Kamera-Test

04. Dezember 2018 08:26; Akt: 04.12.2018 08:26 Print

Der 125-fach-Zoom liefert dir ausserirdische Fotos

Die Nikon P1000 ist mehr Teleskop als Kamera. Die Kamera macht geniale Bilder, kann aber in einem Punkt nicht mit deinem Handy mithalten.

Die Aufnahmen im Zoo sind alle ohne Stativ entstanden. (Video: 20M)
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Die eigenen Füsse sind ein guter Zoom, so sagt man. Doch um das Sujet so stark heranzuholen wie mit der Nikon P1000, sollte man besser die Wanderschuhe anziehen. Denn die Kamera der Japaner bietet für verhältnismässig wenig Geld einen Brennweitenbereich zwischen 24 bis 3000 mm. Das entspricht einem 125-fach-Zoom.

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Was das konkret bedeutet? Mit 3000 mm füllt der Mond das Foto relativ gut aus und man sieht auf dem Bild sogar einzelne Krater. In der Redaktion sorgte die Kamera während des Tests vor allem wegen ihrer Zoom-Leistung für Aufsehen. Doch weniger entzückt war man über die Grösse. Das Gerät ist wesentlich grösser als sein Vorgänger und mit rund 1,4 Kilogramm ist sie kein Leichtgewicht. Die Akkuleistung ist passabel.

Autofokus eher träge

20 Minuten konnte die Kamera knapp eine Woche lang testen. Das Ergebnis gibt es im Video oben und in der Bildstrecke hier unten zu sehen. Getestet haben wir das Gerät unter anderem im Zoo Zürich, wo es einen ungeahnten Blickwinkel auf die Tierwelt ermöglicht. Für sich schnell bewegende Objekte ist die P1000 jedoch eher weniger geeignet. Der Autofokus ist träge und bis die Linse vollständig ausgefahren ist, vergehen rund zwei Sekunden. Für ruhige Videoaufnahmen sind Stativ und Fernbedienung von Vorteil.

Nikon P1000: Kamera mit Super-Zoom

Zwar steht auf der Nikon-Kamera «24–3000 Millimeter», die physikalische Brennweite beträgt aber eigentlich nur 4,3 bis 539 Millimeter. Weil der Sensor der P1000 so klein ist, kann diese Zahl dann mit dem Faktor 5,6 multipliziert werden, was zu dieser extremen Vergrösserung führt. Der Haken: Der Sensor ist kleiner als in den meisten modernen Smartphones.

Der P1000 von Nikon sind damit Grenzen gesetzt. So nimmt die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen drastisch ab. Schraubt man die Lichtempfindlichkeit hoch, so fangen Bilder an zu rauschen. Es sind Probleme, mit denen Smartphone-Kameras auch zu kämpfen haben.

40 Rappen pro Millimeter

Die Nikon P1000 ist eine Spezialkamera, die man nicht einfach so auf eine Städtereise mitnimmt, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Der extreme Zoom macht sie aber zu einer einzigartigen Kamera auf dem Markt. Sie ist ein guter Begleiter für Mond-Fanatiker, Ornithologen und Tierbeobachter, die auf ihr Budget achten müssen. Klar gibt es besseres Equipment in dem Bereich. Doch entsprechende Objektive kosten schnell mehrere Tausend Franken. Für rund 40 Rappen pro Millimeter Brennweite – sprich für rund 1120 Franken – ist die P1000 absolut konkurrenzlos.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jekami am 04.12.2018 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tzzzztzzzzz

    Ein Kamera Test mit einem verpixelten Foto als Aufmacher. Toll!

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  • Digitec Pro am 04.12.2018 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zoom ist nicht alles!!!

    Blende-, Verschlusszeit-, ISO-Einstellungen sowie MP spielen doch auch noch eine Rolle ob eine Kamera als ausserirdisch gut bezeichnet werden kann. Gruss an die Redaktion

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  • Herr Max Bänzli Live TOTAL am 04.12.2018 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    die Kamera hat diverse, Schwächen wie, Gewicht 1/2 Kg, CCD Sensor nur 1.2 MP, der Akku hält nur 1 - 2 Stunden usw, das Objektiv ist Lichtschwach, besser gleich die Hasselblad

Die neusten Leser-Kommentare

  • Popi am 04.12.2018 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Eierlegende Wollmilchsau

    Es ist ein gelungener Kompromiss. Jeder, der nicht nur drauf los knipst hat ein Lieblingsthema, Landschaft, Portrait, etc... Wenn man sich darauf festgelegt hat, wird sich die eigene Ausrüstung auch darauf ausrichten. Für den ambitionierten Einstieg ist diese Kamera sicher toll. Zielgruppe sind hier auch nicht die Handyknipser sondern Leute die sich mit Fotografieren mehr befassen wollen. Handys machen tolle Fotos, Kameras machen tolle Bilder.

