Nach Attacken

02. März 2011 12:36; Akt: 02.03.2011 13:22 Print

Anonymous zwingt CEO zum Rücktritt

Die US-Sicherheitsfirma HBGary Federal hat seit Wochen mit Hackerangriffen der international agierenden Gruppierung Anonymous zu kämpfen. Nun gab der CEO seinen Rücktritt bekannt.

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Das Markenzeichen der Anonymous-Sympathisanten in der Öffentlichkeit sind Vendetta-Masken.

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Aaron Barr, CEO von HBGary, zieht die Konsequenzen aus einem seit drei Wochen tobenden Konflikt mit Anonymous. Sein auf Sicherheitsberatung spezialisiertes Unternehmen hatte mit der Behauptung, führende Anonymous-Mitglieder enttarnt zu haben, den Zorn der Webaktivisten auf sich gezogen. Sie attackierten nicht nur die Website und löschten Backups, sondern veröffentlichten auch Tausende von E-Mails sowie private Details über Barr (20 Minuten Online berichtete).

Gegenüber dem auf Themen rund um die Datensicherheit spezialisierten Blog threatpost.com sagte Barr, dass er mit seinem Rücktritt HBGary aus der Schusslinie nehmen wolle. Ob sich die Anonymous-Hacker damit zufrieden geben, wird sich zeigen. In naher Zukunft will Barr sich in erster Linie um seine Familie kümmern und seinen Ruf wiederherstellen.

Das erklärte Ziel von Anonymous ist es, den absolut freien Datenfluss zu sichern. Wer sich ihnen in den Weg stellt, muss mit Hacker-Attacken rechnen. In der Vergangenheit haben dies Gross-Unternehmen wie Mastercard, Visa, Paypal und Amazon zu spüren bekommen. Aber auch Regierungen und private Organisation stehen im Visier der lose agierenden Gruppierung.

(mbu)