in die Notaufnahme. Die Ärzte hätten Verbrennungen dritten Grades diagnostiziert.

Traumatisches Erlebnis

Der Brand hinterlasse bleibende Schäden, erklärt Landers. «Ich habe wegen Nervenschäden kein Gefühl mehr in Teilen meines Handgelenks.» Die Narbe werde ihn zudem ein Leben lang an das traumatische Erlebnis erinnern. Wieso die Uhr zu brennen begann, ist unklar.

Uhr wird untersucht

Der Fall ist beim Hersteller bekannt. «Die Beschwerde von Herr Landers nehmen wir sehr ernst. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden steht an oberster Stelle», sagt ein Sprecher von Fitbit zu 20 Minuten. Die Produkte von Fitbit würden nach strengen Standards entwickelt und umfangreiche interne und externe Tests durchlaufen.

«Basierend auf unseren internen und unabhängigen Tests und Analysen von Drittanbietern glauben wir nicht, dass die gezeigten Verletzungen bei normalem Gebrauch auftreten können», so der Sprecher weiter. Man habe vor, den Fall eingehend zu prüfen. «Bisher hat Herr Landers sich jedoch noch nicht bereiterklärt, das Gerät an uns zurückzusenden», so der Sprecher.

Übernahme durch Google

Der Fitnessuhren-Hersteller Fitbit hat knapp 30 Millionen aktive Nutzer auf seiner Plattform. Die gespeicherten Gesundheitsdaten sind offenbar auch für Google interessant. Darum hat die Google-Konzernmutter Alphabet den Hersteller für 2,1 Milliarden Dollar gekauft. Die Daten würden nicht zu Werbezwecken verwendet, erklärt Google.

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf am 06.11.2019 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rolf

    Kauft doch eine richtige Mechanische Schweizer Uhr und nicht so einen Batterie Quatsch, dann passiert so etwas nicht und Ihr habt 20-30 Jahre lang spass an der Uhr!!

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  • IT Fachmann am 06.11.2019 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Die FitBit Uhren

    Anscheinen wollte die Uhr nicht von Google überwacht werden und begang Selbtmord. Dem Mann hoffe ich das die Schmerzen bald vorbei sind.

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  • Beaetel am 06.11.2019 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beunruhigend

    Könnte wohl jedem passieren, der eine Smartwatch trägt, egal welcher Marke.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • P. ech am 15.11.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    och der arme :(

    Da schnallt er sich nichtsahnend einen LiOn Akku ums Handgelenk, damit er beim Joggen die Datenkrake füttern kann, und dann fliegt ihm das unökologische und gänzlich sinnfreie Spielzezug um die Ohren - äh - Hände... Naja, schade um die Hand ist's ja schon. Wärs ein Gescheit-Telephon am Ohr gewesen, hätte es nur den Kopf erwischt, und in dem ist bei diesen selbstverdateten Gadget-Hippsterlis ja kein lebenswichtiges Organ drin :)

  • Molotöff am 11.11.2019 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Arm fühlte sich an, als ob er gerade schmilzt

    Wann kommt wohl die erste 'Smartfutz' auf den Markt. Wehe wenn die mal explodiert, dann gibts halt Spiegeleier in der Hose.

  • Arthur Fleck am 10.11.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Najaaa

    Dieser Typ wird nun hundertfacher Millionär durch die Klage. In der Schweiz würden die Arztkosten gedeckt.

    • Willy am 10.11.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten...

      Komisch finde ich, dass er das Gerät nicht an Fitbit senden möchte. Hat er selbst daran rumgefummelt?

    • simon am 10.11.2019 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Willy

      Weil dann jeder Beweis weg ist .und keine 2 oder3, Meinung eingeholt werden kann.

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  • KKTVCAM am 09.11.2019 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nah

    Ich würde die Uhr auch nicht direkt an den Hersteller senden. Zuerst einmal soll ein unabhängiger Gutachter das Gerät analysieren, denn dem Bericht eines Geräteherstellers der möglicherweise aufgrund von der Produkthaftung Schadensersatz zahlen muss, könnte möglicherweise nicht ganz differenziert sein.

  • Sarkasmus am 09.11.2019 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr!

    Es ist an der Zeit, die Uhrenherstellung zu regulieren! Diese Gefahr kann der Bevölkerung nicht zugemutet werden! Zwingende Brandschutzbandagen an den Handgelenken und integrierte Brandmelder sind das Mindeste. Natürlich muss zuerst eine Studie über die laurnden Gefahren von Uhren erstellt werde, bevor dann endlich eine Ombudsstelle für Uhrenopfer eingerichtet werden kann.