Wegen Apple und Android

17. Juni 2011 12:02; Akt: 17.06.2011 13:05 Print

Blackberry unter gewaltigem Druck

Der Smartphone-Markt boomt, doch bei RIM verlieren Leute ihren Job. Die starke Konkurrenz zwingt den Blackberry-Hersteller zu Stellenstreichungen.

storybild

Mit dem Playbook versucht RIM im Tablet-Geschäft Boden gut zu machen. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Unternehmen werde «seinen Geschäftsbetrieb straffen, dazu gehört auch eine Verringerung der Mitarbeiterzahl», kündigte RIM im kanadischen Waterloo an. Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, blieb zunächst offen.

RIM habe ein schwieriges erstes Geschäftsquartal hinter sich, räumte Co-Chef Jim Balsillie ein. Von April bis Mai verkaufte das Unternehmen 13,2 Millionen Blackberry-Handys und damit weniger als erwartet. Vom neuen Tablet-Computer Playbook wurde RIM 500 000 Stück los. Zum Vergleich: Apple setzte binnen drei Monaten zuletzt 18,7 Millionen iPhones und 4,7 Millionen iPads ab.

Fortschritt verschlafen

RIM konnte zwar mehr verkaufen als im Vorjahreszeitraum, als der gesamte Smartphone-Markt noch kleiner war. Gegenüber dem Vorquartal ging der Umsatz aber um 12 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zurück - das ist ungewöhnlich in der boomenden Smartphone- Branche. Der Gewinn fiel sogar um 26 Prozent auf 695 Millionen Dollar.

RIM gehört zu den Pionieren in der Smartphone-Welt, hat aber den Trend zu Touchscreens verschlafen. Das Unternehmen setzte zu lange auf eine platzraubende Tastatur, während Apple mit seinem iPhone den grossen, berührungsempfindlichen Bildschirmen den Weg ebnete. Zudem war das alte Betriebssystem der Blackberry-Handys nur bedingt multimediatauglich. Zuletzt brauchte RIM etliche Monate, um das Playbook als Konkurrenz zu Apples iPad zu entwickeln.

(sda)