Neues Lernspiel

26. Mai 2016 07:11; Akt: 26.05.2016 07:11 Print

«Mir gefällt, dass man im Unterricht spielen kann»

Das Lernspiel «FinanceMission Heroes» soll die Finanzkompetenz von Jugendlichen fördern. 20 Minuten hat Schüler befragt, was sie vom Game halten.

Sehen Sie im Video das Urteil der Schüler zum neuen Lernspiel. (Video: Alice Grosjean)
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Damit junge Erwachsene nicht in eine langfristige Schuldenspirale geraten, sei eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Geld und Konsum entscheidend, hiess es am Mittwoch an der Präsentation von «FinanceMission Heroes» in Basel. Das Lernspiel soll den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld auf kurzweilige Art und Weise vermitteln.

Umfrage
An die Schüler unter den 20-Minuten-Lesern: Was halten Sie vom Spiel?
38 %
34 %
9 %
12 %
7 %
Insgesamt 748 Teilnehmer

Die Schüler schlüpfen im Game in die Rolle eines Superhelden und müssen eine fiktive Stadt von Robotern befreien. Dabei gilt es, eine geeignete Finanzierungsstrategie für die Ausrüstung zu wählen, die Zeitressourcen einzuteilen und richtig zu budgetieren.

Kostenpunkt: Mehrere Millionen Franken

Entwickelt wurde das Spiel vom neu gegründeten Verein namens FinanceMission, dessen Träger der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), das Syndicat des enseignants romands (SER) sowie die 24 Kantonalbanken sind. Es wird mit didaktischem Begleitmaterial ergänzt, das auf die Lehrpläne abgestimmt ist.

Die Kosten für das Projekt tragen die Kantonalbanken, die gemäss eigenen Angaben einen «mittleren einstelligen Millionenbetrag» investieren. Damit soll das Angebot nach einer ersten Evaluation im kommenden Jahr auch weiterentwickelt werden. Es sei im Interesse der Banken, dass Kunden Selbstverantwortung übernehmen können.

Mangelhaftes Finanzwissen

27 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in der Schweiz leben gemäss dem Bundesamt für Statistik in einem Haushalt mit Zahlungsrückständen, hiess es. Werden weitere Schulden wie Kontoüberziehungen, Fahrzeug-Leasing oder offene Verbindlichkeiten gegenüber Familie und Freunden dazu gezählt, seien es über 50 Prozent.

Studien der Universitäten St. Gallen und Freiburg zeigten im weiteren, dass über 50 Prozent der Schüler auf der Sekundarstufe I finanzielle Angelegenheiten als kompliziert und verwirrend wahrnehmen würden. Mädchen hätten mehr Mühe als Knaben. Zudem gelte: je höher die Bildung, desto höher die Kompetenz im Finanzbereich.

«FinanceMission Heroes» wird Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Lernangebot für 13- bis 16-Jährige ist auf Deutsch, Französisch und Italienisch erschienen. Das werbefreie Spiel ist als App für Smartphones und Tablets sowie für Computer erhältlich. Es kann gratis heruntergeladen werden.


(sda/tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wird vermutlich zensiert; am 26.05.2016 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normal..,

    Lehrplan 21: gamen, gruppenräume zum verstecken, keine Hausaufgaben, jeder erhält ein persönlicher Betreuer der im das Köpfchen streichelt und am Schluss wird dabei vergessen etwas zu lernen und keinen interresierts!

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  • Hobbit am 26.05.2016 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Idee gut, Umsetzung naja

    Man könnte den Jugendlichen auch ohne "Superhelden" und "Robotern" beibringen mit Geld umzugehen. Eine einfache, aber sauber aufgesetzte Software in der man ein fiktives Leben führt und ein regelmässiges Salär etc. erhält. Damit muss der Spieler möglichst viel erreichen, seinen Verpflichtungen nachkommen und er kann seine Träume verwirklichen (Eigentum,..) Das Zinssystem inkludieren und man hat ein viel besseres "Spiel" als das vorgestellte. So weiss jeder der Geld verprasst, was er sich später weniger leisten kann.

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  • Bünzli Theophil am 27.05.2016 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    nicht zu tun

    und mir gefällt, dass wir bei der Arbeit spielen können, CZ/CS/CoD

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonym am 28.05.2016 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ganze Theater

    fängt schon ganz früh an: heute schicken die Eltern ab Geburt des Nachwuchses 2,3x pro Jahr Geschenkwunschlisten (!) an das unbeteiligte Umfeld, so dass diese Generation von Anfang an mit Spielzeug überhäuft wird, materiell alles nachgeworfen und somit den Eindruck bekommt, im Leben gehe es ausschliesslich um sie. Später in der Schule muss dann der Lehrer für diese Fehlerziehung von Jael & Co.büssen, und erst auf dem RAV, wenn sie im Arbeitsleben untauglich sind, merken Jael & Co, was alles schief gelaufen ist.

  • Bünzli Theophil am 27.05.2016 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    nicht zu tun

    und mir gefällt, dass wir bei der Arbeit spielen können, CZ/CS/CoD

  • Mitbürger Z am 26.05.2016 23:07 Report Diesen Beitrag melden

    über 50 Prozent

    Potz-Blitz! Über 50 Prozent der 18 - 24 Jährigen leben auf Pump? Na wenn das einmal noch gut kommt... ich darf gespannt sein.

  • WD-40 am 26.05.2016 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spiel

    Dieses Spiel ist langweiliger als ein Spiel, dessen Anleitung ich nicht lesen kann. Wer dieses Spiel lässig findet, hat n der Realität nichts mit der Wirtschaft zu tun. Ich bin absolut enttäuscht !!!

  • Noldi Schwarz am 26.05.2016 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Mehrere Millionen für Bildung

    Es wird immer abstruser. Da werden Millionen in ein Finanzspiel eingesetzt, das den Schülern helfen soll mit Finanzen zurecht zukommen. Wo ist die Unterstützung der Banken? Wer bezahlt die Weiterentwicklung? Was geschieht, wenn die Schüler das Spiel nicht annehmen? Nicht alle Jugendliche sind Gamer. Ein paar einfache Rechenaufgaben während der Mathestunde würde genügen und die Jugendlichen würden begreifen, was da abgeht. Aber ja, wir haben natürlich das Geld und dürfen in keinem Fall bei der Bildung sparen.