Operation Robin Hood

01. Dezember 2011 11:30; Akt: 01.12.2011 13:04 Print

«Nehmt von den Banken und gebt den Armen!»

Berüchtigte «Hacktivisten» rufen zum Kampf gegen die Banken auf. Im Sinn der Occupy-Bewegung wollen sie Konten hacken und das Geld den «99 Prozent» zurückgeben. Etwas ist ihnen dabei jedoch entgangen.

(Quelle: youtube.com/xen0nymous)
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Online-Aktivisten spielen Robin Hood. Unter dem Motto «Nehmt von den Banken und gebt den Armen!» wollen Anonyme das globale Bankensystem bekämpfen. In einer bei YouTube veröffentlichten Videobotschaft kündigen die angeblichen Hacker an, sie würden im grossen Stil Kreditkarten-Daten stehlen und damit jene 99 Prozent der Weltbevölkerung «entschädigen», die vom herrschenden System betrogen worden seien. Mit den illegal beschafften Geldern sollen zudem wohltätige Organisationen rund um den Globus unterstützt werden.

Falsche Argumentation

Als Urheber der Operation Robin Hood zeichnen Anonymous und Team Poison verantwortlich. Zwei Gruppierungen, die in der Vergangenheit mit einigen spektakulären Coups für Aufsehen gesorgt hatten. Wer sich konkret hinter der Aktion verbirgt, ist offen. Grundsätzlich kann jedermann unter dem Anonymous-Label eine YouTube-Botschaft veröffentlichen.

Ihre gemeinsame Kampagne sei als Erweiterung der Occupy-Bewegung zu verstehen, lassen «p0isaNoN» verlauten. «Wir werden zeigen, dass die Banken nicht sicher sind und holen unser Geld zurück.» Die Computer-Stimme im Video behauptet, einfache Kreditkarten-Besitzer würden nicht geschädigt. Die Banken seien verpflichtet, gestohlene Beträge zu ersetzen.

Diese Argumentation ist allerdings fragwürdig, weil die von Online-Betrügern verursachten Kosten letztlich eben doch auf die Kunden abgewälzt werden. Daraus folgert der Imperva Data Security Blog: Die Operation Robin Hood werde nicht von den betroffenen Geldinstituten finanziert, sondern unwissentlich von allen Kreditkarten-Besitzern. Dies schliesse sehr wahrscheinlich viele Mitglieder von Anonymous ein.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MNBR am 01.12.2011 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist NICHT ANONYMUS

    Ich denke nicht dass Anonymus sowas machen würde. Jeder kann sowas behaupten, was denkt ihr?

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  • asfd am 01.12.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    wenn ihr die banken nicht mögt dann nehmt euer geld von der bank :P wenn ihr denkt dass ihr zu wenig verdient, dann denkt vllt. mal darüber nach wieso das so ist. die bank kann da nichts dafür.

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  • S.Chkheidze am 01.12.2011 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassengelder

    Zudem ist der deutlich grösste Teil der Gelder, mit welchen Banken Geschäfte machen, die Milliarden aus den Pensionskassen...Sie würde sich letztlich zum grössten Teil selbst berauben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tinu am 01.01.2012 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Versteckspiel!

    Das sind Hacker, die sich einfach mit solchen Aktionen rechtfertigen. Denen geht es nur darum, ein bischen Spass zu haben, mehr nicht und als Rechtfertigung, heisst es dann einfach "Aktion Robin Hood" oder so. Anstatt die Banken zu stören, würden sie lieber bestimmte Politische Organisationen stören bsp. die AIPAC in den USA oder so.

  • Ehrund Redlich am 27.12.2011 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Keep it up

    Auch wenn die Tat von Anonymus den einen und anderen Straftatbestand erfüllt, muss ich schon eingestehen, dass ich mir ein Lächeln nicht verkneifen kann. Schön zu sehen, wie die digitalen Grundfesten erschüttert werden und einem Aufzeigen, dass es die totale Sicherheit nie geben wird. Und betreffend die transferierten Gelder von einigen "Kunden" - ist es eigentlich Diebstahl, wenn man Gestohlenes stiehlt? ;-) Vielleicht ist die Vorgehensweise von Anonymus die einzige, die dem globalen Finanzmarkt endlich seine Grenzen aufzeigt.

  • Salamander am 02.12.2011 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich

    Lächerlich. Mit wieviel Vermögen ist denn jemand reich? Und was, wenn er es auf anständige Weise verdient hat? Oder im Lotto gewonnen hat? Wie will man denn das Geld verschieben? Und ist man sich bewusst, dass alles Rückabgewickelt würde innert Wochen? Amüsant. Da will sich einfach jemand wichtig machen. Realitätschance 0.01%

    • Adrian Habegger am 02.12.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

      Hochmut kommt vor dem Fall

      Da lehnen sich Anonymous zu weit ausm Fenster Null Realisierungschance....

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  • Rajif Dizdarevic am 01.12.2011 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Negativ!!!

    Negatives bekämpft man nicht mit negativem...

    • MrDub am 15.12.2011 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Wohl war ...

      negatives mit negativen zu bekämpfen macht wenig Sinn. Allerdings muss ich sagen das mir die Idee die dahinter steckt zusagt.

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  • asfd am 01.12.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    wenn ihr die banken nicht mögt dann nehmt euer geld von der bank :P wenn ihr denkt dass ihr zu wenig verdient, dann denkt vllt. mal darüber nach wieso das so ist. die bank kann da nichts dafür.

    • MrDub am 15.12.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Banken haben schuld an der Krise

      Die Banken und Aktionäre sind aber für unsere aktuelle Wirtschaftslage zu 100% durch ihr handeln der letzten Jahre verantwortlich. Somit kommt jemand der vielleicht vor einigen Jahren mit seinem Gehalt noch super ausgekommen ist heute nicht mehr so gut damit aus. Und dafür ist unsere Finanzwirtschaft (die der 'Großen') verantwortlich.

    • Tinu am 01.01.2012 07:59 Report Diesen Beitrag melden

      @MrDub: Stimmt nur teilweise!

      Die Banken haben sicher auch Fehler gemacht. Die meiste Schuld ist aber in der Finanzpolitik zu suchen. Ständiges Senken der Leitzinse verführt die Banken, billig Kredite abzugeben, deren Raten bei einer Zinserhöhung nicht mehr bezahlt werden können vom Kunden. Ausserdem ist es auch eine grosse Schuld der Politiker, welche ihre Länder immer bis ans Limit verschulden!

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