Wunsch der Mutter

29. Mai 2019 21:05; Akt: 29.05.2019 21:05 Print

15-Jähriger schwänzt Schule für «Fortnite»

von nicik_01* - Benjy Fish (15) hat sich für die «Fortnite»-WM im Juli qualifiziert. Um dafür besser trainieren zu können, hat ihn seine Mutter von der Schule genommen.

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Einmal E-Sportler zu werden, ist der Traum vieler junger Gamer. Der 15-jährige Brite, Benjy Fish, ist nun auf dem besten Weg dazu. Er hat sich erst gerade für die «Fortnite»-WM qualifiziert, die im Juli stattfindet.

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Wie gut er ist, erfuhr seine Mutter eines Nachts. Er stürmte in ihr Schlafzimmer und erzählte ihr, dass er gerade 10'000 US-Dollar bei einem Turnier gewonnen habe. Die nächtlichen Gamesessions wirkten sich jedoch negativ auf seine Konzentration in der Schule aus. «Als meine Mutter mir vorschlug, die Schule zu verlassen, um mich Vollzeit ‹Fortnite› zu widmen, traute ich erst meinen Ohren nicht», sagt Fish zu Mirror.co.uk.

Aufstehen um 14 Uhr

Seit er 13 Jahre alt sei, habe er davon geträumt, E-Sport-Profi zu werden, so Fish. Zum ersten Mal mit Games Kontakt hatte er mit acht Jahren, «als mir mein Bruder ein Notebook schenkte. Darauf habe ich viele Games gespielt», sagt er. Bei dem Battle-Royale-Game «Fortnite» habe er dann gemerkt, dass er darin richtig gut sei, so der 15-Jährige.

Jetzt sieht sein Tag so aus: «Ich stehe gegen 14 Uhr auf, mache mich ready und trainiere dann bis zu zehn Stunden. Dann bleibe ich etwa bis 5 Uhr morgens wach, bis meine Mutter aufsteht und arbeiten geht, bis ich mich schlafen lege», erklärt er. Künftig wolle er aber auch mehr Zeit draussen verbringen und Fitness machen.

Mutter als Managerin

Abgebrochen hat er die Schule indes nicht. Er geht zwar nicht mehr ins Schulhaus, um den Unterricht kümmert sich nun aber ein Privatlehrer bei ihm zu Hause. Der Schulstoff von zwei werde zudem auf drei Jahre verteilt, erklärt er.

Dass man mit «Fortnite» so viel Geld verdienen kann, findet Fish «total verrückt». Mehrere zehntausend US-Dollar hat er bereits abgeräumt. Seine Mutter – die gleichzeitig auch seine Managerin ist – sorge aber dafür, dass er auf dem Boden bleibe. An der WM winkt ein Preispool von 30 Millionen Dollar. «Falls ich da gewinnen sollte, werde ich ein Haus für mich und meine Mutter kaufen», sagt Fish.

*nicik_01 (17) und Joshua Cruiser (15) springen bei «Fortnite» regelmässig aus dem Battle-Bus. Für 20 Minuten schreiben sie über das Spiel.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kora am 29.05.2019 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder einmal

    Ein falscher Titel... Er schwänzt ja nicht sondern wird zu Hause unterrichtet. Soll nicht heissen, dass ich das gut finde. Doch lieber so wie dass er gar nichts mehr dür die Schule tut.

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  • Antonov am 29.05.2019 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normal.

    Im Leben muss man Prioritäten setzen.

  • Blues Sister am 29.05.2019 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Hobby, sondern nur Zeitvertreib

    In der Umfrage fehlt: "Für mich ist es nur ein gelegentlicher Zeitvertreib".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dä Jesus am 09.06.2019 00:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    School of Rick

    Wie sagt man? Die Schule ist kein Ort für kluge Leute... Nebenbei das heisst, Fridays for Future nicht, Fridays for Fortnite.

  • Ronny am 02.06.2019 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so ;-)

    Immer noch besser als die Klimagöre zu spielen

  • Ork von Mork am 02.06.2019 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Huldigt dem Kinder-König

    Mutti hat Blut geleckt! Nix mehr mit aufstehen Schule, Hausaufgaben, räum dein Zimmer auf, "komm du mir nach Hause" etc. Dem kleinen Pascha werden jetzt die Kissen drapiert, Pausen-Häppchen besorgt und, alle Stunde der Nacken massiert und wenn er zum Mac, KFC oder Pizza-Hut will, dann steht der Konvoi in 5min Startbereit!

  • MadChengi am 02.06.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Sabbatical

    Wieso nicht mal ein Jahr Auszeit nehmen und sich voll auf Gamen, Sändele und Gummibärchen konzentrieren, das Leben kann warten. Wie wir sehen wimmelt unsere Gesellschaft bereits von Nerds und Supernerds, welche ihre Milchgesichter unter Vollbärten verstecken und daher kommen wie pubertierende Grossväter.

  • Schwachsinn am 02.06.2019 04:30 Report Diesen Beitrag melden

    Los Fortnite

    Die Welt wird immer Behinderter! Hoffentlich bald geht die Menschheit zu grunde.

    • rammirocker am 10.06.2019 06:33 Report Diesen Beitrag melden

      Die Talsohle......

      wir haben die Talsohle der totalen Verblödung unserer Gesellschaft noch nicht erreicht, wir sind nur auf ein noch höheres bzw. tieferes Niveau angelangt....

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