Datenleck

20. Dezember 2018 16:15; Akt: 20.12.2018 16:42 Print

Alexa-Nutzer bekommt fremde Sprachdateien

Panne bei Amazon: Einem Kunden wurden intime Alexa-Sprachaufzeichnungen eines anderen Nutzers preisgegeben. Das Unternehmen spricht von einem «isolierten Einzelfall».

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Problem mit der Sicherheit? Amazon hat einem Echo-Nutzer rund 1700 fremde Audiodateien ausgehändigt. (Bild: Keystone/AP/Elaine Thompson/Symbolbild)

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Intime Sprachaufnahmen aus den Wohnräumen eines Nutzers von Amazons Assistent Alexa sind durch eine Panne in falsche Hände gelangt. Der Vorfall wurde vom Fachmagazin «c't» aufgedeckt, dem die vertraulichen Audiodateien zugespielt wurden. Amazon sprach am Donnerstag von einem «isolierten Einzelfall» und verwies darauf, Massnahmen ergriffen zu haben.

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Wie die «c't» in der aktuellen Ausgabe berichtet, hatte ein Amazon-Kunde von der deutschen Niederlassung des Konzerns Auskunft über die von ihm gespeicherten Daten verlangt. Zwei Monate später habe er Zugang zu einem Archiv erhalten, in dem sich auch rund 1700 Audio-Dateien im WAV-Format befanden. Der Kunde habe allerdings selbst seinen Sprachassistenten nie genutzt.

Betroffene Person identifiziert

Unter den von Amazon geschickten Dateien befanden sich nach Angaben des Blattes völlig fremde Aufzeichnungen, mit denen sich der Mann an die Redaktion von «c't» gewandt hatte. Die Aufnahmen stammten demnach hörbar aus der Intimsphäre, berichtet das Fachblatt.

Aus den Sprachaufzeichnungen hätten die Redakteure Rückschlüsse ziehen können, dass sich mindestens ein Echo-Lautsprecher in den Wohnräumen und auch im Bad befindet. Aus den gestellten Fragen etwa nach dem Wetter zu konkreten Orten und die Nennung von Vornamen und eines Nachnamen habe man schliesslich die betroffene Person identifizieren können und mit ihm Kontakt aufgenommen.

Es handele sich dabei um einen «unglücklichen Fall» infolge «eines menschlichen Fehlers», teilte Amazon in einer Stellungnahme mit. Genauere Angaben, wie es dazu hat kommen können, machte das Unternehmen nicht. Amazon habe das Problem aber inzwischen mit den beiden beteiligten Kunden geklärt und Massnahmen zur weiteren Verbesserung der Prozesse ergriffen, hiess es. «Wir standen auch vorsorglich in Kontakt mit den zuständigen Behörden», beteuerte Amazon.

(bee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chlaus am 20.12.2018 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naive Technikioten

    Und, braucht es noch mehr Beweise das das Ding euch abhört wie eine Wanze zu besten DDR Zeiten.

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  • Private Investigator am 20.12.2018 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Gläserne Mensch

    ja genau! ein einzelfall ;) wie ALF sagen würde: haaaaaahaaaaa ich lach mich tot..sie wurden schlicht und einfach enttarnt- nicht mehr, nicht weniger!

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  • Nein am 20.12.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    JA JA

    PANNE... Es ist doch so, das ist keine Panne, (ist nur aufgeflogen) sondern, jetzt weiss man wie's geht...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M1A1 Golddiggerschütze am 23.12.2018 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Die jungs verbluten lassen....ein Caffe?

    Amazon facebook umd Co!!! Müssen geschlossen und auf weiteres verboten werden!!! Es ist OFFENsichtlich. Ich sage nicht mehr dazu ausser dass WIR auf schritt und fi... beobachted werden.

  • ;) am 21.12.2018 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkt ihr das?

    Die Entschuldigung bezieht sich auf die Herausgabe der Daten. Nicht auf deren Erfassung/Speicherung.

    • quazimodo am 21.12.2018 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @;)

      weiss ja jeder dass die gespeichert werden, und ist nicht kontext dieses artikels. es geht nur darum dass falsche persönliche daten verschickt wurden.

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  • Fabio am 21.12.2018 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld

    Solche Dinger, Handys, Modems kommen mir nicht in die Wohnung. Warum sollte ich mich auf freiwillig beobachten lassen?

    • Jorgo am 21.12.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

      lel..

      Und wie bitte schreibst du denn dein Kommentar hier, ohne Phone und ohne Modem/Router? Du hättest ohne Modem/Router (heutzutage haben wenige ein Modem) gar keine Internetverbindung! Denke bevor du schreibst..

    • Alexus am 22.12.2018 00:50 Report Diesen Beitrag melden

      +Jorgo

      Denk doch selber, bevor Du schreibst. Ich schreibe diesen Kommentar mit meinem PC. Dieser PC hat kein Mikrophon, das alles aufnimmt, das ich spreche und schon gar nicht schickt er alles, was ich sage an eine Datenkrake weiter. Ausserdem: Mit dem PC kann man auch andere Sachen machen, für die ein Modem nicht vonnöten ist. Klar, absolut schützen kann man sich nicht, aber wer ein Ding wie "Alexa" in seine Wohung stellt, dem ist nicht zu helfen.

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  • maetes am 21.12.2018 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschlicher Fehler?

    Wenn die deine Daten bei jemandem anderen gespeichert werden? Wer sich halbwegs mit IT auskennt, wird merken, dass dies eine faule Ausrede ist.

    • Papa Bär am 22.12.2018 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @maetes

      Richtig! Doch wer benutzt denn schon eine Cloud? Bester Datenspeicher ist und bleibt lokal und rein kabelgebunden. Da müssten schon absolute Profis ran um auch Tastaturanschläge aufzeichnen zu können respektive Speichervorgänge mitzuverfolgen. Die Kehrseite von Bluetooth und W-LAN eben. Und doch kann man auch kabelgebunden unbemerkt einen Repeater dazwischenklemmen. Stellt sich die Frage, wer etwas zu verbergen hat, nicht wahr @maetes?

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  • Laborstyl am 21.12.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Nix für Taubstumme

    Selbst schuld, wer sich so ein Ding freiwillig in die Wohnung stellt. Ein "Ein-Zell" Fall, im wahrsten Sinne des Wortes.