Abheben statt stillstehen

07. Januar 2016 13:27; Akt: 07.01.2016 13:41 Print

Chinesen bauen Drohnen-Taxi für einen Passagier

Per Smartphone Ziel auswählen und abheben: Der chinesische Hersteller Ehang will mit seiner riesigen Drohne Passagiere auf dem Luftweg transportieren.

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Die Drohne Ehang 184 sieht aus wie ein gigantischer Quadcopter. Das Fluggerät mit acht Rotoren soll einen Passagier automatisch von einem Ort zum anderen transportieren – das ist zumindest die Vision des chinesischen Drohnenbauers.

Selbst fliegen muss der Passagier, der maximal 100 Kilogramm wiegen darf, die Drohne nicht: Vor dem Abflug wird ein Ziel per Smartphone eingestellt. Danach läuft alles vollautomatisch. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt rund 100 km/h. Bis zu 23 Minuten lang soll eine Akkuladung halten. Laut dem chinesischen Hersteller ergibt das einen Flugradius von maximal 16 Kilometern.

Und im Notfall?

Vorgestellt wurde die Drohne an der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Bis jetzt ist die Riesendrohne nicht viel mehr als ein Konzept, eine Vision. Eine Zulassung für die Ehang 184 hat der Hersteller noch nicht. Auch ist nicht klar, ob es schon Tests mit Passagieren gab. Diese müssten dem chinesischen Hersteller auf jeden Fall blind vertrauen, denn eine Möglichkeit, die Drohne manuell zu steuern, gibt es nicht. Jedes einzelne System sei darum redundant ausgelegt.

Im Notfall soll das Fluggerät automatisch landen, sagt Huazhi Hu, CEO von Ehang. Dass die Firma zur CES ein Video veröffentlicht hat, in dem auch Abstürze von Prototypen zu sehen sind, ist nicht unbedingt vertrauenerweckend.

Um Zulassung bemüht

Ehang strebt an, die nötigen Zulassungen noch in diesem Jahr zu erhalten. Gelingt das, soll die Drohne für den Passagiertransport bis spätestens Ende Jahr auf den Markt kommen. Wer nun aber darauf setzt, künftig einfach dem Stau entfliegen zu können, braucht ein dickes Portemonnaie: Die Ehang 184 soll zwischen 200'000 und 300'000 US-Dollar kosten. Mit einem epischen Video hat der chinesische Hersteller seine Drohne an der CES präsentiert. (Video: Ehang)

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pesche Klett am 07.01.2016 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Begrifflichkeiten

    Wenn ein Mensch transportiert wird ist der Begriff "Drohne" hinfällig. Dann ist's einfach ein Quadrocopter. In diesem Fall mit doppelten Rotoren... was dann der Begriff ist weiss ich nicht. Im Endeffekt; der Artikel zeugt deutlich von mangelndem Sachverständnis.

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  • underdog am 07.01.2016 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die zukunft

    super projekt. das dronendesing wird warscheindlich irgendwann das helicopterdesing ablösen. frage mich nur wieso der schwerpunkt oben sein muss? ist für extremsituationen sicher nicht förderlich.

  • Meiner Einer am 07.01.2016 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Notfallschirm

    Wenn das Ding noch mit einem Notfallschirm fürs ganze Fluggerät ausgestattet würde, würde ich sogar einsteigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Levi Atan am 08.01.2016 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    ich würde mich reinsetzen.

  • Tigg am 08.01.2016 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Potential

    Das Potential ist sicher vorhanden in der Erfindung. Die Entwicklung muss nur noch die Sicherheit gut berücksichtigen (auf welche Art dies geschieht ist wohl nur eine Frage der Zeit) Ich frag mich nun aber, läuft das Gerät rein auf Akku oder ist es ein Hybriedantrieb? Wenn ich nun die Geschichte des Flugzeuges ansehe, halte ich diese Transportcopter durchaus für realistisch und umsetzbar.

  • Heiner am 08.01.2016 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Erst der Anfag!

    Die Zukunft vom Transport wird sich in der Luft abspielen. Wenn nicht in Europa oder USA dann eben im fernen Osten. Man rechne was eine Strassen-Infrastruktur kostet (Gotthard). Die teuren Quadkopter kann man aucht teilen, dann rechnet es sich sowieso, denn Piloten sind obsolet. Ein Notschrim wäre eine begrüssenswerte Option.

  • huschmie am 08.01.2016 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Crash in der Luft

    Das kann ja heiter werden. Bald werden am Himmel Tausende von diese Ungetümen zirkulieren und es wird, wie im Strassenverkehr, ab und zu einen Zusammenstoss geben. Nur sind die Folgen dann verheerender. Da kommt man dann nicht mit einem kleinen Blechschaden davon.

  • Tanzlehrer am 08.01.2016 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Oje.

    Im Notfall wird dasFluggerät automatisch landen ? Beim Ausfall von nur einem Rotor wird das Fluggerät sich unkontrollierbar drehen, in ein Haus krachen und abstürzen, während der Fallschirm sich verwickelt. Da würde ich nie einsteigen.

    • Petra Chevalier am 08.01.2016 09:52 Report Diesen Beitrag melden

      Drohnen - noch mehr Gefahr und Lärm

      Wieso auf ein Haus krachen? - Ist doch vor kurzem irgend wo bei einem Ski-Anlass auf die Piste gestürzt! Ich finde das super - man weiss in Zukunft nie wann einem so ein Ding auf den Kopf kracht. Egal wo man ist. Und wollen wir noch mehr Lärm? Vor ein paar Wochen ist bei uns eine Drohne (vermutlich Grenzschutz; sehe ich auch als sinnvoll) die längste Zeit über unsere drei Dörfer geflogen. Nachts bis 00.20 Uhr. Man konnte nicht mehr schlafen so ein Lärm das Objekt gemacht.

    • Grx am 08.01.2016 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Es sind Acht, nicht vier Propeller

      Bei einem Oktokopter kann ein Propeller problemlos aussteigen! Es isnd Acht nicht vier! Sehen hilft...

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