Akku ist schuld

19. September 2019 12:30; Akt: 19.09.2019 12:30 Print

220'000 Fr. Sachschaden wegen E-Scooter-Brand

In einem Kinderzimmer in München hat der Akku eines E-Scooters Feuer gefangen. Es entstand hoher Sachschaden, zehn Personen wurden leicht verletzt.

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Grosseinsatz in einem Mehrfamilienhaus: Die Feuerwehr München musste diese Woche wegen eines Zimmerbrands ausrücken. Im zweiten Stock eines neunstöckigen Gebäudes schlugen Flammen aus den Fenstern, als die Einsatzkräfte eintrafen. 93 Bewohner waren ins Freie geflüchtet.

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Nach rund einer halben Stunde war der Brand in der Wohnung gelöscht, schreibt die Berufsfeuerwehr München auf Facebook. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden Teile der Fassade demontiert. Zehn Bewohner erlitten eine leichte Rauchvergiftung, zwei Personen mussten für weitere Abklärungen ins Spital.

E-Scooter war schuld

Beim Brand entstand ein Sachschaden von rund 200'000 Euro (umgerechnet rund 220'000 Franken). Schuld am Ausbruch des Feuers soll ein E-Scooter gewesen sein, wie Spiegel.de berichtet. Der Akku des privat genutzten Fahrzeugs habe sich «schlagartig» entzündet, teilte die Polizei mit. Zur weiteren Klärung der Brandursache wurden Ermittlungen aufgenommen.

Unter Aufsicht laden

Auch in der Schweiz haben Akkus schon zu mehreren Bränden geführt. So brach Ende 2018 in Bronschhofen ein Feuer aus. Laut Behörden war ein Hoverboard schuld, dessen Akku aufgeladen wurde. Der Schaden betrug damals 100'000 Franken. 2016 wurde über eine Familie aus dem US-Bundesstaat Tennessee berichtet, die den Online-Händler Amazon auf 30 Millionen Dollar verklagt hatte, weil der Akku eines Hoverboards explodiert und danach das Haus abgebrannt war.

Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, wies im Rahmen des Brandfalls in Bronschhofen darauf hin, dass man Akkus aus dem Modellbaubereich oder E-Bikes und dergleichen niemals unbeaufsichtigt aufladen sollte. Besondere Vorsicht ist dabei bei sogenannten Lithium-Polymer-Akkus (LiPo-Akkus) geboten. Eine solche Batterie hatte 2016 zu einem Grossbrand in Steckborn TG geführt.

LiPo-Akkus hätten im Vergleich zu anderen Akkus eine sehr hohe Energiedichte, was schneller zu einem Brand führen könne, sagte Jürg Rellstab, Leiter Zertifizierung und Explosionsschutz bei Electrosuisse im Jahr 2016. Von funktionierenden LiPo-Akkus, die richtig verwendet werden, gehe keine besondere Brandgefahr aus. Ein gewisses Restrisko sei aber bei allen Akkus vorhanden.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Emobili Auslach am 19.09.2019 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch brandgefährliche E-Mobilität

    Wäre mit Benzintrottinet nicht passiert... :-)

  • Praktikus am 19.09.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Brand gefärdet, sondern auch brandgefähr

    Wann werden E-Scooter endlich verboten?

    einklappen einklappen
  • Ari am 19.09.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten

    Was macht das ding im kinderzimmer? Die dinger müssten verboten werden....viel zu gefährlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bettina am 20.09.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Da wurde wohl

    eune >menge CO2 freigesetzt. So viel zur angeblich umweltfreundlichen e-Mobilität. WörecdervzuvFuss gegangen wäre nichts oassiert.

  • roberto. am 20.09.2019 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wandspeicher

    Viele E-Auto Besitzer schrauben sich in der Garage eine riesige Lithium Batterie an die Wand um das Auto schneller zu laden oder um selbst produzierten Strom zwischen zu speichern. Da können wir auf Hausbrände warten. Wenn Lithium brennt, dann renne. Die Feuerwehr kann Lithium praktisch nicht löschen.

  • Michelangelo am 19.09.2019 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    "Niemals unbeaufsichtigt aufladen"

    Aber nun ehrlich, würde Herr Schneider echt die ganze Zeit daneben stehen und beobachten? Auch bin ich mir nicht sicher ob es von Vorteil ist wenn man beim Explodieren des Akkus daneben steht.

  • Verbötterli am 19.09.2019 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Leute, beruhigt euch

    Jetzt gleich nach einem Verbot zu rufen, wär bisschen übertrieben. Mich würde eher interessieren, was für eine Marke der "Scooter" hatte... Es gibt ja ganz billige Dinger, und dann etwas qualitativere. Eventuell sollte man die prüfen und dann nur die Sicheren zulassen. Keinen Billigschrott, der selbst entzündet.

  • Piit am 19.09.2019 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Unter Aufsicht...

    und dann kannst Du zuschauen wie die Wohnungen in Flammen aufgeht, denn löschen kannst Du vergessen, lieber die Akkus im Kellergang weit weg von brennbaren Materialien, aber in der Nähe eines Rauchmelders laden dann bleibt der Schaden begrenzt, alle jammern über die Gefahren aber brauchbare Verhaltensweisen sucht mann vergebens