«Pokémon Go»

19. Juli 2016 07:56; Akt: 19.07.2016 10:42 Print

9 Verhaltensregeln für die Monsterjagd

Bevor Sie wie wild durch die Stadt rennen, um Pokémon zu jagen, wollen wir Ihnen neun gutgemeinte Tipps mit auf den Weg geben.

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«Pokémon Go»-Spieler bewegen sich zwar im realen Leben, sind aber oft so vom Spiel beansprucht, dass sie gar nicht mitbekommen, was sie da gerade tun. Als kleine Erinnerungsstütze hier ein paar gutgemeinte Tipps. Wer kein unbegrenztes Datenpaket hat, sollte beim Spielen Vorsicht walten lassen. Da man sich beim Gamen in der Umgebung bewegt und deshalb meist nicht mit einem WLAN verbunden ist, könnte das endlose Spielen sonst ziemlich teuer werden. Die App frisst Batterieleistung, und zwar ordentlich. Dies weil sie auf Google Maps permanent Online-Umgebungen abruft und zudem zum Monsterjagen ständig in den Kameramodus wechselt. Wer nicht riskieren will, dass ihm auf halbem Weg der Saft ausgeht, besorgt sich deshalb wohl am besten einen externen Extra-Akku, der via USB mit dem Smartphone verbunden werden kann. Schon kurz nach dem Launch in den USA berichteten diverse Medien von verunfallten Spielern, die sich kleinere Verletzungen bei Stürzen zugezogen hatten. Ein Spieler stellte zudem ein Beweisvideo auf Youtube, wie er während dem Gamen in einen Teich stolperte. Pokémon-Spieler, die sich für besonders schlau hielten, haben das GPS in ihren Handys manipuliert. Auf diese Weise konnten sie Monster an Orten fangen, an denen sie nie gewesen waren. Entwickler Niantic lässt die tricksenden Spieler zwar weiterhin auf die App zugreifen, sie können jedoch keine Pokémon mehr fangen, womit das Spiel keinen Sinn mehr macht. Kult-Spiel hin oder her, an manchen Orten sollte man das Handy aus moralischen Gründen stecken lassen. In den USA appellierten bereits mehrere Einrichtungen an die Spieler: So forderte der Arlington-Ehrenfriedhof in Washington (im Bild) die Besucher via Twitter auf, auf das Spielen zu verzichten, weil es unangemessen sei. Auch das Holocaust-Museum in der US-Hauptstadt sowie das ehemalige Konzentrationslager in Ausschwitz (im Bild) bitten darum, gedankenvoll beim Einsatz von Technik zu sein und die Totenruhe der Opfer zu respektieren. In einen Bildschirm starrend durch die Gegend zu laufen oder gar zu fahren, sieht nicht nur ein wenig doof aus, sondern ist auch gefährlich. Für Sie und Ihre Mitmenschen. Eine Polizeidienststelle in Florida wandte sich deshalb via Twitter an die Bürger und veränderte kurzerhand die bekannte Parole «Don't drink and drive» in «Don't catch and drive» (Dt. «Nicht fangen und fahren!»). Die Polizei des US-Bundesstaats Missouri nahm am Wochenende vier kriminelle Jugendliche fest, die mehr als zehn Spieler ausgeraubt hatten. Sie nutzten das Mobile-Game, um die User anzulocken und dann unter Androhung von Waffengewalt zu überfallen. Dazu hätten sie einen sogenannten Poké-Stopp in das Spiel eingebaut, also einen Ort, an dem die Spieler normalerweise Gegenstände für ihren Pokémon abholen können. In einer Kleinstadt in Australien haben hunderte von «Pokémon Go»-Fans nachts so viel Krach gemacht, dass die Polizei ausrücken musste. Nicht ganz so laut, aber doch gewöhnungsbedürftig: Im amerikanischen Massachussetts steht das Haus (im Bild) von Boon Sheridan seit dem Launch der App unter Dauerbelagerung, weil dort ein Poké-Gym liegt. Eine Arena, wo die Spieler mit ihren Monstern gegeneinander antreten können. Während man das erste «Pokémon»-Game noch daheim auf dem Gameboy spielen konnte, fordert die neue Version Ausdauer. Schliesslich bewegt sich der Spieler in der realen Umgebung, um sich seine Monster zu verdienen. Ein paar Youtuber hingegen sitzen lieber an ihrem Laptop und schicken eine Drohne auf die Jagd. Einfallsreich, aber doch nicht Sinn der Sache, oder?

Zum Thema
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Nintendo hat am Samstag das Mobile-Game «Pokémon Go» in den Schweizer App-Stores lanciert (für iOS und Android) und damit die Monsterjagd offiziell eröffnet. Bevor Sie sich auf die Strasse stürzen, um Pikachus, Entons und Nebulaks zu fangen, sollten Sie sich jedoch die neun Tipps in der Bildstrecke zu Gemüte führen.