  • Marco Weckerle Palomino am 04.12.2018 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SONY DSC RX V

    Ich habe eine Kompaktkamera und bin sehr zufrieden. für Tierfotos reichts zwar nicht wenn sie zu weit sind. Bin aber sehr zufrieden. Vabe in Chile tolle Fotos gemacht.

    • Cubano Carlito am 04.12.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      tolle Fotos

      hast auch Wasserfälle von Chile mit drau ???

    • HErr Max Bänzli Live aus Chile am 05.12.2018 06:11 Report Diesen Beitrag melden

      ja genau

      Herr Cubano Carlito nein haben nur Kirchen und Kappeln drauf

    • Herr Max Bänzli Live total im Zoo am 05.12.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

      je genau

      Herr Marco Weckerle Palomino wenn Sie durch einen Feldstecher knipsen geht das sogar fast gratis

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  • deb_ch am 04.12.2018 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Der Anfänger und das Zoom-Monster..

    Eigentlich ist es schade, dass solche Kameras, oder billige DSLR mit lichtschwachen Kit-Zooms überhaupt existieren. Gerade als Anfänger ist das Frustpotential mit einer solchen Ausrüstung relativ gross, und es verwundert mich nicht, weshalb viele zum Handy greifen, anstatt so viel Ausrüstung mitzuschleppen. Die wenigsten machen die Reise von der Einsteiger-DSLR, bis hin zu einer hochwertigen, oder spezifischen Kamera mit, und geben vorher auf.. Wirklich, schade..

    • Heinz Maier am 04.12.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      deb_ch

      haben sie sich schon mal überlegt wie viele user sich eine dslr holen, in der regel die günstigste, nur um eine dslr zu haben, weil man damit vom hören sagen gute fotos machen kann? diese zielgruppe fotografiert dann aber immer im automatikmodus und nutzt weder zeitauto geschweige denn den manuellen modus? meiner meinung nach viele, und da ist das kitobjektiv eigentlich schon zu gut.

    • deb_ch am 04.12.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Maier

      Logisch, denn das Angebot, sowie die Fachsimpelei von Freunden, oder (mehr oder weniger erfolgreichen) Influencern, bestimmen das Kaufverhalten. Andererseits ist es ev. auch eine Entwicklung, die man bewusst durchmachen muss, bis die Qualitätsansprüche an die eigenen Werke höher sind, und man bei der Kamera x landet, die für einem persönlich die Beste ist.. Aber das bedarf einer guten Portion Geduld, Durchhaltewillen, und ..Geld.. Also, vielleicht ist es tatsächlich nicht legitim, den Prozess abzukürzen.. ¯\_(¨)_/¯

    • lleser am 05.12.2018 11:28 Report Diesen Beitrag melden

      @deb_ch - falscher Ansatz

      @deb_ch, ein Anfänger muss die Technik des Fotografierens lernen. Und das kann er/sie mit fast jeglicher machen, egal of Sofort-Bild-Kamera, altes Analog-Gerät oder teures Highend-Gerät. Warum also sollte man einem Fahranfänger einen Supersportwagen oder ein Luxus-SUV kaufen, um damit das Autofahren zu lernen, zu dem übrigens auch der Unterhalt (wie Licht & Flüssigkeitskontrollen etc) gehört? Und ja, wenn man dann fahren kann und weiss, was man will, kann es immer noch ein anderes Fz sein.

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  • S.Holmes am 04.12.2018 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Un..

    ..Cool! Das ist DIE Kamera für die zukünftigen Sozialdetektive...

    • Sozialbetrüger am 04.12.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Sholmes

      Dann hacke ich eben nur noch in der Dämmerung Holz, dann funktioniert das Ding ja nicht mehr ;-)

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  • I.T. am 04.12.2018 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Wochen getestet und naja geht so.

    Richtig gute Bilder gibts doch bloss mit dem Teleskop.Die Auflösung ist einfach zu schlecht.Und der Autofokus leider auch zu langsam.Ohne Stativ nicht zu gebrauchen.Eher eine Spielerei