Die Abrechnung

21. Juni 2019 14:11; Akt: 21.06.2019 14:14 Print

«Whatsapp ist im Jahr 2014 hängen geblieben»

Ein Insider hat sich in einem Blogeintrag ausführlich zum beliebten Messenger geäussert. Sein Urteil: Die Funktionen der App seien teilweise deutlich veraltet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Über 1,5 Milliarden Menschen weltweit nutzen den zu Facebook gehörenden Messenger Whatsapp. Die App gibt es für sämtliche mobilen Plattformen. Doch die grosse Verbreitung lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Zufriedenheit zu.

Umfrage
Nutzen Sie Whatsapp?

Ein Insider des Blogs Wabetainfo.com hat sich in einem Artikel dazu geäussert, wie er die Weiterentwicklung des Messengers beurteilt. Und sein Fazit fällt nicht sehr wohlwollend aus. Die Entwicklung und Integration von neuen Funktionen gehe nur schleppend voran, schreibt er.

Fünf Jahre zurück

Der Messenger befinde sich grösstenteils noch auf dem Stand von 2014. Zwar seien verschiedene Änderungen gemacht worden. Die Macher der App bräuchten jedoch lange, um Neues einzuführen. Im Text nennt der anonyme Autor verschiedene Beispiele, die seine Aussage belegen sollen.

Ein solcher Punkt sei das Komprimieren von Bildern. Wenn man über Whatsapp ein hochaufgelöstes Foto verschicke, werde dieses automatisch verkleinert. Ein Versand ohne Komprimierung werde nicht angeboten. Das sei angesichts der modernen Smartphones mit hochwertigen Kameras nur schwer nachvollziehbar, sagt er.

Veraltete Bedienung

Für den Whatsapp-Experten gibt es noch viele weitere Punkte, die er in seinem Text kritisiert. So könne man den zugehörigen Chat nicht verlassen, während man sich eine Sprachnachricht anhöre. Auch könne das automatische Herunterladen von Fotos und Videos in Gruppennachrichten nicht deaktiviert werden.

Zudem gebe es verschiedene Einschränkungen, die wenig Sinn machen würden. So könne man anderen Whatsapp-Nutzern zwar ZIP-Dateien schicken, aber nur wenn diese unter 100 Megabyte gross seien. Und beim Backup müsse noch mindestens das 2,05-Fache an Speicher frei sein, damit die Chats gesichert werden könnten.

Falsche Prioritäten

Mit den Prioritäten der Entwickler bei geplanten Funktionen ist der Experte ebenfalls nicht vollständig einverstanden. So lasse der batteriesparende Dark Mode nach wie vor auf sich warten. Die Werbungen in den Storys seien jedoch bereits fix fürs nächste Jahr angekündigt worden.

Das Fazit: Whatsapp interessiere sich offenbar nicht für die Anliegen der Nutzer und möglicherweise würden sich diese eines Tages auch nicht mehr für Whatsapp interessieren, wenn es so weitergehe. Und mit seiner Ansicht scheint der Autor nicht der Einzige zu sein. In einer Twitter-Umfrage gaben 77 Prozent der 2517 Teilnehmer an, dass sie mit den Entwicklungen bei Whatsapp nicht zufrieden seien.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du zufrieden mit dem Messenger oder hast du der App den Rücken gekehrt? Schreib es uns ins Kommentarfeld.

(swe)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erst denken am 21.06.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    DR. Füdlibürger

    Etwas, dass funktioniert, dauernd zu ändern macht keinen Sinn.

    einklappen einklappen
  • derPatrizier am 21.06.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es tut was es soll

    Wer verschickt schon zips die über 100MB gross sind über Whatsapp. Das Ding ist da zum chatten, und für die schnelle Kommunikation wenn man nicht telefonieren will fertig Schluss. Unkomprimierte Bilder würden dann höchstens das Datenvolumen und die Geschwindigkeit belasten, das braucht es nun wirklich nicht.

    einklappen einklappen
  • Reto W am 21.06.2019 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Und das ist gut so

    Wieso gutes ändern? Mehr Features benötigen mehr Ressourcen. Schlank und nützlich. Nutze WA täglich zum telefonieren und Nachrichten versenden. WA funktioniert immer einwandfrei und die Qualität ist super.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • A. Uflösung am 03.07.2019 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hi Res

    Komprimierte Bilder in Zeiten von Flatrates machen definitiv keinen Sinn.

  • Desillu am 24.06.2019 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Es funktioniert.

    Also, was soll das Gejammer? Dennoch bin ich auf wire umgestiegen, da mir die Politik von Zuckerberg so gar nicht gefällt.

  • Sander am 23.06.2019 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wer WhatsApp nutzt...

    ...hat sowieso die Kontrolle über sein Leben verloren. Neulich wollte ein französischer Auftraggeber nur noch via WhatsApp mit unserem Aussendienst-Techniker kommunizieren. Haben denen dann gesagt, dass sie solche Spässe gleich vergessen können, da wir eine seriöse Firma und kein Kindergarten seien. Die Franzosen haben den Auftrag dann ernsthaft einem Mitbewerber zugeteilt. Ein paar Wochen später kamen sie wieder angekrochen, weil die Techniker des Mitbewerbers scheinbar ausser WhatsApp nicht viel zu bieten hatten. Welch Überraschung.

    • Petr am 24.06.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      Naja..

      Das ist in Ihrer Fantasie passiert...

    • Desillu am 24.06.2019 12:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Petr

      Wer geschäftlich mit Franzosen zu tun hat, kann sich diese "Geschichte" aber sehr gut vorstellen. Deshalb vermeiden wir die Beschaffung aus Frankreich. Sie glauben tatsächlich, man dürfe froh sein, wenn sie einen überhaupt bemerken.

    einklappen einklappen
  • PROLLTRASH am 23.06.2019 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    es funktioniert und ist wohl der geläufigste messenger. nix ändern du musst. wenn user zufrieden.

  • S. Berger am 23.06.2019 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder hat es

    Ja, es gibt sicher innovativere Messengers. Aber es ist wie annodazumal mit VHS-Videorecordern: Technisch schlechter als die Konkurrenz, aber weit verbreitet. Ich brauche nicht alle Features von WhatsApp, aber praktisch jeder hat es, was mit am Wichtigsten ist.