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Insgesamt 22506 Teilnehmer

Das Spiel birgt Gefahren – und zwar nicht nur für die Monster! Ein Spieler stellte ein Beweisvideo davon, wie er während dem Gamen in einen Teich stolperte, ins Netz. (Quelle: Youtube/Gragas The Rabble Rouser)

Ein paar Youtuber spielen das Mobile-Game lieber im Sitzen und lassen eine Drohne die ganze Arbeit erledigen. (Quelle: Youtube/Bean Ofthemonth)

(lia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kitkat am 19.07.2016 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Spaziergang

    Ich war gestern Abend ca. 2h in der schönen Allstadt spazieren. Auch wenn ich mal ab und an ein paar Monster fangen muss auf dem Smartphone: Wann war ich das letzte Mal solange zum Spielen draussen? Have fun!

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  • Geowaz am 19.07.2016 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieses...

    Pokemon Bashing. Was habt ihr denn gegen dieses Spiel? Lasst den Leuten doch ihren Spass. Klar dass das Spiel nicht den grössten Content hat (kommen ja auch noch Updates), aber mit Freunden gemeinsam sammeln & Spass haben ist doch was vom Schönsten. Leben und leben lassen.

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  • Marvin am 19.07.2016 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank.

    Vielen Dank für die super Tipps. Gibt's eigentlich keine App, die einem diese Tipps im richtigen Moment aufs Handy bringt? Und wenn es schon Menschen gibt, die solche Tipps brauchen, wann kommen folgende Tipp-Apps raus: "Billet lösen vor Zugfahren", "Schirm öffenen, wenn es regnet.", "Achtung, beim Baden werden Sie nass.", "Vorsicht beim Essen mit Messer und Gabel" oder "Atmen nicht vergessen".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SELL am 25.07.2016 00:49 Report Diesen Beitrag melden

    Art des schraubens am GPS Ihres Handys?

    Punkt 6 ist interessant: Wird dabei mit Schrauben am GPS Ihres Handys, das verändern der GPS Parameter im Handy Betriebssystem gemeint? Bitte nähere Infos? (Den es gibt noch weitere technische anspruchsvollere und aufwändigere Lösungsansätze, ohne in Handy oder BS einzugreifen...)

  • Häcki am 21.07.2016 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kostenpflichtig ab 06.08.16

    In einem Artikel habe ich gelesen dass die App ab 06.08.16 kostenpflichtig wird. Das perfide dabei ist, es gibt eine 3 monatige Kündigungspflicht...Mal sehen wieviel Leute dann noch spielen, wenn es kostenpflichtig ist.

    • paeci am 29.07.2016 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Falschmeldung

      Das ist Schwachsinn. Die Firma verdient, wie schon viele MMO's über einen Shop. Diese Art von Model (Free2Play) hat sich in den letzten Jahren sehr gut durchgesetzt. Solange das Spiel kein Pay to Win wird, ist das völlig OK

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  • Decryptic am 20.07.2016 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Verbesserungsvorschlag

    Hier einige Vorschläge wie ihr Pokemon GO verbessern kann: Bild Nr. 2: Ladet euch die GoogleMaps Offlinekarten runter, das Sparrt Akku Bild Nr. 6 & 7: Es ist möglich per Fake GPS die Location zu ändern und verschiedene Pokemon zu fangen nur müssen einige Kriterien erfüllt werden. 1. Fake GPS App MUSS als Systemapp installiert werden (z.B. mit LuckyPatcher) ROOT NEEDED 2. Verhalltet euch als wärt Ihr im Urlaub. Springt also nicht in von Punkt A zu Punkt B wenn Ihr diesen nicht laufen könnt. 3. Falls Ihr erwischt werdet, werdet Ihr nur Softbanned für ein paar Stunden, danach geht es wieder.

  • H. Nüssli am 20.07.2016 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Offen für Neues

    Das Spiel ist sehr gut gemacht. Erinnert mich aber stark an das iPhone Game Land of Gold. Gleiches Prinzip, Leute die in der freien Wildbahn umherirren und Dinge suchen. Da war die Schweiz mal wieder schneller...

    • Freshdachs86 am 25.07.2016 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H. Nüssli

      Die Schweiz war noch selten irgendwo schneller - ausser etwas wurde verboten oder bemängelt... Leider.

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  • markus am 20.07.2016 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und schon bald...

    ... kann man hier von toten und verletzten lesen... z.b. über gamer welche im eisenbahntunnel oder auf der autobahn umkommen weil dort ein pokemon rumlungerte...