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18. April 2019 10:14; Akt: 18.04.2019 10:48 Print

2000-Franken-Handy geht nach einem Tag kaputt

Schlechter Start für Samsung: Eine Reihe neuer Falthandys, die als Testgeräte verteilt wurden, haben innerhalb von kürzester Zeit den Geist aufgegeben.

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Das hatte sich Samsung sicher anders vorgestellt: In den USA und in Europa hat der Hersteller die ersten Testgeräte des Falthandys Galaxy Fold an Journalisten verteilt. Blöd nur: Im Netz wimmelt es von Geräten mit flackernden oder ganz kaputten Displays.

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So berichtet etwa das Tech-Portal Theverge.com, dass das Gerät nach einem Tag Betrieb defekt war. Ähnliches meldet Cnbc.com. Deren Testgerät war ebenfalls nach 24 Stunden lädiert. Reporter von Bloomberg.com berichten, dass das Galaxy Fold nach zwei Tagen Betrieb den Geist aufgab. 20 Minuten konnte das Handy ebenfalls anschauen. Allerdings beschränkte sich der Test auf eine knappe Stunde. Gerade genug Zeit, um die ersten Eindrücke zu sammeln.

Schutzfolie? Nein.

Die US-Tester nutzten das Gerät bereits im Alltag. Einige der Nutzer sollen dabei eine Folie vom Innendisplay abgezogen haben (siehe Bildstrecke). Diese wäre aber eigentlich nicht zum Entfernen gedacht gewesen. Andere Nutzer wiederum sagten, dass sie die Folie nicht entfernt hatten, es aber dennoch Probleme gab. Wenn aber sogar die erfahrensten Tech-Journalisten der USA Mühe haben, zu erkennen, dass die Folie nicht entfernt werden darf, wird es bei Kunden, die das Gerät kaufen, wohl auch zu Problemen führen.

Samsung reagierte mit in einer Mitteilung auf die Vorfälle. Man wolle die betroffenen Geräte gründlich inspizieren, um die Ursache zu ermitteln, heisst es. Weiter stellt Samsung klar, dass die oberste Schutzschicht ein Teil des Bildschirms sei und nicht entfernt werden dürfe. Die Folie sei dazu da, den Screen vor Kratzern zu schützen. Man werde sicherstellen, dass dies Kunden deutlich kommuniziert werde. Der Hersteller will das Galaxy Fold ab dem 3. Mai für 2050 Franken auch in der Schweiz verkaufen. In den USA werden im Gegensatz zur Schweiz bereits Vorbestellungen entgegengenommen.

Ein kleines Déjà-vu

Die aktuellen Fälle erinnern an das PR-Debakel, das Samsung mit dem Galaxy Note 7 erlebte. Der Hersteller hatte das Smartphone im August 2016 präsentiert. Kurz darauf gab es Meldungen, dass eine kleine Anzahl Geräte Feuer gefangen habe. Worauf Fluggesellschaften das Note-7-Handy an Bord verboten. Im September 2016 kündigte der Hersteller eine globale Rückrufaktion an.

Als auch einige der ausgetauschten Geräte zu brennen begannen, wurde die Produktion im Oktober vollständig gestoppt. Später gestand Samsung Fehler in der Produktion ein und verbesserte die Qualitätsstandards bei der Herstellung des mitverantwortlichen Akkus.

Die ersten Eindrücke zum Samsung Galaxy Fold. (Video: Jan Dino Kellenberger)

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simi am 18.04.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nie einen Prototyp

    Nah toll. Was passiert dann erst, wenn man das Handy ein paar hundert Mal genickt hat und ein- zweimal auf den Boden hat fallen lassen. Es bewahrheitet sich einmal mehr, kaufe nie einen Prototyp.

  • Guten Tag am 18.04.2019 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    habe kein erbarmen bei diesen Konsumenten. So ein Handy braucht niemand.

  • simu22 am 18.04.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nokia

    Ich werde wieder zu meinem 50.- Handy wechseln. Nun ehrlich?! 2000.- für ein Handy, da gönn ich mir lieber einen Urlaub.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • cooltour am 19.04.2019 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    innovation

    die frage ist doch eher wieviele testgeräte verteilt wurden. laut bericht handelt es sich ja "nur" um eine handvoll geräte. und davon haben ein paar dumpfbacken ja noch die "folie" entfernt (oder versucht zu entfernen). was somit nicht heisst, das die geräte defekt sind. ich vermute jetzt mal ins blaue, das da ein paar tausend geräte unterwegs sind. ergo heisst es abwarten was die nächsten wochen zeigen. ob man sowas braucht oder nicht sei mal dahingestellt. innovativ ist es allemal

  • ;-) am 19.04.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie praktisch

    Kann man die Dinger bald zerknittern wie ein Blatt Papier? Dann gäbe es ja dann endlich die praktischen Wegwerfhandys und man muss den Bildschirm nicht immer wieder waschen, wenn er wieder vollgesabbert ist.

  • Macintosh am 19.04.2019 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Samsung

    Samsung bekommt nie im zuerst das Note 7 Explosion, dann explodieren die Waschmaschine und jetzt Galaxy fold. Und mein Kolleg der im interdiscount arbeitet hat gesagt, SmartTV von Samsung am meisten zurück gebracht zum Reparatur.

    • Tommy am 19.04.2019 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Macintosh

      Ich habe ein Handy von sharp gekauft und bin sehr zufrieden

    • Giovanni R. am 19.04.2019 23:35 Report Diesen Beitrag melden

      Interdiscount

      Das hat mir der Verkäufer vom Interdiscount in Spreitenbach auch gesagt.

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  • Nie Genug am 19.04.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Die nächsten sind dann wohl aufblasbar?

    Die Technologie driftet nun damit endgültig in die Groteske, zum einen gibt es keine Apps, die das Format bedienen, zum anderen scheint mir das Teil ergonomisch höchst fragwürdig, wie wird denn dieser Pfannkuchen sinnvoll gehalten und bedient?

  • F. Spring am 19.04.2019 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Alte Geräte waren tauglicher

    Ich habe immer noch mein S4 mini. Aktuell mit Android 9 drauf. Kann auf den Boden fällen ohne kaputt zu gehen, passt in jede Hosentasche und hat einen niedrigen SAR Wert. Was will ich denn mehr? Eine Digital Kamera zum watsappeln die in Glas gehüllt ist welches noch bei Gorilla Glas 20 nicht bruchsicher sein wird und aktuell 1000 Franken kostet wie das S10....